Dienstag, 18. Juli 2017

Schnalstalwanderung zur Klosteralm bei Karthaus - Besichtigung Karthaus

Klosteralm, 2.154 m

Für größere Höhen ist das Wetter heute weniger geeignet. Wir bleiben trotzdem nicht untätig und unternehmen eine Wanderung im Schnalstal von Karthaus zur Klosteralm (2.154 m). Da wir vom Waldparkplatz in 1.540 m Höhe starten, sind lediglich 600 m bis zur Alm anzusteigen. Wer es bequemer liebt, bleibt auf dem Wirtschaftsweg und erreicht die Alm in 1:45 Std.. Wer die sportlichere Variante bevorzugt, wählt den direkteren, deutlich steileren Weg Nr. 23 (1:20 Std.). 25 Minuten Zeitersparnis kosten viel Schweiß. Bei einer ausgiebigen Rast an der Klosteralm sammeln wir neue Kräfte für den Rückweg (1:05 Std. auf dem Wirtschaftsweg). (2:25 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Ausstellung Kunst in der Kartause Das Dorf Karthaus ist eine Besichtigung wert, zumal am vergangenen Wochenende die Jubiläumsausstellung zu 30 Jahren Kunst in der Kartause mit dem Titel 'Kultur ist eine Ordensregel' eröffnet wurde (15.07.-20.08.2017). Karthaus geht auf das im 14. Jahrhundert gegründete Kartäuserkloster Allerengelberg zurück (PDF-Flyer Silentium). Das Kloster wurde zwar im Rahmen Josephinischer Reformen 1782 aufgelöst, aber Spuren der ehemaligen Klosteranlage und eine gelungene Ortsgestaltung verleihen dem Dorf eine besondere Magie. Die aktuelle Ausstellung beschränkt sich nicht auf Räumlichkeiten des ehemaligen Kreuzgangs. Objekte von insgesamt 8 Südtiroler Künstlern sind über das gesamte Dorf verteilt. - Fotogalerie

Montag, 17. Juli 2017

Schnalstalwanderung über das Taschjöchl, 2.772 m

Wandergruppe am Tascheljöchl, 2.772 m Das 2.772 m hohe Tascheljöchl ist ein Übergang eines archaischen Weges zwischen dem Vinschgau bei Schlanders und dem Schnalstal bei Kurzras. Der lange Weg durch das wunderschöne, einsame Schlandrauntal ist uns mittlerweile vor allem wegen ca. 2.000 m Höhendifferenz zu beschwerlich. Bei perfekten Wetter- und Sichtbedingungen begnügen wir uns mit ca. 800 m Anstieg und 1.000 m Abstieg auf Rundwanderung über das Tascheljöchl. Wir starten am Wieshof bei Kurzras im Schnalstal. Weg Nr. 4 führt zunächst durch schattigen Kiefernwald zum Lagauntal, eine urzeitliche Siedlungsfläche, die wir nach 50 Minuten erreichen. Ab hier windet sich der hervorragend ausgebaute Weg deutlich steiler bis zum Tascheljöchl (2:20 Std. ab Wieshof). Eine grandiose Aussicht rechtfertigt alle Anstrengungen. Nach ausgiebiger Rast an den Ruinen der verfallenen Alten Heilbronner Hütte steigen wir zur Bergl Alm (2.214 m) ab, die in dieser Saison zwar eine Baustelle ist, aber trotzdem eine eingeschränkte Bewirtung anbietet (1:05 Std, ab Tascheljöchl). Nach weiteren 35 Minuten Abstieg erreichen wir das Hotel Gerstgras, von dem wir mit dem Linienbus zum Ausgangspunkt zurückkehren. (4 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Sonntag, 16. Juli 2017

Schnalstalwanderung über den Lafetzberg

Lafetzberg (Mastaunpichl), 2.285 m Den Rundweg im mittleren Schnalstal über den 2.285 m hohen Lafetzberg (auch 'Mastaunpichl' oder 'Bichele', mundartlich für 'Hügel') zwischen Mastauntal und Lafetztal haben wir im Vorjahr entdeckt (Post vom 2.08.2016). Heute gehen wir die Runde vom Parkplatz am archeoParc in Unsere Frau (1.500 m) in der Gegenrichtung über das Mastauntal und die Mastaunalm auf den Lafetzberg. Bei der Alm (35 Minuten) verlassen wir den Almenweg und steigen auf dem gut ausgebauten Weg Nr. 19 steil im Kiefernwald auf. Nach 1:40 Std. erreichen wir an der Baumgrenze den mit einem Gipfelkreuz versehenen 'Lafetzberg', ein Aussichtspunkt mit großartigem Ausblick auf das Schnalstal und Dreitausender des Schnalskamms. Eine Bank lädt zum Rasten und Verweilen ein. Da wir früh zu diesem beliebten Platz aufgestiegen sind, gehört er uns exklusiv. Der Abstieg über die Lafetzalm (45 Minuten ab Lafetzberg) ist ein wenig länger als der Anstieg, aber zwischen flacheren Passagen nicht weniger steil. (1:45 Std. Abstieg, 3:25 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Dienstag, 11. Juli 2017

Schlernwanderung ab Ums auf dem Knüppelweg zur Sesselschwaige

Wanderweg durch die Teufelsschlucht Blick von Ums zum Ritten Sesselschwaige

Unser Ziel ist heute nicht der Schlerngipfel (den haben wir bereits vor einigen Tagen besucht: Post vom 7.07.2017), sondern die Sesselschwaige an der Waldgrenze unterhalb des Schlernplateaus (Routenbeschreibung). Die Wanderung startet in 930 m Höhe am Parkplatz des Dörfchens Ums zwischen Völs und Prösels. Aus Richtung Ums blicken wir zum Eisacktal und darüber hinaus. Unser Weg führt jedoch mit mehr als 1000 m Höhendifferenz in die Gegenrichtung, in der Morgendunst und Wolken den Blick auf Schlern und Hammerwand vernebeln. Am Vormittag steigt die Wolkengrenze jedoch höher und das Wetter bleibt bis zum Abend friedlich. - Fotogalerie

Sonntag, 9. Juli 2017

Sonntags-Ausflug mit Ritten-Spaziergang von Klobenstein nach Maria Saal

Ritten, Schlern, Rosengarten

Rast am Gasthaus Maria SaalWanderweg zu Erdpyramiden im Finsterbachgraben Das Wetter ist heute labil und die Beine sind nach einer Schlerntour noch schwer (Post vom 7.07.2017). Wir halten den Ball flach und unternehmen auf den Spuren berühmter Sommerfrischler wie Bronisław Malinowski, Sigmund Freud und Franz Kafka einen Ausflug auf den Ritten, den wir mit einer kurzen Wanderung verbinden. Dank Mobilcard nutzen wir den Bus nach Bozen, die Rittner Seilbahn nach Oberbozen und die Rittner Bahn nach Klobenstein ohne weitere Kosten und sparen glatt 20 € pP. Die Wanderung von Klobenstein nach Maria Saal via Fennpromenade und Erdpyramiden im Finsterbachgraben erweist sich eher als ein Spaziergang ohne besondere Anstrengungen. Nach 1:15 Std. erreichen wir die Wallfahrtskirche Maria Saal bei Mittelberg. Auch ohne größere Anstrengungen schmeckt uns der Kuchen im Gasthaus Maria Saal, ehe wir ab dem Gasthaus den Bus zurück nach Bozen nehmen. - Fotogalerie

Mittwoch, 5. Juli 2017

Kulturtour zum Kloster Säben im Eisacktal bei Klausen

Kloster Säben Wer durch das enge Eisacktal fährt und in der Höhe von Klausen seinen Kopf in Richtung oberer Nordhang verrenkt, blickt zu Gebäuden des Klosters Säben. Wir haben schon oft und aus verschiedenen Richtungen zum Kloster Säben geblickt, zuletzt während unserer Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen. Aus der Nähe konnten wir das Kloster auch auf dieser Wanderung nicht betrachten, weil die Wanderroute durch den Graben des Tinnebachs nach Klausen führt. Allerdings gilt das Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Klostergebäude ohnehin als keine herausragende kulturhistorische Sehenswürdigkeit und kann nur von außen besichtigt werden. Im Kloster lebende kontemplative Benediktinerinnen möchten in ihrer strengen Klausur ungestört bleiben, aber das Klostergelände und 3 Kirchen stehen Besuchern offen. Nach einer Halbtages-Wanderung auf dem Geotrail Pufels betreten wir am Nachmittag den 'heiligen' Säbener Berg. - Fotogalerie

Geotrail Pufels - Entstehung der Dolomiten, Perm-Trias-Grenze, Felssturz von Pontives

Sedimentschichten am Geotrail Pufels

Das Seiser-Alm-Magazin 'Alpe' berichtet in Ausgabe Sommer 2013 ("Wie kommt die Muschel in die Berge?") über einen 2011 neu eingerichteten Themenweg, den Geotrail Pufels, der rund 300 Millionen Jahre Erdgeschichte anschaulich macht. Die Thematik interessiert uns und der Themenweg zwischen dem Panider Sattel und Pufels im Grödnertal ist in wenigen Minuten Fahrzeit erreichbar. Unsere Eindrücke auf dem Themenweg beschreibt dieser Post. - Fotogalerie

Montag, 3. Juli 2017

Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen

Wanderin auf dem Keschtnweg bei Sauders Von dieser attraktiven Etappe des Keschtnwegs im Eisacktal auf dem Abschnitt von Barbian über Villanders nach Klausen wollen wir nicht abschrecken, aber der Schlussabstieg nach Klausen verstimmt uns. Ob das Geländeprofil die Routenführung des Keschtnwegs über Klausen erzwingt, können wir mangels Ortskenntnis nicht beurteilen. Ebenso wissen wir nicht, ob der alternative Abstieg über den Johanser-Hof angenehmer zu gehen ist. Wie auch immer es sei, wenn Wanderer über Güllewiesen auf einen steilen Schutthang des Tinnetals genötigt werden und Gewerbezonen sowie Baustellen durchqueren müssen, bis sie endlich die Altstadt erreichen, ist der Abstieg schlecht gelöst und keine Werbung für den Keschtnweg. Dass wir unsere Wanderserie auf dem Keschtnweg vorerst beenden(1), ist nicht dem angemerkten Sachverhalt geschuldet, sondern ansteigenden Temperaturen, mit denen Aktivitäten in höheren Lagen möglich werden und ratsam sind. Nun aber der Reihe nach. - Fotogalerie

Sonntag, 2. Juli 2017

Ritten-Wanderung auf dem Keschtnweg von Lengstein nach Unterinn

Schlern, Hammerwand, Rosengarten, Völseggspitze, Latemar
Die gestern in Saubach begonnene Wanderung auf dem Rittener Keschtnweg hat uns ungewollt nach Lengstein verschlagen (Post vom 1.07.2017). Ab dort setzen wir heute die Wanderung bis zur Gemeinde Unterinn fort (Routeninformation). Die landschaftlich interessante und aussichtsreiche Strecke ist kein Spazierweg, weil im ständigen Auf- und Ab mehrere Gräben mit Bächen zu überwinden sind. Im letzten Graben vor Unterinn besichtigen wir eine Erdpyramiden-Formation, von denen auf dem Ritten mehrere bestehen. Am östlichen Rand der Gemeinde Unterinn liegt ca. 3 km vom Ortszentrum entfernt das Weingut Ansitz Dolomytos Sacker, das wir uns gerne angeschaut hätten. Auf einen Abstecher verzichten wir, um den Bus nach Lengstein nicht zu verpassen (10 km - 3,5 Std. Gehzeit). Fotogalerie - Fortsetzung 3.07.2017: Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen  

Samstag, 1. Juli 2017

Ritten-Wanderung auf dem Keschtnweg von Saubach nach Lengstein

St. Andreas, 14. JH., am Kaiserweg (Via Raetia) bei Antlas Das Wetter entwickelt sich zwar sommerlicher, aber es bleibt noch immer wechselhaft, weshalb wir eine Wanderung in tieferen Lagen auf dem Ritten unternehmen. Mit der von unseren Gastgebern zur Verfügung gestellten Mobilcard nutzen wir Buslinien von Seis am Schlern über Waidbruck nach Saubach, Ortsteil von Barbian, um einen Abschnitt des 63 km langen Keschtnwegs(1) bis in die Nähe von Klobenstein zu gehen. Der Auftakt mit gleich mehreren Highlights stimmt euphorisch, aber nach etwa halber Wegstrecke wendet sich das Blatt. - Fotogalerie