
Im Linienverkehr sind die kleinen inneren Hebrideninseln via CalMac-Fährverkehr ab Maillag oder von Ende April bis Mitte September mit der MV Sheerwater ab Arisaig zu erreichen. Wir entscheiden uns für die Variante ab Arisaig, die uns 5 Stunden Zeit für den An Sgùrr lässt.(3) - Fotogalerie Insel Eigg


Der Anstieg führt östlich des Gipfels auf ein sumpfiges Hochmoor-Plateau mit großen Wollgrasfeldern und von dort in einer fast 180 Grad beschreibenden Kehre auf den Gipfel. Im Gelände des Hochmoors verlaufen vermutlich aufgrund wechselnder Bedingungen mehrere uneindeutlge Spuren, so dass auf Sicht zu gehen ist.




Die Rückfahrt auf dem Narrenschiff verläuft deutlich ruhiger als die Hinfahrt, weil Erschöpfung das Bespaßungsprogramm der Anreise verdrängt.
Anmerkungen
- Nachdem die Insel Eigg wie etliche andere Regionen im westlichen Schottland nach den sog. Highland Clearances über Jahrhunderte mehr oder weniger unbewohnt war, erlangte die relativ bedeutungslose Insel 1997 internationale Aufmerksamkeit.
- Englische und schottische 'Landlords' betrieben im 18. und 19. Jahrhundert die brutale Vertreibung, Deportierung (nach Nordamerika und Australien) und Ermordung ansässiger Bevölkerung, um eigenen Profit mit flächendeckender Schafzucht zu optimieren. Gälisch sprechende Hochländer galten in der dominierenden öffentlichen Wahrnehmung als zu beseitigendes minderwertiges Ungeziefer, für dessen Interessen sich keine Hand rührte. Die Lage änderte sich erst, nachdem profitable Geschäfte mit Schafzucht nicht mehr zu erzielen waren. Zurück blieben Ruinen in von Schafen kahl gefressenen baumlosen Landschaften. (Derartige erschütternden Sachverhalte sind Deutschen nicht unbekannt, aber sie sind kein Privileg deutscher Kultur.)
- Ein englischer Geschäftsmann kaufte die relativ wertlose Insel Eigg und bewarb sie als einen Platz, an dem engagierte junge Menschen ihre Selbstverwirklichung erproben konnten. Auf der Insel siedelte sich eine Hippie-Kommune an, die nach einer Reihe erfolgloser Versuche die Insel schließlich 1997 aufkaufte und die "freie Volksrepublik Eigg" ausrief. (Bericht von Hannelore Hippe im Deutschlandfunk, 19.08.2014: Auf Eierschalen balancieren: Die schottische Volksrepublik Eigg)
- Ebenso wie der Shiprock ist der An Sgùrr ein Inselberg und ein erodiertes Zeugnis Jahrmillionen zurückliegender vulkanischer Ereignisse. Der Gipfel des An Sgùrr besteht aus Pechstein, eine spezielle Lava-Art, die sich unter bis heute nicht vollständig verstandenen Begingungen bildet. Ehemalige Vulkane, deren Kerne die heutige Insel Rùm bilden, warfen riesige Mengen Lava aus, die ein Flußtal nach Süden lenkte. Erosion isolierte den harten Pechsteinkern von weicheren Sedimenten der Umgebung und formte den Inselberg Eigg. - Rum And The Small Isles, A Landscape Fashened By Geology (PDF, engl.)
- GBP 18,-- pP für Hin- und Rückfahrt mit der MV Sheerwater über 10 Meilen mit jeweils ca. einer Stunde Dauer
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