Dienstag, 18. Juli 2017

Schnalstalwanderung zur Klosteralm bei Karthaus - Besichtigung Karthaus

Klosteralm, 2.154 m

Für größere Höhen ist das Wetter heute weniger geeignet. Wir bleiben trotzdem nicht untätig und unternehmen eine Wanderung im Schnalstal von Karthaus zur Klosteralm (2.154 m). Da wir vom Waldparkplatz in 1.540 m Höhe starten, sind lediglich 600 m bis zur Alm anzusteigen. Wer es bequemer liebt, bleibt auf dem Wirtschaftsweg und erreicht die Alm in 1:45 Std.. Wer die sportlichere Variante bevorzugt, wählt den direkteren, deutlich steileren Weg Nr. 23 (1:20 Std.). 25 Minuten Zeitersparnis kosten viel Schweiß. Bei einer ausgiebigen Rast an der Klosteralm sammeln wir neue Kräfte für den Rückweg (1:05 Std. auf dem Wirtschaftsweg). (2:25 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Ausstellung Kunst in der Kartause Das Dorf Karthaus ist eine Besichtigung wert, zumal am vergangenen Wochenende die Jubiläumsausstellung zu 30 Jahren Kunst in der Kartause mit dem Titel 'Kultur ist eine Ordensregel' eröffnet wurde (15.07.-20.08.2017). Karthaus geht auf das im 14. Jahrhundert gegründete Kartäuserkloster Allerengelberg zurück (PDF-Flyer Silentium). Das Kloster wurde zwar im Rahmen Josephinischer Reformen 1782 aufgelöst, aber Spuren der ehemaligen Klosteranlage und eine gelungene Ortsgestaltung verleihen dem Dorf eine besondere Magie. Die aktuelle Ausstellung beschränkt sich nicht auf Räumlichkeiten des ehemaligen Kreuzgangs. Objekte von insgesamt 8 Südtiroler Künstlern sind über das gesamte Dorf verteilt. - Fotogalerie

Montag, 17. Juli 2017

Schnalstalwanderung über das Taschjöchl, 2.772 m

Wandergruppe am Tascheljöchl, 2.772 m Das 2.772 m hohe Tascheljöchl ist ein Übergang eines archaischen Weges zwischen dem Vinschgau bei Schlanders und dem Schnalstal bei Kurzras. Der lange Weg durch das wunderschöne, einsame Schlandrauntal ist uns mittlerweile vor allem wegen ca. 2.000 m Höhendifferenz zu beschwerlich. Bei perfekten Wetter- und Sichtbedingungen begnügen wir uns mit ca. 800 m Anstieg und 1.000 m Abstieg auf Rundwanderung über das Tascheljöchl. Wir starten am Wieshof bei Kurzras im Schnalstal. Weg Nr. 4 führt zunächst durch schattigen Kiefernwald zum Lagauntal, eine urzeitliche Siedlungsfläche, die wir nach 50 Minuten erreichen. Ab hier windet sich der hervorragend ausgebaute Weg deutlich steiler bis zum Tascheljöchl (2:20 Std. ab Wieshof). Eine grandiose Aussicht rechtfertigt alle Anstrengungen. Nach ausgiebiger Rast an den Ruinen der verfallenen Alten Heilbronner Hütte steigen wir zur Bergl Alm (2.214 m) ab, die in dieser Saison zwar eine Baustelle ist, aber trotzdem eine eingeschränkte Bewirtung anbietet (1:05 Std, ab Tascheljöchl). Nach weiteren 35 Minuten Abstieg erreichen wir das Hotel Gerstgras, von dem wir mit dem Linienbus zum Ausgangspunkt zurückkehren. (4 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Sonntag, 16. Juli 2017

Schnalstalwanderung über den Lafetzberg

Lafetzberg (Mastaunpichl), 2.285 m Den Rundweg im mittleren Schnalstal über den 2.285 m hohen Lafetzberg (auch 'Mastaunpichl' oder 'Bichele', mundartlich für 'Hügel') zwischen Mastauntal und Lafetztal haben wir im Vorjahr entdeckt (Post vom 2.08.2016). Heute gehen wir die Runde vom Parkplatz am archeoParc in Unsere Frau (1.500 m) in der Gegenrichtung über das Mastauntal und die Mastaunalm auf den Lafetzberg. Bei der Alm (35 Minuten) verlassen wir den Almenweg und steigen auf dem gut ausgebauten Weg Nr. 19 steil im Kiefernwald auf. Nach 1:40 Std. erreichen wir an der Baumgrenze den mit einem Gipfelkreuz versehenen 'Lafetzberg', ein Aussichtspunkt mit großartigem Ausblick auf das Schnalstal und Dreitausender des Schnalskamms. Eine Bank lädt zum Rasten und Verweilen ein. Da wir früh zu diesem beliebten Platz aufgestiegen sind, gehört er uns exklusiv. Der Abstieg über die Lafetzalm (45 Minuten ab Lafetzberg) ist ein wenig länger als der Anstieg, aber zwischen flacheren Passagen nicht weniger steil. (1:45 Std. Abstieg, 3:25 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Dienstag, 11. Juli 2017

Schlernwanderung ab Ums auf dem Knüppelweg zur Sesselschwaige

Wanderweg durch die Teufelsschlucht Blick von Ums zum Ritten Sesselschwaige

Unser Ziel ist heute nicht der Schlerngipfel (den haben wir bereits vor einigen Tagen besucht: Post vom 7.07.2017), sondern die Sesselschwaige an der Waldgrenze unterhalb des Schlernplateaus (Routenbeschreibung). Die Wanderung startet in 930 m Höhe am Parkplatz des Dörfchens Ums zwischen Völs und Prösels. Aus Richtung Ums blicken wir zum Eisacktal und darüber hinaus. Unser Weg führt jedoch mit mehr als 1000 m Höhendifferenz in die Gegenrichtung, in der Morgendunst und Wolken den Blick auf Schlern und Hammerwand vernebeln. Am Vormittag steigt die Wolkengrenze jedoch höher und das Wetter bleibt bis zum Abend friedlich. - Fotogalerie

Sonntag, 9. Juli 2017

Sonntags-Ausflug mit Ritten-Spaziergang von Klobenstein nach Maria Saal

Ritten, Schlern, Rosengarten

Rast am Gasthaus Maria SaalWanderweg zu Erdpyramiden im Finsterbachgraben Das Wetter ist heute labil und die Beine sind nach einer Schlerntour noch schwer (Post vom 7.07.2017). Wir halten den Ball flach und unternehmen auf den Spuren berühmter Sommerfrischler wie Bronisław Malinowski, Sigmund Freud und Franz Kafka einen Ausflug auf den Ritten, den wir mit einer kurzen Wanderung verbinden. Dank Mobilcard nutzen wir den Bus nach Bozen, die Rittner Seilbahn nach Oberbozen und die Rittner Bahn nach Klobenstein ohne weitere Kosten und sparen glatt 20 € pP. Die Wanderung von Klobenstein nach Maria Saal via Fennpromenade und Erdpyramiden im Finsterbachgraben erweist sich eher als ein Spaziergang ohne besondere Anstrengungen. Nach 1:15 Std. erreichen wir die Wallfahrtskirche Maria Saal bei Mittelberg. Auch ohne größere Anstrengungen schmeckt uns der Kuchen im Gasthaus Maria Saal, ehe wir ab dem Gasthaus den Bus zurück nach Bozen nehmen. - Fotogalerie

Mittwoch, 5. Juli 2017

Kulturtour zum Kloster Säben im Eisacktal bei Klausen

Kloster Säben Wer durch das enge Eisacktal fährt und in der Höhe von Klausen seinen Kopf in Richtung oberer Nordhang verrenkt, blickt zu Gebäuden des Klosters Säben. Wir haben schon oft und aus verschiedenen Richtungen zum Kloster Säben geblickt, zuletzt während unserer Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen. Aus der Nähe konnten wir das Kloster auch auf dieser Wanderung nicht betrachten, weil die Wanderroute durch den Graben des Tinnebachs nach Klausen führt. Allerdings gilt das Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Klostergebäude ohnehin als keine herausragende kulturhistorische Sehenswürdigkeit und kann nur von außen besichtigt werden. Im Kloster lebende kontemplative Benediktinerinnen möchten in ihrer strengen Klausur ungestört bleiben, aber das Klostergelände und 3 Kirchen stehen Besuchern offen. Nach einer Halbtages-Wanderung auf dem Geotrail Pufels betreten wir am Nachmittag den 'heiligen' Säbener Berg. - Fotogalerie

Geotrail Pufels - Entstehung der Dolomiten, Perm-Trias-Grenze, Felssturz von Pontives

Sedimentschichten am Geotrail Pufels

Das Seiser-Alm-Magazin 'Alpe' berichtet in Ausgabe Sommer 2013 ("Wie kommt die Muschel in die Berge?") über einen 2011 neu eingerichteten Themenweg, den Geotrail Pufels, der rund 300 Millionen Jahre Erdgeschichte anschaulich macht. Die Thematik interessiert uns und der Themenweg zwischen dem Panider Sattel und Pufels im Grödnertal ist in wenigen Minuten Fahrzeit erreichbar. Unsere Eindrücke auf dem Themenweg beschreibt dieser Post. - Fotogalerie

Montag, 3. Juli 2017

Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen

Wanderin auf dem Keschtnweg bei Sauders Von dieser attraktiven Etappe des Keschtnwegs im Eisacktal auf dem Abschnitt von Barbian über Villanders nach Klausen wollen wir nicht abschrecken, aber der Schlussabstieg nach Klausen verstimmt uns. Ob das Geländeprofil die Routenführung des Keschtnwegs über Klausen erzwingt, können wir mangels Ortskenntnis nicht beurteilen. Ebenso wissen wir nicht, ob der alternative Abstieg über den Johanser-Hof angenehmer zu gehen ist. Wie auch immer es sei, wenn Wanderer über Güllewiesen auf einen steilen Schutthang des Tinnetals genötigt werden und Gewerbezonen sowie Baustellen durchqueren müssen, bis sie endlich die Altstadt erreichen, ist der Abstieg schlecht gelöst und keine Werbung für den Keschtnweg. Dass wir unsere Wanderserie auf dem Keschtnweg vorerst beenden(1), ist nicht dem angemerkten Sachverhalt geschuldet, sondern ansteigenden Temperaturen, mit denen Aktivitäten in höheren Lagen möglich werden und ratsam sind. Nun aber der Reihe nach. - Fotogalerie

Sonntag, 2. Juli 2017

Ritten-Wanderung auf dem Keschtnweg von Lengstein nach Unterinn

Schlern, Hammerwand, Rosengarten, Völseggspitze, Latemar
Die gestern in Saubach begonnene Wanderung auf dem Rittener Keschtnweg hat uns ungewollt nach Lengstein verschlagen (Post vom 1.07.2017). Ab dort setzen wir heute die Wanderung bis zur Gemeinde Unterinn fort (Routeninformation). Die landschaftlich interessante und aussichtsreiche Strecke ist kein Spazierweg, weil im ständigen Auf- und Ab mehrere Gräben mit Bächen zu überwinden sind. Im letzten Graben vor Unterinn besichtigen wir eine Erdpyramiden-Formation, von denen auf dem Ritten mehrere bestehen. Am östlichen Rand der Gemeinde Unterinn liegt ca. 3 km vom Ortszentrum entfernt das Weingut Ansitz Dolomytos Sacker, das wir uns gerne angeschaut hätten. Auf einen Abstecher verzichten wir, um den Bus nach Lengstein nicht zu verpassen (10 km - 3,5 Std. Gehzeit). Fotogalerie - Fortsetzung 3.07.2017: Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen  

Samstag, 1. Juli 2017

Ritten-Wanderung auf dem Keschtnweg von Saubach nach Lengstein

St. Andreas, 14. JH., am Kaiserweg (Via Raetia) bei Antlas Das Wetter entwickelt sich zwar sommerlicher, aber es bleibt noch immer wechselhaft, weshalb wir eine Wanderung in tieferen Lagen auf dem Ritten unternehmen. Mit der von unseren Gastgebern zur Verfügung gestellten Mobilcard nutzen wir Buslinien von Seis am Schlern über Waidbruck nach Saubach, Ortsteil von Barbian, um einen Abschnitt des 63 km langen Keschtnwegs(1) bis in die Nähe von Klobenstein zu gehen. Der Auftakt mit gleich mehreren Highlights stimmt euphorisch, aber nach etwa halber Wegstrecke wendet sich das Blatt. - Fotogalerie





Freitag, 30. Juni 2017

Wanderung auf dem Oachner Höfeweg

Schloß Prösels

Die Wettersituation zwingt uns in tiefere Lagen mit Mittelgebirgscharakter, in denen wir eine Wanderung auf dem Oachner Höfeweg (PDF) unternehmen ('Oacha' ist eine mundartliche Verballhornung des Ortsnamens 'Aicha'). Der Weg führt über 8 km am Nordhang des Tierser Tals von Schloss Prösels bei Völs am Schlern vorbei an einigen sehenswerten alten Höfen bis zur Kirche St. Katharina in der zur Tierser Fraktion Breien gehörenden Siedlung St. Kathrein. Geschichte und Gebäude einiger Höfe am Weg werden z.T.  bis ins 13. Jahrhundert datiert. Die Siedlungsgeschichte an den Hängen des Tierser Tals ist jedoch viel älter und lässt sich über 6000 Jahre zurückverfolgen. Nach 2:50 Std. erreichen wir das im 13. Jahrhundert ursprünglich im romanischen Stil errichtete und im 15. Jahrhundert gotisch erweiterte Kirchlein St. Katharina. Bemerkenswert sind an der Außenwand der Kirche Fresken im gotischen Stil aus dem Jahr 1420. Der nie übermalte Bilderzyklus erzählt in lebendigen Farben die Legende der Königstochter Katharina von Alexandria.
Nach kurzer Rast gehen wir den Höfeweg ca. 15 Minuten zurück und setzen ihn auf einer kräftig ansteigenden Abzweigung zum Berggasthof Schönblick fort, in den wir nach 3:40 Std. Wanderung einkehren. In ca. 1200 m Höhe bietet der Gasthof neben guter Küche bei günstiger Wetterlage ein phantastisches Bergpanorama. Wie an den Vortagen ist auch heute das Wetter eher bescheiden. Während unserer Rast zieht das obligatorische Gewitter heran, so dass wir auf dem 45-minütigen Rückweg über das Biotop Schnaggenkreuz nach Prösels wieder einmal die Beine in die Hand nehmen und schließlich froh sind, nur nass zu werden. (4:35 Std. Gehzeit) - Fotogalerie

Mittwoch, 28. Juni 2017

Wolkenwanderung im Tierser Tal über die etwas andere Tschafonhütte zur Völseggspitze

Rosengarten und Latemar

Nein, heute sind wir nicht in Regenschauer geraten. Ja, Gewitter gab es auch, aber sie zogen erst auf dem Rückweg unserer Wanderung von Weißlahnbad zur Völseggspitze auf. Wir konnten noch rechtzeitig das Auto erreichen, ehe das Wetter kippte. Glück gehabt, aber heute auch alles richtig gemacht.
In Anbetracht der unsicheren Wetterlage wählen wir ein Wanderziel, das nicht allzu hoch liegt und von dem wir uns schnell zurückziehen können. Die Wanderung zur Völseggspitze ist keine Notlösung, sondern eine unserer leichteren Lieblingstouren, die großartige Aussichten mit einer besonderen Hütte kombiniert. - Fotogalerie 2017 - Fotogalerie 2016 - Fotogalerie 2015

Dienstag, 27. Juni 2017

Gewitter am Geologensteig im Schlerngebiet

Dass Wetterportale bei schwierigen Wetterlagen versagen (obwohl sie gerade dann nützlich wären), beweisen sie heute einmal mehr. Für den Vormittag ist moderates Wetter ohne Gewitter mit geringer Regenwahrscheinlich prognostiziert, während am Nachmittag mit Regen und Gewittern zu rechnen sei. Tatsächlich kommt es genau umgekehrt. Mit Regen können wir umgehen, aber vor Gewittern haben wir großen Respekt. Vorsichtshalber unternehmen wir eine kürzere Tour auf dem Geologensteig des Schlerngebietes in der Umgebung unserer Unterkunft. Nach 1:20 Std. Wanderung setzt zunächst Regen ein, dann kracht es mehrmals gewaltig. Ein Gewitter nähert sich. Glücklicherweise erreichen wir 10 Minuten später die Proßliner Schwaige, an der wir den Abzug des Gewitters abwarten. Der nächste Abschnitt der Wanderung führt zur ca. 1 Stunde entfernten Schlernbodenhütte. Zeitgleich mit unserem Eintreffen an der Hütte nähert sich das nächste Gewitter mit Regenschauern. Auf dem Abstieg und am Nachmittag bleibt es immerhin trocken. Gegen Abend wird das Wetter sogar ausgesprochen schön. Fotos haben wir unter diesen Wetterbdingungen nicht aufgeommen. Eindrücke dieser Tour beschreibt ein Post von 2015: Wanderung durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte auf dem Geologensteig bei Bad Ratzes

Montag, 26. Juni 2017

Auftakt-Wanderung von der Seiser Alm zum Schutzhaus Tierser Alpl bei Traumwetter

Schlernpanorama auf der Seiser Alm

Schutzhaus Tierser Alpl, Roterdspitze Bei Ankunft in Seis am Schlern zeigte das Thermometer 33 Grad, und das in 1100m Höhe! Noch am Abend und über den nächsten Tag brachte ein Wettersturz mit Gewittern und Regen Abkühlung. Traumwetter am Folgetag nutzen wir für eine Wanderung von der Seiser Alm zum Schutzhaus Tierser Alpl auf einem Sattel zwischen Schlern und Rosengarten. Da die Zufahrt zur Seiser Alm für private PKW's nur bis 9:00 Uhr möglich ist, starten wir zeitig und beginnen die Wanderung um 8:40 Uhr vom kostenfreien Parkplatz P1 am Spitzbühellift in 1720 m Höhe. 20 Minuten später erreichen wir Compatsch, von wo wir auf den Wegen 7 und 2 der Rosszahnscharte am östlichen Ausläufer des Schlerns entgegengehen, die wir nach ca. 2 Std. erreichen. Phantastische Fernsicht an der 2500 m hohen Scharte belohnt alle Anstrengungen. Ein kurzer Abstieg führt zum unlängst erweiterten, modernisierten und 2015 mit dem Südtiroler Architekturpreis ausgezeichneten Schutzhaus Tierser Alpl (2:20 Std.). Nach verdienter Rast besuchen wir die Kapelle des Schutzhauses, ehe wir den Rückweg auf der etwas längeren und profilierteren Alternativ-Route über die Mahlknechthütte antreten (2:35 Std.). - Fotogalerie

Sonntag, 11. Juni 2017

Rückkehr zum Brough of Deerness im Mull Head Nature Reserve, Orkney Mainland

Mull Head Covenanter's Memorial auf der Halbinsel Deerness Während uns Regenschauer auf unserer gestrigen Kulturtour durch das Heart of Neolithic Orkney  begleiteten, zeigt sich das Wetter bei unserer heutigen Revival-Tour im westlichen Teil von Mainland Orkney wie ausgewechselt und schenkt uns bei einer Wanderung an der Steilküste des Mull Head Nature Reserve auf der Halbinsel Deerness pures Wanderglück (Routenbeschreibung: Walkhighlands Mull Head). Ein leicht ausgesetzter und mit Seilen gesicherter Pfad führt als Abstecher auf die von Pikten und von Wikingern besiedelte Gezeiteninsel Brough of Deerness. Von der ehemaligen Siedlung sind oberflächlich lediglich Ruinen einer 1975/6 von Archäologen freigelegten  Kapelle erhalten (The Chapal on the Brough). Die Wanderung haben wir 2009 schon einmal unternommen. Damals trafen wir auf dem Brough auf Ausgrabungstätigkeit einer Gruppe von Archäologen. Der Leiter der Ausgrabungen, Dr James Barret, Archäologe der Universität Cambridge, erklärte uns, dass er im Rahmen eines Archäologie-Projektes mit einer Studentgruppe Siedlungsspuren untersuche (). Später entdeckten wir einen Forschungsbericht der Ausgrabungen 2009 auf dem Brough of Deernes (PDF, engl.), den eine Webseite über Viking Archeology (engl.) zitiert. Dank tieferer Grabungen in Folgejahren konnte piktische Siedlungsspuren nachgewiesen werden (Pikten auf dem Brough, engl.). Grabungsspuren sind inzwischen von Natur überwachsen. Sichtbar bleiben 390 Millionen Jahre Erdgeschichte dokumentierende geologische Sedimente. 
Fotogalerien: Südliches Orkney Mainland - Nature Reserve Mull Head auf Deerness, Orkney Mainland 

Mittwoch, 31. Mai 2017

An Sgùrr, Insel Eigg

MV Sheerwater im Hafen Airsaig, Insel Eigg im Hintergrund Völlig trockene, sonnige Tage sind an der schottischen Westküste Ausnahmen. Heute ist so ein Tag, den wir mit einem Ausflug zur Insel Eigg feiern, eine der 'Small Isles' der Inselgruppe Innere Hebriden.(1) Angelockt hat uns der An Sgùrr bzw. dessen von Einheimischen als 'The Nose' bezeichneter markanter Gipfel. Das Nasen-Bild ist nachvollziehbar, uns erinnert der Gipfel jedoch an den Shiprock in der Four-Corners-Region des Colorado Plateaus.(2) Mit 397m Höhe ist der An Sgùrr zwar eher ein Hügel als ein Berg, aber Bedingungen und Anforderungen einer Besteigung sind nicht mit Spaziergängen im Mittelgebirge vergleichbar, sondern mit alpinem (Klein-) Format.
Im Linienverkehr sind die kleinen inneren Hebrideninseln via CalMac-Fährverkehr ab Maillag oder von Ende April bis Mitte September mit der MV Sheerwater ab Arisaig zu erreichen. Wir entscheiden uns für die Variante ab Arisaig, die uns 5 Stunden Zeit für den An Sgùrr lässt.(3) - Fotogalerie Insel Eigg

Dienstag, 30. Mai 2017

Kentra Bay und Castle Tioram

Castle Tioram am Loch Moidart

Kentra Beach Während Mitteleuropa derzeit in einer Hitzeblase schmort, hält uns Schottland mit Regenschauern und angenehmen 12-15 Grad frisch. Wegen des unsicheren Wetters unternehmen wir im Nordosten der Halbinsel Ardnamurchan in der Nähe der Ortschaft Acharacle kurze Wanderungen zur Kentra Bay (2:20 Std., Wegbeschreibung Singing Sands near Kentra) sowie zur Burgruine Castle Tioram an der Mündung des River Sheil auf einer Gezeiteninsel im Loch Moidart (30 Minuten ab Parkplatz Dorlinn).
Da gerade Ebbe ist, erreichen wir trockenes Fußes das Castle Tioram und können sogar einen Blick in den Innenhof der Ruine werfen. Die Burgruine ist wegen Einsturzgefahr eigentlich mit einem Zaun verschlossen, aber eine Tür im Zaun steht offen, weil offensichtlich jemand das Schloss geknackt hat.
Wenn Prognosen zutreffen, wird morgen trockenes Wetter mit Sonnenschein vorherrschen. Vorsorglich haben wir eine Bootstour ab Arisaig zur Insel Eigg gebucht.  Fotogalerien: Kentra Bay - Castle Tioram 


Montag, 29. Mai 2017

Ariundle Oakwood Nature Reserve, Western Highlands

Woodland Walk Ariundle Oakwood Nature ReserveStrontian River Nach sonniger Ankunft am gestrigen Nachmittag zeigt sich das Wetter heute wieder west-schottisch, so dass wir nur eine kurze, jedoch absolut lohnenswerte Wanderung entlang des Strontian Rivers und durch gemäßigten Regenwald des Ariundle Oakwood Nature Reserve bei Strontian am Loch Sunart unternehmen. (Wegbeschreibung: Ariundle Oakwoods circular)
Das Naturreservat ist ein Rest eines ehemaligen Eichenwaldgürtels, der sich nach der letzten Eiszeit entlang der Atlantikküste von Portugal bis nach Norwegen ausbreitete und seit dem Neolithikum mit der Sesshaftigkeit von Menschen weitgehend ausgerottet wurde. Im Ariundle Oakwood Nature Reserve treffen Wanderer nicht nur auf alte Eichen, sondern auch auf eine große Vielfalt von Farnen, mehr als 70 Moosarten, mehr als 50 Lebermoosarten und mehr als 200 unterschiedliche Flechtenarten. Botanisch sind wir nicht kompetent genug, um die verschiedenen Arten identifzieren zu können. Wir berauschen uns stattdessen an magischer Stimmung, die sich auf dem Kurs einstellt. Am Ende der Runde setzt nach 1:40 Std. Wanderung Dauerregen ein, für uns das Signal zur Rückkehr. - Fotogalerie Ariundle-Oakwood-Wanderung

Freitag, 12. Mai 2017

Wanderung zur Brand-Baude an der Brand-Aussicht - Aussichtsbalkon der Sächsischen Schweiz

Brandaussicht: Bastei über dem Elbtal

Trotz des auch heute sommerlichen Wetters verkündet die beste aller Ehefrauen nach der gestrigen anstrengenden Tour, heute nur eine kürzere Wanderung unternehmen zu wollen. Entscheidungen dieser Art sind nur selten verhandelbar. Der Hinweis, dass im Hinblick auf den Rennsteiglauf am 20. Mai längere Einheiten zu bevorzugen seien, findet erwartungsgemäß keine Resonanz. O.k., wir wandern heute eine halbe, aber dafür doppelt attraktive Route auf den Brand. Happy woman, easy life! - Fotogalerie Brand-Wanderung

Donnerstag, 11. Mai 2017

Feels Like Summer auf der rechtselbischen Highlight-Tour über die Schrammsteine zu den Affensteinen

Schrammsteinaussicht Eine Wanderung auf Stiegen zu Aussichten von Schrammsteinen und Affensteinen wird nur bei gutem Wetter außerhalb von Sonn-, Feier- und Ferientagen zum Vergnügen. Auf dieses Wetter warten wir seit einer Woche, in der wir uns mit Kälte und Nässe zufrieden geben mussten. Heute passt alles: Sonnenschein, 20 Grad, kein Getümmel.
Ein knackiger Anstieg auf dem Obrigensteig vom Zahnsgrund bei Bad Schandau zu den Schrammtoren bereitet auf das erste Hightlight vor, den nur im Aufstieg zu gehenden Wildschützensteig. Vom Endpunkt des Steigs erreichen wir über Felsstufen, Treppen und Leitern in 5 Minuten das nächste Highlight, die Schrammsteinaussicht.
Nachdem wir uns satt gesehen haben, folgt sogleich ein weiteres Highlight, der als Steig ausgebaute Schrammstein-Gratweg in Richtung Großer Winterberg. Das 4. Highlight der Tour erreichen wir nach 1,5 Std., ein felsiger Aussichtspunkt am Schrammsteinweg. Hier rastet jeder, auch wir. Auf der 'Lehne' steigen wir zum 'Zeughausweg' ab, von dem wir durch die 'Wilde Hölle' zu den Affensteinen aufsteigen wollen. Unachtsamkeit oder Blindheit lassen uns ungeplant in die steil ansteigende und leicht verwilderte 'Domstiege' abbiegen, (Highlight Nr. 5), auf der wir die 'Obere Affensteinpromenade' erreichen. Das Highlight 'Carolafelsen' in 15 Minuten Entfernung lassen wir uns nicht entgehen und rasten am Aussichtspunkt nach weiteren 1:40 Std. Wanderung.
Auf dem Rückweg via Heilige Stiege (Highlight Nr. 7 mit 903 Stufen), 'Heringsgrund' und 'Elbleitenweg' werden die Beine schwer. Sie melden an den Kopf "müde!", also gutes Training für den Rennsteiglauf am 20.05.2017, sagen wir uns. Nach 5 Std. Gehzeit (5:40 Gesamtzeit) sind wir zurück am Startpunkt und lassen den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen auf der Terrasse unserer Ferienwohnung Zur schönen Aussicht ausklingen Highlight Nr. 8). - Fotoserie der Wanderung  

Wir haben es wieder getan: Linkselbische Wanderung über den Pfaffenstein

Pfaffenstein und Quirl
In Ferienzeiten und an Sonn- und Feiertagen ist der attraktive Pfaffenstein hoffnungslos überlaufen und für uns eine No-go-Area. Zur richtigen Zeit ist die Wanderung über den Pfaffenstein ein Must-do der Sächsische Schweiz, das wir bei keinem Aufenthalt versäumen. (Pfaffenstein-Posts aus Vorjahren: 26.Juni 2014, 19. Mai 2015, 6. Mai 2016.) Das Auto müssen wir für diese Wanderung nicht bewegen, weil wir ab dem Ferienhaus "Zur schönen Aussicht" in Pladerberg (ein Ortsteil von Königstein) starten.
Vom Wanderweg über Pfaffendorf zum Pfaffenstein bieten sich wetterbedingt eingeschränkte Aussichten auf Lilienstein, Festung Königstein, Quirl und Pfaffenstein. Immerhin bleibt es trocken mit niedriger zweistelliger Temperatur. Trotz etlicher Besuche im Laufe mehrerer Jahre entfaltet der Pfaffenstein auch heute eine sich jeder Beschreibung entziehenden Magie, die uns anzuziehen scheint. Nach dem Aufstieg via Nadelöhr und ausgiebiger Erkundung des zerklüfteten Plateaus (Wikimedia Commons: Karte Pfaffenstein) freuen wir uns auf die Einkehr im angenehmen Berggasthaus Pfaffenstein. In der Mittagszeit nimmt der aufsteigende Besucherstrom zu, für uns das Signal zum Aufbruch. Nach dem Abstieg auf dem Klammweg kehren wir in einem größeren Bogen über Gohrisch und Königstein zurück zum Pladerberg. (4:20 Std. Gehzeit) - Fotoserie Pfaffenstein

Dienstag, 9. Mai 2017

Feels Like Winter: Rechtselbische Wanderung vom Kirnitzschtal über den Großen Winterberg zum Hinteren Raubschloss

Luftige Leiter in der Klufthöhle am WintersteinLeiter am WintersteinAusblick am Winterstein
 
Den Tip zu dieser Wanderung verdanken wir einmal mehr dem vorzüglichen privaten Portal Wandern Sächsische Schweiz: Bärenfangwände (PDF). Eine Tourenbeschreibung ersparen wir uns, weil Ingo Geier nahezu perfekte Arbeit geleistet hat. Lediglich am Krinitzgrab sind wir unsicher. Lt. Ingo Geier "biegt der markierte Wanderweg knapp hinter dem Krinitzgrab rechts ab (...) zum Katzenstein." Wir finden weder Markierungen noch Abzweigung und folgen einfach dem nach links verlaufenden Weg.
Die Route im Kerngebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz wollten wir bereits im Vorjahr wandern, aber das Wetter war dagegen. Auch heute ist das Wetter mit einstelligen Temperaturen ungemütlich. Der Große Winterberg rechtfertigt seinen Namen und empfängt uns mit leichten Schnee- und Graupelschauern. Ansonsten bleibt es immerhin trocken. Trotzdem fasziniert uns die abwechslungsreiche Runde durch tiefe Schlüchte und über aussichtsreiche Höhen. Höhepunkt der Route ist der Aufstieg zum Winterstein. Eine kühne Steiganlage erschließt das Felsplateau. Bei besserem Wetter als heute bietet das Plateau ein grandioses Panorama. Auf dem Winterstein sind Reste einer mittelalterlichen Burganlage erhalten, die als 'Hinteres Raubschloss' oder als 'Raubstein' bezeichnet wird. Die Quellenlage zur Entstehung und Geschichte der Burg ist jedoch dürftig.
Abweichend von der Tourenbeschreibung gönnen wir uns einen kurzen Abstecher zum angenehmen Bergasthof am Großen Winterberg, der entgegen regionalen Meldungen des Vorjahres geöffnet ist. Auf der Fortsetzung des Weges biegen wir aus Unachtsamkeit an einem Wegkreuz falsch ab, was uns weitere ca. 15 Minuten kostet, sodass wir die Runde nach 5 Std. Gehzeit (5:40 Std. Gesamtzeit) beenden.
- Fotoserie der Wanderung

Montag, 1. Mai 2017

Feuersteinfelder, dynamische Landschaften, Heiligtümer und Tourist Traps an Rügens Ostküste

Blick von Vitt zur Steiküste am Kap Arkona Feuersteinfeld in der Schmalen Heide Megalithanlage Großsteingrab Nobbin, Sprockhoff-Nr. 466)

Heute wandern wir zur Steilküste Kap Arkona auf der Halbinsel Wittow im Nordosten von Rügen. Das als Flächendenkmal geschützte Kap ist nicht nur ein imposanter, sondern auch ein geschichtsträchtiger Ort, den täglich viele Menschen besuchen. Das von Besucher-PKW's verursachte Verkehrsaufkommen hat Maßnahmen zur Verkehrssteuerung und zur weiträumigen Verkehrsberuhigung des Kaps motiviert, was prinzipiell zu begrüßen ist, ahnungslose Besucher jedoch in eine perfekt organisierte 'Tourist Trap' geraten lässt.(1) Wir sind nicht ahnungslos und lassen uns nicht in die Tasche greifen. Ehe die 'Tourist Trap' zuschnappt, stellen wir das Auto (kostenlos) am Rand des Ortes Juliusruh ab.(2) Auf aussichtsreichen Wegen entlang der Ostseeküste passieren wir die Megalithanlage des Großsteingrabs Nobbin und das Fischerdorf Vitt, bis wir nach 2-stündiger Wanderung das Kap Arkona erreichen.
Auf halbem Weg zwischen unserem Ferienwohnsitz auf der Halbinsel Mönchgut und dem Tagesziel unterbrechen wir die Anreise, um in der Schmalen Heide, eine Nehrung zwischen den Orten Binz und Sassnitz, ein Naturschutzgebiet mit Feuersteinfeldern zu besichtigen.

Samstag, 22. April 2017

Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer' im wandernden Darßwald des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft

Gruppe mit Rangerin Angelika Drei Mal ist Ostfriesenrecht. Im Rheinland wird die Wiederholung von 3 Ereignissen Tradition. Bereits zum dritten Mal nehmen wir am Tag vor dem Darß-Marathon(1) im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an der Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer' teil.(2) Nach naß-kaltem Wetter an den Vortagen versammeln sich bei heute trocken-kaltem Wetter und stürmischem Wind 15 Interessierte und Rangerin Angelika im Darßwald am Parkplatz Drei Eichen zur kostenlosen Führung. Angelika haben wir in guter Erinnerung aufgrund einer Führung vor 2 Jahren. Die Rangerin macht uns auf einer 6 km langen Runde über 3 kurzweilige Stunden ebenso kompetent und engagiert wie entspannt und freundlich auf Details aufmerksam, von denen wir bei eigenen Wanderungen viele übersehen würden oder die unerklärt blieben, wenn wir sie wahrnähmen. - Fotogalerie  Ranger-Führung 'Wilder Wald am Meer'


Mittwoch, 22. Februar 2017

Hiking im Silvermine Nature Reserve East des Table Mountain National Park (Südafrika 2017)

Atlantik mit Bucht von Hout Bay(Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Das Silvermine Nature Reserve ist ein Reservat innerhalb des Table Mountain National Park mit 2 Zugängen am Pass des Ou Kaapse Wegs. Nachdem wir gestern im westlichen Teil des Parks unterwegs waren (Post vom 21.02.2017) besuchen wir heute den Ostteil. Dieser glänzt nicht mit Viewpoints, wie wir sie gestern erlebten, er bietet aber deutlich interessantere landschaftliche Strukturen. Fehlender Wind und zunehmende Hitze zehren im steigenden Gelände an unserer Motivation. Nach 1:20 Std. entschließen wir uns am 'Amphitheater' zur Umkehr (2:20 Std. Gesamtgehzeit).
Nach langer Trockenheit steigt mit der Hitze das Feuerrisiko. Auf dem Rückweg nehmen wir den aufsteigenden Rauchpilz eines Buschfeuers am Karbonkelberg hinter Hout Bay wahr. Ab dem Mittag sind 3 Hubschrauber pausenlos im Löscheinsatz. Bis zum Abend scheint zwar das Feuer unter Kontrolle zu sein, aber am nächsten Tag qualmt es noch mehr von gleich mehreren Brandherden. - Fotogalerie

Dienstag, 21. Februar 2017

Hiking im Silvermine Nature Reserve West des Table Mountain National Park (Südafrika 2017)

Vogel über dem Chapman's Peak Drive(Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Das Silvermine Nature Reserve ist ein Reservat innerhalb des Table Mountain National Park mit 2 Zugängen am Pass des Ou Kaapse Wegs. Wir wandern heute im westlichen Teil des Parks und nehmen uns vor, morgen den Ostteil zu besuchen. Die Folgen eines Großbrands im März 2015 sind nicht zu übersehen. Die Holzplattform am Viewpoint über Hout Bay ist ein Opfer des Feuers und wurde nicht wieder neu errichtet. Die Vegetation hat sich jedoch soweit erholt, dass sich ein Besuch lohnt. Die meisten Besucher gehen nur zum Wasserreservoir, um dort zu plantschen und zu picknicken. Wir gehen stattdessen auf den eingerichteten Trails in 3 Stunden mehrere Viewpoints ab und blicken auf die Weinberge von Constantia unter dem Table Mountain sowie Noordhoek und Hout Bay an der Atlantikküste. Die beiden Orte verbindet die weltberühmte Küstenstraße Chapman's Peak Drive, der alljährlich am Ostersamstag den Teilnehmern des 56 km langen Two Oceans Marathons gehört, durch den wir in den Jahren 2001-2008 diese Region entdeckt haben. - Fotogalerie

Montag, 20. Februar 2017

Hiking im Biosphärenreservat Kogelberg Nature Reserve an der Whale Route (Südafrika 2017)

Palmiet River im Kogelberg Nature ReserveÖstliche False Bay an der Whale Route(Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Der 'Clarence Drive' (R44) auf der Ostseite der False Bay zwischen Gorden's Bay und Hermanus ist neben dem Chapman's Peak Drive nicht nur eine der großartigsten Küstenstraßen über Südafrika hinaus, sie gilt auch als  'Whale Route'. Von August bis Dezember ziehen Southern-Right-Wale (Südkaper bzw. Glattwale) nah der Küste vorbei und können von Aussichtspunkten an der Straße beobachtet werden. Walzeit haben wir jetzt nicht, weshalb wir lediglich die Küstenstraße genießen auf dem Weg zum Kogelberg Nature Reserve, das wir noch nicht kennen und auf einer Wanderung erkunden wollen. - Fotogalerie

Sonntag, 19. Februar 2017

Hiking auf dem Table Mountain Contour Path zwischen Constantia Nek und Kirstenbosch (Südafrika 2017)

Weingüter und Weinberge und von Constantia(Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Der Table Mountain National Park liegt vor der Tür unserer Unterkunft in Hout Bay. Von Uli's Guesthouse fahren wir nur wenige Kilometer bis Constantia Nek. An diesem niedrigen Pass des Tafelbergs starten etliche Hiking Trails, u.a. der am Fuß des Table Mountains ohne große Höhenunterschiede über 16 km bis zur Talstation der Seilbahn verlaufende Contour Path. Auf dem Trail gehen wir einen Abschnitt bis Kirstenbosch Gardens und genießen Ausblicke auf Constantia, die False Bay und die Ostseite des Tafelbergs. Nach 1,5 Stunden erreichen wir einen der weltweit bedeutendsten und großartigsten botanischen Gärten, den wir heute durch die 'Hintertür' betreten und damit eine Entry Fee von 60 Rand pP ersparen. Kirstenbosch Gardens haben wir schon oft besucht. Heute nutzen wir die Anlage lediglich für ein Picknick vor dem Rückweg. (3 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Freitag, 17. Februar 2017

Hiking an der Garden Route - Half Collared Kingfisher Trail im Wilderness Nationalpark (Südafrika 2017)

Half-collared Kingfisher Trail am Touws River(Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Von Knysna fahren wir nach Westen in Richtung Wilderness, um eine Wanderung im ehemaligen Wilderness Nationalpark zu unternehmen. 2009 wurden an der Garden Route verstreute Nationalparks zum Garden Route-Nationalpark zusammengefasst, was Vorteile haben mag, aber Besuchern die Orientierung erschwert. Im Zielgebiet sind mehrere Hiking Trails eingerichtet. Wir gehen den nach der Spezie Kingfisher benannten 'Half-collared Kingfisher Trail' entlang des Touws Rivers. Beobachten konnten wir jedoch keinen der Vögel am Trail, der nach ca. 4 km Distanz an einem Wasserfall endet. Im mittleren Abschnitt des Trails bestehen 2 Routenoptionen, auf denen jeweils kleine Prüfungen zu bestehen sind. Die Variante via 'Stepping Stones' verläuft schweißtreibend auf ruppig-profiliertem Dschungelpfad im Regenwald, ehe wir den Touws River und 2 Nebenarme überqueren. An einer breiten Furt wechseln wir die Flussseite mit Hilfe im Flussbett angeordneter großer Kiesel, den 'Stepping Stones'. Wer auf dem Hauptweg bleibt, darf sich trockenen Fußes mit einer an Seilen befestigten labilen Pontonfähre über den Touws River ziehen. Auf Holzstegen und mit zahlreichen Stufen führt der Trail in dem sich zu einer Schlucht verengenden Flusstal bis zu einem Wasserfall, dessen Pool einige Wanderer für ein Bad nutzen. (1:30 Std. + 1:15 Std. Gehzeit) - Fotogalerie

Donnerstag, 16. Februar 2017

Hiking an der Garden Route im Robberg Nature Reserve, Plettenberg Bay (Südafrika 2017)

Witsand und Die Eiland(Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Der Robberg ist eine unter Naturschutz stehende Halbinsel der Plettenberg Bay an der Garden Route. Genau ein Hiking Trail führt als Schleife durch das Robberg Nature Reserve, aber dieser ist bei guten Bedingungen kaum zu toppen, weshalb wir den Trail über die Jahre schon mehrmals gegangen sind, ohne dass unsere Begeisterung nachließe. Aufgrund von 2 Abkürzungsmöglichkeiten bestehen 3 Routen-Optionen: Kurz (30 Minuten), mittel (2 Std.), lang (5 Std.). (Tidenzeiten sind bei der langen Variante unbedingt zu beachten!) Wir entscheiden uns für die mittlere Option und nehmen uns große Runde für die nächste Reise an die Garden Route vor. Nach 'The Gap', ein enger Einschnitt der Halbinsel, ist der urspünglich ausgesetzte Trail auf der östlichen Seite der Halbinsel inzwischen per Geländer entschärft. Nachdem wir eine kleine Seelöwenkolonie passiert haben, wechseln wir an der großen Düne Witsand von der östlichen Seite auf die westliche Seite der Halbinsel und nehmen die 'Genuß-Schleife' auf Stegen über 'Die Eiland' selbstverständlich mit. Der Rückweg ist ein wenig 'rocky', bereitet aber keine besonderen Probleme. Das Vergnügen ist nach 2 Stunden leider beendet. - Fotogalerie

Donnerstag, 2. Februar 2017

Wanderung zum Spectacular Mountain im Namakwa Land (Südafrika 2017)

Quiver-Tree (Köcherbaum)Viewpoint Spectacular Mountain (Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Im Gelände der 6.500 ha großen Naries Farm bilden 4 bis zu 5 km lange, markierte Hiking-Trails ein Netz von Wanderrouten. Nach einem ausgezeichneten Frühstück im Manor House kombinieren wir 2 der Trails zu einer 8-9 km langen Wanderung, die uns zu einem View Point auf dem Spectacular Mountain führt, mit 822 m Höhe der höchste Punkt im Farmgelände. Der Hinweg auf dem felsigen ‚Quiver-Trail’ ist durchaus sportlich fordernd. Benannt ist der Trail nach einem mächtigen Köcherbaum (Quiver), den wir kurz vor dem View Point passieren. Nach einer Stunde recht anstrengender Wanderung erreichen wir den View Point, auf dem sich ein Schutzhaus befindet. Die Einrichtung lässt auf Gruppen-Events in der High Season schließen. Die Aussicht vom View Point ist nicht so spektakulär wie erwartet. Der Rückweg auf dem View Point Trail ist mit 1:40 Std. länger und weniger spannend als der Hinweg. Auf dem schattenlosen Weg strengt die ansteigende Hitze mehr an als der Trail. Nach 2:40 Std. Gesamtzeit sind wir zurück an unserer Mountain Suite, über die wir im Post von gestern berichten. Fotogalerie Hiking

Dienstag, 31. Januar 2017

Sevilla Rock Art Trail by Traveller's Rest in den Cederberg Mountains (Südafrika 2017)

Felszeichnung der SanSevilla Rock Art Trail(Wanderung Südafrika 2017 -> siehe Terra Afrika)
Nach dem Frühstück in der Oudrif Farm empfiehlt Jeanine einen Ausflug zum Sevilla Rock Art Trail, an dem zahlreiche Felszeichnungen der San erhaltern sind. Der Trail liegt auf dem Gelände der Traveller's Rest Farm. Für den Trip überlässt uns Jeanine eine detaillierte Map und das Book 1 der Reihe ‚Rock Art of the Western Cape’. Bis auf den letzten Kilometer verläuft die ca. 40 km lange Strecke zum Traveller’s Rest Farm Stall auf Gravel Roads. Nach einstündiger, rumpeliger Fahrt erreichen wir problemlos das Ziel. Fotogalerie Sevilla Rock Art Trail

Morning Hike mit Bill zu San Rock Art an der Oudrif Farm in den Cederberg Mountains (Südafrika 2017)

Morning Hike mit BillWanderung Südafrika 2017 (siehe Terra Afrika)

Für den Morgen schlägt Bill eine Wanderung zu Felszeichnung der San in den Felsen über dem Doring River vor. Da der Tag warm zu werden verspricht und die Wanderung ein wenig Kletterei im schattenlosen Gelände erfordert, starten wir nach einer Tasse Kaffee und einem vom Bill am Morgen frisch gebackenen Muffin um 7:30 Uhr. Der Abstieg von der Oudrif Farm zum Doring River und die Überquerung des nur noch wenig Wasser führenden Flusses sind harmlos. Der Gegenanstieg im felsigen Gelände bereitet dagegen einige Mühe.- Fotogalerie Morning Hike mit Bill