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Gohrisch aus Richtung Pfaffenstein |
Heute wird endlich wieder gewandert, denn die Wetterprognose verspricht ausnahmsweise keinen Regen und sogar etwas Sonnenschein. Wir wählen eine Route über linkselbische 'Steine'(*) im Umfeld unserer Unterkunft bei 'Kleinhennersdorf' (ein Ortsteil der
Gemeinde 'Gohrisch'). Wir beginnen mit dem
'Gohrisch', auf dessen Plateau ein interessanter Klettersteig führt. Den benachbarten
'Papststein' lassen wir aus, weil der Anstieg eher langweilig ist und der Gipfel zu dieser Tageszeit keine Aussicht verspricht. Weiter geht es nach 'Cunnersdorf'. In der Nähe des Ortes lernen wir mit dem
'Katzstein' und dem 'Spitzstein' zwei neue 'Steine' kennen und erhalten Kostproben eines speziellen kulturellen Biotops. Lt. einer Tafel am
'Katzstein' verdanken wir die Einrichtung von Eisenleiter und Aussichtsplattform einer erfolgreichen Erfüllung der Zielstellung des Landschaftspflegplans Sächsische Schweiz des Jahres 1982. Herzlichen Glückwunsch und besten Dank!
Gemäß dem Prinzip 'das Beste zuletzt', führt der letzte Abschnitt unserer Wanderung zunächst um den
'Quirl' (das Gipfelplateau ist nicht besonders spannend) und anschließend auf die prähistorisch genutzte Felsenburg des
'Pfaffensteins', den wir für den großartigsten aller 'Steine'(*) halten. Nach Einkehr in der
Berggaststätte Pfaffenstein besuchen wir die sagenumwobene
'Barbarine', neben dem
'Lilienstein' das Wahrzeichen der
'Sächsischen Schweiz', ehe wir durch die Schlucht des
'Nadelöhrs' nach
'Pfaffendorf' absteigen. Wanderglück pur!
Diashow der Fotoserie
(*) Als 'Steine' werden im
Elbsandsteingebirge Tafelberge bezeichnet, bei denen es sich um Überreste einer Sandsteinplatte handelt, die in der
Kreidezeit entstanden ist. Im
Tertiär zerbrach mit der Anhebung des
Erzgbebirges sowie unter dem Druck des
Lausitzer Berglandes diese Sandsteinplatte in zahlreiche Fragmente, auf die erodierende Kräfte modellierend einwirken. Hügelige Kuppen werden dagegen als 'Berge' bezeichnet, die sich überwiegend vulkanisch gebildet haben.