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Dienstag, 1. Mai 2018

Wanderung um den Selliner See, Insel Rügen

Personenfähre nach Moritzdorf

Im Südosten von Rügen gehen wir vom Pendlerparkplatz an der Bahnstation Baabe zum kleinen Yachthafen am Baaber Bek, Wasserweg zwischen Selliner See und dem Having, eine Bucht des Rügischen Boddens. Wir sind gespannt auf die Ruderfähre Moritzdorf. Die Zeit bleibt auch auf Rügen nicht stehen. Ein offenes Motorboot ersetzt das ehemalige Ruderboot. Für 1 € pP (Hunde 0,50 €, Fahrräder 2 €) setzen wir nach Moritzdorf über und wandern entlang der Having-Küste durch das Naturschutzgebiet am Hohen Berg nach Seedorf am Neuensiener See (ca. 1,5 Std.). Der Ort ist seit unserem letzten Besuch vor etlichen Jahren kaum noch wiederzuerkennen. An der Dorfstraße sind schicke Landhäuser im Villenstil aufgereiht, im Hafen liegen an der Lancker Bek teure Yachten und die Hafenanlagen sind edel herausgeputzt. Ab Seedorf folgen wir weiter dem Wanderweg, bis wir auf den Selliner See treffen, an dessen Westufer wir auf einer ruhigen Straße in Richtung Sellin wandern. Direkt an der Straße liegt der Großdolmen Goldbusch (Sprockhoff-Nr. 508), eine jungsteinzeitliche Megalithanlage der Trichterbecherkultur. Auf dem Rückweg klärt sich endlich auf, warum die B196 bei Sellin gesperrt ist. Am Ufer des Selliner Sees entsteht ein großzüger Wasserwanderrastplatz. Bauarbeiten laufen noch, aber auch hier stehen bereits schicke Landhäuser im Villenstil. Wer mag diese bewohnen? Vermutlich Publikum aus dem Raum Berlin, legen Autokennzeichen nahe. Nach ca. 3-stündiger abwechslungsreicher Wanderung endet unsere Runde am Ausgangpunkt. - Fotoserie

Samstag, 21. April 2018

Rangerführung Wilder Wald am Meer im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Motiv am Weststrand

Am Vortag des Darß-Marathons nehmen wir bereits zum 4. Mal im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an der kostenlosen Rangerführung Wilder Wald am Meer teil und lassen uns in einer 10-köpfigen Gruppe zum 3. Mal von Rangerin Angelika durch den Darßwald und entlang eines Abschnittes des Weststrands führen. Trotz Wiederholung wird die Führung nie langweilig, weil Kräfte der Natur die dynamische Landschaft immer wieder neu und anders modellieren. In diesem Jahr verusachte ein Wintereinbruch über Ostern zusätzlich jede Menge Bruchholz. In wenigen Stunden fielen 30-40 cm nasser Schnee. Dem Gewicht hielten viele Bäume nicht stand.
Ca. 1 m Küste verliert der Westrand des Darß durchschnittlich pro Jahr durch Wind und Meer, die den Sand der Westküste forttragen und im Nordosten der Halbinsel am Darßer Ort ablagern. Wenn sich Bedingungen nicht grundsätzlich ändern, wird der Darß in einigen Jahrzehnten die Insel Hiddensee einfangen.
Nach 3,5 Stunden abwechslungsreicher, informativer Führung endet unser Vormittags-Programm für einen Imbiss am Gut Darß.
- Fotoserie - Laufbericht Darß-Marathon

Freitag, 20. April 2018

Boddenfahrt mit Wanderung auf der Halbmarathon-Route des Darß-Marathons

Motiv am Boddenweg
Meiningenbrücke

In Born a. Darß beginnt unsere Wanderung auf der Halbmarathon-Route des Darß-Marathons. Eine sich auf dem Wirtschaftsweg nach Prerow sonnende Ringelnatter flüchtet vor uns, obwohl sie nichts zu befürchten hätte. Am Hafen Prerow treffen wir unsere Freunde, um bei sommerlichem Wetter gemeinsam eine 2-stündige Bootstour im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zu unternehmen (14 € pP). Auf dem Prerow-Strom durchqueren wir vogelreiche Brackwasser-Marschen und setzen die Fahrt durch den Bodestedter Bodden bis zum Wendepunkt an der Meinigenbrücke fort. Nach Rückkehr zum Hafen schwingen sich die Freunde auf ihr Fahrrad, während wir unsere Wanderung zu Fuß durch Prerow und den Darßwald über Wieck fortsetzen, um am Nationalparkzentrum Darßer Arche die Startunterlagen für den Halbmarathon am kommenden Sonntag abzuholen. Nach der 4,5-stündigen Wanderung über 25 km wissen wir, dass die 3-Stundengrenze beim Walking-Halbmarathon eine hohe Hürde sein wird. - Fotoserie - Laufbericht Walking-Halbmarathon

Dienstag, 17. April 2018

Darß-Wanderung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: Nordstrand, Darßer Ort, Weststrand, Darßwald

Darßer Leuchtturm am Darßer Weststrand

Sonniges Wetter motiviert zu einer Darß-Wanderung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Von Born a. Darß nehmen wir den Bus der Linie 210 nach Prerow (Einzelfahrt 2,70 €). Ab Prerow gehen wir entlang des Nordstrands in Richtung Darßer Ort (1:00 Std.), den wir auf Bohlen-Wegen bis zum Weststrand durchqueren (0:45 Std.). Nach 1:30 Std. Wanderung am Weststrand erreichen wir den Müller-Graben, ab dem wir durch den Darßwald via Müllerweg, k-Gestell, Bibersteig in 1:45 Std. nach Born a. Darß zurückkehren (ca. 23 km, 5:00 Std. Gesamtgehzeit). - Fotoserie

Montag, 1. Mai 2017

Feuersteinfelder, dynamische Landschaften, Heiligtümer und Tourist Traps an Rügens Ostküste

Blick von Vitt zur Steiküste am Kap Arkona Feuersteinfeld in der Schmalen Heide Megalithanlage Großsteingrab Nobbin, Sprockhoff-Nr. 466)

Heute wandern wir zur Steilküste Kap Arkona auf der Halbinsel Wittow im Nordosten von Rügen. Das als Flächendenkmal geschützte Kap ist nicht nur ein imposanter, sondern auch ein geschichtsträchtiger Ort, den täglich viele Menschen besuchen. Das von Besucher-PKW's verursachte Verkehrsaufkommen hat Maßnahmen zur Verkehrssteuerung und zur weiträumigen Verkehrsberuhigung des Kaps motiviert, was prinzipiell zu begrüßen ist, ahnungslose Besucher jedoch in eine perfekt organisierte 'Tourist Trap' geraten lässt.(1) Wir sind nicht ahnungslos und lassen uns nicht in die Tasche greifen. Ehe die 'Tourist Trap' zuschnappt, stellen wir das Auto (kostenlos) am Rand des Ortes Juliusruh ab.(2) Auf aussichtsreichen Wegen entlang der Ostseeküste passieren wir die Megalithanlage des Großsteingrabs Nobbin und das Fischerdorf Vitt, bis wir nach 2-stündiger Wanderung das Kap Arkona erreichen.
Auf halbem Weg zwischen unserem Ferienwohnsitz auf der Halbinsel Mönchgut und dem Tagesziel unterbrechen wir die Anreise, um in der Schmalen Heide, eine Nehrung zwischen den Orten Binz und Sassnitz, ein Naturschutzgebiet mit Feuersteinfeldern zu besichtigen.

Samstag, 22. April 2017

Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer' im wandernden Darßwald des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft

Gruppe mit Rangerin Angelika Drei Mal ist Ostfriesenrecht. Im Rheinland wird die Wiederholung von 3 Ereignissen Tradition. Bereits zum dritten Mal nehmen wir am Tag vor dem Darß-Marathon(1) im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an der Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer' teil.(2) Nach naß-kaltem Wetter an den Vortagen versammeln sich bei heute trocken-kaltem Wetter und stürmischem Wind 15 Interessierte und Rangerin Angelika im Darßwald am Parkplatz Drei Eichen zur kostenlosen Führung. Angelika haben wir in guter Erinnerung aufgrund einer Führung vor 2 Jahren. Die Rangerin macht uns auf einer 6 km langen Runde über 3 kurzweilige Stunden ebenso kompetent und engagiert wie entspannt und freundlich auf Details aufmerksam, von denen wir bei eigenen Wanderungen viele übersehen würden oder die unerklärt blieben, wenn wir sie wahrnähmen. - Fotogalerie  Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer'


Dienstag, 3. Mai 2016

Wanderung auf der Insel Hiddensee

Blick von Hiddensee über Alt- und Neubessin nach RügenLeuchtturm Hiddensee Seit 14 Jahren reisen wir regelmäßig nach Rügen. Ein Besuch der Insel Hiddensee hat heute Premiere.(1) Vom Hafen Schaprode nutzen wir ein 'Wassertaxi'. Zum Preis von 12,50 € pro Person und Fahrt setzen wir in 15 Minuten nach Vitte über. Eine Fahrt mit der Fähre wäre billiger, aber sie dauert länger und Abfahrtzeiten sind ungünstiger für uns.
Auf der für privaten Autoverkehr gesperrten Insel leben permanent ca. 1000 Bewohner, die ihrerseits überwiegend vom Tourismus leben. Ca. 1.500 Gästebetten sowie jährlich ca. 142.000 Übernachtungen und 300.000 Tagesgäste werden bewirtschaftet. Touristische Infrastruktur prägt den ersten Eindruck unseres Besuchs.(1) Seitens touristischer Besucher (wie wir) wären Klagen über diesen Sachverhalt absurd. Der Fokus unseres Besuchs liegt ohnehin auf Landschaft und Natur. Bei einer Wanderung über den Nordteil der Insel möchten wir Eindrücke aufnehmen. Was wir als 'Natur' betrachten, ist jedoch eher als 'Kultur' einzuordnen.(3) Fotogalerie Hiddensee

Montag, 2. Mai 2016

Exkursion Insel Vilm im Biosphärenreservat Südost-Rügen

Alter Baum auf dem Großen VilmMotiv auf dem Großen Vilm500-600 Jahre alte Huteeiche

Eine geführte Exkursion im Naturschutzgebiet Insel Vilm ist keine sportliche Wanderung, sondern bestenfalls ein Spaziergang über 3 km, bei dem keine Kilometer, sondern nur das Naturerlebnis eines exklusiven Biotops zählt. Seit 1990 steht die 0,94 km² große Insel Vilm im Biosphärenreservat Südost-Rügen unter strengem Naturschutz, nachdem sie bereits seit der Steinzeit mehr oder weniger intensiv landwirtschaftlich und über 2 Jahrhunderte touristisch bewirtschaftet wurde. In der Gegenwart findet eine Umformung vom Hudewald zum Naturwald statt. 'Urwald', mit dem für Exkursionen geworben wird, ist bestenfalls 'Zukunftsmusik'.
Um Naturprozesse möglichst wenig zu stören, dürfen maximal 30 Besucher im Rahmen geführter Exkursionen die Insel betreten. Nach Voranmeldung entrichten wir eine Teilnahmegebühr von 18 € pP und erreichen nach 15 Minuten Fahrzeit ab Hafen Lauterbach eine vor ca. 10.000 Jahren von der letzten (Weichsel-) Eiszeit geformten Oase. Auf 3 eiszeitlichen Endmoränenkernen (Großer, Kleiner und Mittel-Vilm), die sich erst vor ca. 3000 Jahren von der Insel Rügen lösten und anschließend zusammenwuchsen, sind nicht weniger als 500 Pflanzenarten und 65 Brutvogelarten anzutreffen.
Auf der Exkursion werden wir nicht mit oberflächlichen Informationen abgespeist. Andreas Kuhfuß erweist sich als ebenso sachkundiger wie informationsfreudiger und humoriger Guide. Botanischen Laien vermittelt er während der 2,5-stündigen Führung komplexe Kontexte und Prozesse von Flora, Fauna und Kultur in ihren wechselseitigen Abhängigkeiten. Bei perfektem Frühjahrswetter sind 2,5 Stunden spannender Führung im Nu vorbei und zu kurz, um allen Fragen nachzugehen, aber im Zeitalter elektronischer Medien bietet der virtuelle Raum genug Antworten. Fotogalerie Insel Vilm und Umgebung von Putbus

Sonntag, 1. Mai 2016

Mai-Wanderung von den Zickerschen Alpen über das Mönchguter Heringsfest zu Adeline von Schimmelmann

Museumsschiff Luise in GöhrenWildbegegnung in den Zickerschen Bergen auf Mönchgut Die 'Zickerschen Alpen' haben uns vor 3 Tagen trotz Regenwetter begeistert (Post 28.04.2016), weshalb wir den 8-10 km langen Weg heute noch einmal bei sonnigem Wetter gehen. Die überschaubare Runde hat Suchtpotenzial. Als Ortsansässige wären wir täglich in den Zickerschen Bergen unterwegs.
Nach zweitem Frühstück auf der Terrasse der Ferienunterkunft wandern wir in entgegengesetzter Richtung entlang des Ostseestrands zum Seebad Göhren. Der Ort ist uns lediglich als Endstation der touristischen Schmalspurbahn Rasender Roland bekannt, aber er hat mehr zu bieten, z.B. ein Heringsfest am jeweils ersten Wochenende des Monats Mai. Unsere Vermieter machen auf die Veranstaltung aufmerksam, die wir uns nicht entgehen lassen. Als bekannteste Persönlichkeit des Ortes Göhren gilt die ebenso fromme wie exzentrische Gräfin Adeline von Schimmelmann (1854-1913), die uns bislang unbekannt ist. Recherchen zeigen eine bemerkenswerte, tief in Zeitgeschichte verwobene Biographie. Fotogalerien: Zickersche  Alpen - Heringsfest Göhren

Samstag, 30. April 2016

Granitz-Wanderung über das Seebad Binz

Grabmahl 'Finnischer Krieger' auf der GranitzGroßsteingrab aus der Jungsteinzeit Seit der Völkerwanderung besiedelte das slawische Volk der Ranen die Insel Rügen. weshalb viele Namen slawischen Ursprungs sind. Das gilt auch für die Granitz, ein bewaldeter Höhenrücken zwischen Binz und Lancken-Granitz, der zum Biosphärenreservat Südost-Rügen zählt. Bevor Rügen slawisch wurde, war die Insel vom ostgermanischen Stamm der Rugier besiedelt. Die Siedlungsgeschichte der Insel reicht jedoch viel weiter zurück in die Vergangenheit. Zahlreiche Großsteingräber (nur wenige sind erhalten), werden der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur zugeordnet. Etliche dieser Megalithanlagen haben wir bei vorausgegangenen Reisen besichtigt. Das Herzogsgrab beim Ort Middelhagen ist uns bisher entgangen. Die Lücke füllen wir auf der Fahrt zum Granitz. - Fotogalerie Granitz-Wanderung

Freitag, 29. April 2016

Wanderglück am Hochuferweg der Rügener Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund

Kieselstrand an Rügener KreidefelsenBlick von der Viktoriasicht auf Königsstuhl und Findling Waschstein Nach verregneten Tagen genießen wir heute sonniges Wetter, das uns zur Tour auf dem Hochuferweg durch die Stubnitz im Nationalpark Jasmund motiviert. Unsere letzte Wanderung von Sassnitz bis zum Königsstuhl liegt mehr als 4 Jahre zurück (Post vom 20.02.2012) und fand im Winter statt, so dass wir die vereisten Abstiege zum Strand vermieden haben. Kreideformationen, wie sie nur auf Rügen und der dänischen Insel Møn zu finden sind, decken ca. 70 Millionen Jahre alte Überreste eines Urmeeres der Kreidezeit auf (eine Epoche des Mesozoikums). Am Kieselstrand der Stubbenkammer kommen wir Erdgeschichte zum Greifen nah. Fotogalerie Rügener Kreidefelsen

Donnerstag, 28. April 2016

April-Wanderung über die Zickerschen Berge am Zickerschen Höft

Zickersches Höft der Halbinsel Mönchgut, RügenFerienhaus in Gager, Rügen Vom Darß sind wir gestern nach Rügen gereist und haben in Gager auf der Halbinsel Mönchgut eine komfortabel und hochwertig eingerichtete Ferienwohnung bezogen.(*) Das Ferienhaus liegt im Biosphärenreservat Südost-Rügen auf der beschaulichen und unter Naturschutz gestellten Halbinsel Mönchgut zwischen der Ostseebucht Zickerscher See und den bis zu 66 m hohen Zickerschen Bergen ('Zickersche Alpen'), über die unsere heutige Wanderung entlang der Kliffküste 'Zickersches Höft' führt. Höhenprobleme fürchten wir nicht, sondern eher schweres Wetter, das uns jedoch erst im malerischen Dorf Groß Zicker erreicht. Kräftige Regenschauer sitzen wir in der alten Dorfkirche aus. Trotz wechselhaftem April-Wetter begeistern uns Landschaft, Natur und Kultur. Wir nehmen uns vor, die Wanderung in den nächsten Tagen bei sonnigerem Wetter zu wiederholen. Fotogalerie Ferienhaus Mönchgut - Fotogalerie April-Wanderung über die Zickerschen Berge

Samstag, 23. April 2016

Rangerführung Darßwald und Weststrand mit Holger Beu

Rangergruppe an Holgerbuche im DarßwaldWeststrand  Altdarß Wie im Vorjahr nehmen wir am Tag vor dem Darß-Marathon mit einer kleinen Gruppe an der Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer' im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft teil (Post 25.04.2015). Während wir im Vorjahr Regen trotzen mussten, genießen wir heute die Landschaft im Sonnenschein. Ranger Holger Beu ist bestens aufgelegt und öffnet uns auf der fast vierstündigen Führung die Augen für Natur und Kultur am Darß. Höhepunkt der Führung ist ein Abstecher zu 'Holgers Buche'. Fotogalerie Rangerführung

Mehr über den Darß:
Cornelius Pollmer über den Darß in der SZ vom 12.09.2013: Sinfonie im Schilf
Post vom 22.04.2016 über Darß-Wanderungen: Darßwald, Weststrand, Darßer Ort
Post vom 24.04.2016 zum 11. Darß-Marathon: Kölner Walker trotzen Wintereinbruch mit persönlichen Streckenrekorden und Altersklassensieg

Freitag, 22. April 2016

Donnerstag, 30. April 2015

Wanderung am Prerowstrom zwischen Darß und Zingst auf Spurensuche nach Hertesburg, Störtebeker, Vitalienbrüder

Prerowstrom
Am letzten Tag unseres diesjährigen Aufenthaltes auf dem Darß unternehmen wir bei wechselhaftem Wetter eine kurze Wanderung am Prerowstrom zur Hertesburg, eine ehemalige slawische Burgwallanlage, die vermutlich der letzte slawische Rügenfürst Wizlaw III. im 13. Jahrhundert zur militärischen Kontrolle von Ostseezugängen errichteten ließ. Lokale Legenden sprechen von 'Störtebekers Burg'. Dass Klaus Störtebeker, Mitglied der anarchisch organisierten Bruderschaft Vitalienbrüder(1,2), mit seiner Crew die Hertesburg als Rückzugsort nutzte, ist nicht auszuschließen, aber so wenig historisch gesichert wie die legendäre Hinrichtung der gesamten Mannschaft am 21. Oktober 1401 in Hamburg. Angesichts der Quellenlage gilt selbst die Identität der Person als unsicher.
In Karten ist die Hertesburg vermerkt, touristisch ist die Anlage eine Brache. Wir erwarten keine spektakulären Eindrücke, vermissen jedoch Hinweise oder Wegweiser zum Ort. Einen Parkplatz an der Bundesstraße zwischen Prerow und Zingst vermuten wir als geeigneten Startort. Die Werbetafel der Herberge an der Hertesburg stimmt zuversichtlich. Entlang des Prerowstroms wandern wir dem vermeintlichen Ort der Hertesburg entgegen. Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 29. April 2015

Wanderglück am wilden Weststrand des wilden Darßwaldes

Windflüchter am Weststrand des Darß
Sonniges Wetter motiviert uns zu einer etwas ausgedehnteren Darß-Wanderung. Auf geschätzten 22-23 km Länge (5,5 Stunden Gehzeit) verbinden wir mehrere Highlights der vorausgegangen Wanderwoche zu einer Rundtour ab/bis Born.(1) Im Darßwald folgen wir dem Weg 'g-Gestell', ein Abschnitt der Wettkampfstrecke des Darß- (Halb-)Marathons (Post zum 10. Darß-Marathon), vorbei an Großmutter(2) und Bruchwald über das Peterskreuz in Richtung Prerow. Den nördlichen Teil des Weststrandes kennen wir vom Darßer Ort bis zum Mittelweg (Post der Wanderung vom 20.04.2015). Ab Mittelweg schreiten wir am grandiosen Weststrand in Richtung Ahrenshoop eine faszinierende Parade von Windflüchtern und Totholz ab. Am Esper Ort(3) treffen wir auf den Müller-Graben(4), der die Buchhorster Maase entwässert (Post der Wanderung vom 21.04.2015). Den Graben wollen wir nicht barfuß duchwaten und ziehen feuchte Schuhe vor. Die Rehberge(5) sind uns seit einer Ranger-Führung bekannt (Post vom 25.04.2015). Hier verlassen wir den Weststrand und kehren durch den Darßwald zurück nach Born. Diashow der Fotoserie

Samstag, 25. April 2015

Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer' im Darßwald des Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Windflüchter und Totholz am Weststrand des Darß
Ranger bieten regelmäßig kostenlose Themen-Führungen im Nationalpark Vorpommersche Bodddenlandschaften an (Spenden sind erwünscht). Am Vortag des Darß-Marathons (Post zum 10. Darß-Marathon) findet sich eine Gruppe von 8 Personen am 'Parkplatz Drei Eichen' zur Führung 'Wilder Wald am Meer' im Darßwald ein. Unser Guide ist eine Rangerin, die seit 1986 als Försterin auf dem Darß tätig ist und die gesamte Entwicklung des Nationalparks, der politischen Wende und des nachfolgenden Umbruchs hautnah miterlebte. Die interessierte Gruppe motiviert die Rangerin zur Bestform. Ihre Führung am urwüchsigem Weststrand, entlang dem mit Buchenwald überwachsenem 'Alten Meeresufer' und durch als 'Erlenbrüche' bezeichnete Brackwasserwälder ist mit 2,5 Stunden Dauer angegeben. Nach 3,5 Stunden leichter Wanderung kehren wir bereichert um tiefe Eindrücke in Natur und Kultur dieser Landschaft zum Parkplatz zurück und spenden gerne einen Beitrag für engagierte Nationalparkarbeit. Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 22. April 2015

Boddenwanderung zwischen Born und Ahrenshoop

Räucherhaus im Hafen Althagen
Der Deichweg am Saaler Bodden zwischen Born und Ahrenshoop ist eine beliebte Wander- und Radstrecke, die wir schon oft gegangen und gelaufen sind. Unser Etappenziel ist heute der ca. 10 km entfernte Hafen Althagen bei Ahrenshoop am Saaler Bodden. Vom östlichen Rand des Ortes Born gehen wir fast eine Stunde, bis der Deichweg nach Ahrenshoop erreicht ist. Nach Durchquerung der Ferienanlage Regenbogen liegt vor uns der Deich, der heute merkwürdig fremd wirkt. Er scheint breiter und flacher als in unserer Erinnerung zu sein. Wir sind uns sicher, das Landschaftsbild hat sich verändert. Diashow der Fotoserie






Dienstag, 21. April 2015

Auf Darß-Wanderungen begegnen uns dynamische Wald- und Boddenlandschaften

Geländestufe 'altes Meeresufer' im Darßwald
Ostsee und ihre umgebenden Landschaften wirken bei naiver Betrachtung eher geruhsam. Unter geologischen Aspekten zeigt das Landschaftsbild an der Ostsee in erdgeschichtlich junger Zeit eine Dynamik, die sich menschlicher Wahrnehmung nicht unmittelbar erschließt und dank wissenschaftlicher Betrachtung verständlich wird. Vor ca. 12.000 Jahren setzte der Rückzug des komplexen Geschehens der Weichsel-Eiszeit ein, die über etwa 100.000 Jahre Landschaften formte und die Ostsee als Erbe hinterließ. Aber auch klimatische Bedingungen der aktuellen Warmzeit verändern kontinuierlich Küstenlandschaften an Nord- und Ostsee. Eine Wanderung im Darßwald auf dem 'Mecklenburger Weg'(1) entlang der Geländestufe 'Altes Meeresufer' macht deutlich, dass die Geomorphologie der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst als geologischer 'Schnappschuss' zu verstehen ist.(2) Die der Küste nachgelagerte Boddenlandschaft unterliegt vergleichbarer Dynamik. Bei weiträumiger Betrachtung entziehen sich geologische und klimatische Dynamik menschlicher Beherrschung. Kurzfristig beeinflusst politische Dynamik das Geschehen. Auf der 4,25-stündigen Wanderung (ca. 15 km) vermittelt eine weitere Lektion, dass Verteilungen von Kosten und Nutzen menschlicher Eingriffe von kaum transparenten und wenig vertrauenswürdigen Interessenlagen dominiert werden. Diashow der Fotoserie
 

Montag, 20. April 2015

Darß-Wanderung von Prerow über den Darßer Ort

Weststrand Darß
Seit mehr als 10 Jahren reisen wir nach Fischland-Darß-Zingst, aber erst im Vorjahr haben wir die uns begeisternde Wanderroute im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft über den Darßer Ort entdeckt (Post vom 25.04.2014), die wir heute bei besten Wetterbedingungen auf einem Abschnitt wiederholen. Das dynamische Anlandungsgebiet an der Grenze zur Ostsee bildet als Vogelschutzgebiet ein Kerngebiet des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.(1) An der Grenze des Kerngebietes erschließt ein faszinierender Rundwanderweg die Landschaft für Besucher. Mehrere Aussichtsplattformen ziehen inbesondere Bird Watcher an.   
Die beschriebene Route hat eine Länge von max. 15 km und erfordert ca. 4 Stunden Gehzeit. Diashow der Fotoserie