Trotz des auch heute sommerlichen Wetters verkündet die beste aller Ehefrauen nach der gestrigen anstrengenden Tour, heute nur eine kürzere Wanderung unternehmen zu wollen. Entscheidungen dieser Art sind nur selten verhandelbar. Der Hinweis, dass im Hinblick auf den
Rennsteiglauf am 20. Mai längere Einheiten zu bevorzugen seien, findet erwartungsgemäß keine Resonanz. O.k., wir wandern heute eine halbe, aber dafür doppelt attraktive Route auf den
Brand. Happy woman, easy life! - Fotogalerie
Brand-Wanderung


Vom kostenlosen Wanderparkplatz Füllhölzel an der Ziegenrückenstraße führt ein kurzer Abstieg in das
Polenztal zwischen Ziegenrücken und
Brand. Dem Verlauf des Baches in Richtung
Porschdorf folgend, passieren wir am Rand des Ortes das 'Gewerbegebiet Porschdorf', ein Grusel-Kulturdenkmal auf dem Areal der ehemaligen Frinztalmühle. Unsere Route zweigt in den 'Tiefen Grund' ab, in dem wir entlang eines Baches nach 10-15 Minuten die Brandstufe erreichen. Warum die Treppenanlage (wie andere Treppenanlagen) nicht als 'Stiege', sondern als 'Stufe' bezeichnet ist, bleibt eines der vielen Geheimnisse der Region. Wie auch immer, mit ca. 800 Stufen erschließt die Brandstufe einen Zugang (neben weiteren Zugängen) zum Plateau des
Brands.

Die Brandstufe endet bei der
Brand-Baude, an der wir nach 1:35 Std. Wanderung eintreffen. Der Betrieb dieser attraktiven Bergwirtschaft lebt vom Felsplateau
Brand-Aussicht, dessen Panorama über westliche Teile des
Elbsandsteingebirges bis zum
Erzgebirge reicht. Die meisten der begehrten Tische am Aussichtsbalkon sind noch frei, aber sie füllen sich bald. An Sonn- und Feiertagen und in Ferienzeiten erinnert der Trubel an der
Brand-Baude an den
Drachenfels im
Siebengebirge am
Rhein bei
Königswinter und macht den Platz für uns zur No-go-Area. Heute sind die Bedingungen für eine ausgiebige, aussichtsreiche Rast perfekt.

Am Aussichtsbalkon überblicken wir ein Panorama von der
Bastei über dem Elbtal im Nordosten über linkselbische Tafelberge des
Elbsandsteingebirges und Höhen des
Erzgebirges im Westen bis zu den
Schrammsteinen und dem bereits im böhmischen Teil des Nationalparks liegenden
Rosenberg im Südosten.

Für den Rückweg bestehen mehrere Optionen unterschiedlicher Länge. Wir steigen auf dem Neuweg zum Polenztal ab, anschließend zum Ziegenrücken auf und erreichen nach 1:10 Std. (2:45 Std. Gesamtgehzeit) den Ausgangspunkt. Auf der Rückfahrt nach
Königstein erkennen wir aus Richtung Ziegenrücken die
Brand-Baude auf dem
Brand.
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