Dienstag, 17. Juli 2018

Jubiläumswanderung über die Seiser Alm zur Tierser Alpl Hütte

Jubilare an der Rosszahnscharte Eine Hüttentour motivierte unsere fünfköpfige Gruppe am 18.07.1993 zu einer Etappe von der Seiser Alm zur gastlichen Tierser Alpl Hütte auf einem Pass zwischen Schlern und Rosengarten. Am Folgetag überraschte uns auf dem Kesselkogel-Klettersteig ein Gewitter. Nachdem dieses überstanden war, regnete es tagelang fast ununterbrochen in Strömen. In der überfüllten Antermoia Hütte ließen uns Schlafplätze in 3-stöckigen Betten eines Massenlagers nicht zur Ruhe kommen. Nach 3 Tagen hatten wir genug und flüchteten nach Kortsch im Vinschgau zu unserem Stammquartier.
3 Mitglieder der denkwürdigen Tour steigen 25 Jahre später fast auf den Tag genau erneut von der Seiser Alm zur Tierser Alpl Hütte auf. Die Wanderung bereitet trotz nachlassender Kraft und Geschmeidigkeit noch immer großes Vergnügen. Vom Parkplatz am Spitzbühllift erreichen wir nach 2:15 Std. die Rosszahnscharte (2.499 m), höchter Punkt der Wanderung. 15 Minuten später treffen wir an der Tierser Alpl Hütte ein (2.440 m). Der hoch attraktive Stützpunkt im Schlern-Rosengarten-Gebiet ist mittlerweile vergrößert und modernisiert, aber er bleibt unverkennbar. Max Aichner, der die Hütte 1957-1963 eigenhändig baute, hat das Schutzhaus längst an die Nachfolgegeneration übergeben, deren erwachsene Kinder sich im Service engagieren. Im Alter von 86 Jahren hat sich Max Aichner nicht zurückgezogen. Auf dem Rückweg über die Mahlknechthütte (2:30 Std.) sehen wir ihn beschäftigt mit Ausbesserungen von Wegen. Bergaktivitäten halten offensichtlich jung. (19,3 km, ca. 900 Höhenmeter, 5 Std. Gehzeit)
- Fotoserien: Jubiläumswanderung 17.07.2018 - Hüttentour Juli 1993

Mittwoch, 13. Juni 2018

Naturpark im Quellgebiet der Flüsse Narcea, Degaña und Ibias, Land der Bären und Wölfe in Asturien

Aussicht am Panoramaweg

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes im Südwesten Asturiens (Wendepunkt unserer Parador-Rundreise) gestattet sonniges Wetter eine Wanderung im dünn besiedelten bergigen Naturraum der Provinz. Im Quellgebiet der Flüsse Narcea, Degaña und Ibias leben u.a. Braunbären, Wölfe, Luchse, Wildkatzen. Anders als z.B. in Kanada oder Alaska meidet das scheue Wild jedoch aus gutem Grund menschliche Kontakte, weshalb Besucher sie nicht zu sehen bekommen. Im Kerngebiet dieser Region liegt das Biosphärenreservat Bosque de Muniellos, bis zu dem wir jedoch nicht vordringen. Zum Schutz des sensiblen Naturraums sind maximal 20 Besucher pro Tag zugelassen, die mehrere Monate vor dem geplanten Besuchstermin ein Ticket beantragen müssen. Wir entscheiden uns für eine Wanderroute, die nahe am streng geschützten Biosphärenreservat liegt. Der 6,5 km lange Rundweg (2 Stunden) beginnt am Centro de Interpretación de Muniellos und führt über mehrere Miradors (Aussichtspunkte) sowie über das urige Bergdorf Busallo. Auf dem Wanderweg und im Interpretations-Center sind wir die einzigen Besucher. - Fotoserie

Samstag, 9. Juni 2018

Wanderglück im Nationalpark Picos de Europa, Asturien

Blick am Mirador de Camarmeña auf den Naranjo de Bulnes Vor einigen Jahren wurden wir auf der Durchreise nach Galicien in Asturien auf die Picos de Europa aufmerksam und nahmen uns vor, die raue Karstlandschaft bei einer anderen Gelegenheit in Sommermonaten zu besuchen. Sieben Jahre später planen wir die Picos de Europa als Highlight unserer aktuellen Parador-Rundreise.
Die Ankunft in Cangas de Onís, touristisches Zentrum der Picos in Asturien, hätten wir uns schlechter kaum ausmalen können. Es regnet in in Strömen, die Wetterprognose ist ungünstig, Straßen sind aufgrund von Sportveranstaltungen gesperrt, Wanderkarten sind erst wieder am Tag unserer Abreise zu erhalten (Post der Anreise vom 8.06.2018). Am Abend schlägt die Wetterentwicklung um. Für den nächsten Tag ist sonniges, trockenes Wetter angekündigt. Trotz spärlicher Informationen und fehlender Wanderkarten wollen wir diese Chance im Nationalpark Picos de Europa in der Umgebung von Poncebos nutzen. - Fotoserie: Wanderung in den Picos de Europa

Samstag, 2. Juni 2018

Das Beste zuletzt: Rundweg über den Mont Liausson, 535 m - Besichtigung Paulhan

Lac du Salagou Bei der Ankunft im kleinen Dorf Liausson im nördlichen Département Hérault ist der einzige öffentliche Parkplatz an der Mairie wegen einer Triathlon-Veranstaltung gesperrt, die am nahe gelegenen Lac du Salagou stattfindet. Wir wollen gerade unsere Unternehmung absagen, als ein Ordner uns die Nutzung des Parkplatzes bis zum Mittag ermöglicht. Jetzt wissen wir, dass wir heute beinahe unsere schönste Wanderung des zweiwöchigen Aufenthaltes im Languedoc verpasst hätten.
Auf der Rückfahrt nach Pézenas besichtigen wir im Dorf Paulhan den historischen Kern, der als Circulade angelegt ist.




Freitag, 1. Juni 2018

Wanderung im Cirque de Navacelles zur Résurgence de la Vis bei den Moulins de la Foux

Ausblick vom Belvédère La Baume Auriol Unser Wanderziel ist der Cirque de Navacelles, eine Schlucht in den südlichen Cevennen, die der Fluss Vis mit einer großen Schleife tief in die Causse gefräst und dadurch in einen nördlichen (Causse de Blandas) und südlichen Teil (Causse du Lazarc) aufgespalten hat. Die Vis fließt in der Gegenwart einen direkteren Weg, sodass der Mäander trocken liegt. Auf die außerordentliche Bedeutung dieser Landschaft machen die Label UNESCO-Welterbe und Grand Site de France aufmerksam. Unser Wanderweg ist trotzdem nicht überlaufen. Die meisten Besucher beschränken sich auf Aussichtspunkte nördlich (Belvédère de Blandas) sowie südlich der Schlucht (Belvédère de la Baume Auriol). Den südlichen Aussichtspunkt besuchen wir nach unserer Wanderung.



Mittwoch, 30. Mai 2018

Parc des Courtinals im Cirque de Mourèze, Languedoc

Mourèze aus Richtung Cirque de Mourèze 26 km nördlich von Pézenas befindet sich in einem Talkessel beim Dorf Mourèze ein bizarres Felsenmeer, der Cirque de Mourèze. Beim Gestein handelt es sich um Dolomit, Sedimente, die sich im Mesozoikum vor 252 Mio – 65 Mio Jahren ablagerten und über lange Zeiträume von Erosion modelliert wurden.
Durch den Cirque de Mourèze führen mehrere markierte Wege, u.a. ein Rundkurs über den 520 m hohen Montagne de Liausson (8km, 3 Stunden, 308 Höhenmeter), den wir gehen möchten. Der Cirque de Mourèze ist kein Geheimtipp, weshalb wir auf kürzeren Wegen Gedränge befürchten, worauf bereits die Kapazität an Parkplätzen hinweist. Die unsichere Wetterlage lässt uns trotzdem auf einen einstündigen Rundweg im Talkessel ausweichen. - Fotoserien: Mourèze, Cirque de Mourèze

Sonntag, 27. Mai 2018

Wanderung auf den Pic Saint-Loup, 658 m, nördlich von Montpellier im Département Hérault

Pic St-Loup auf der Anreise

Bereits aus größerer Entfernung hebt sich der markante, mit Gipfelkreuz versehene Pic Saint-Loup deutlich von seiner Umgebung ab. An Wochenenden ist der Pic Saint-Loup, Hausberg von Montpellier im Département Hérault, ein beliebtes Ziel Einheimischer. Bis auf ein schweizer Paar können wir keine Touristen ausmachen. Da wir nicht bei Hitze wandern möchten, starten wir bereits um 8:45 Uhr vom Wanderparkplatz bei Cazevieille auf der Höhe von 305 m. Besucherströme begegnen uns am heutigen Sonntag erst auf dem Rückweg. Am Morgen trainieren vor allem Trail-Runner am Pic Saint-Loup. Einige von ihnen treffen wir gleich mehrmals auf der ca. 3 km langen Route mit 353 m Höhendifferenz. Den Gipfel teilen wir uns am Morgen mit einem verschnaufenden Runner. - Fotoserie

Donnerstag, 24. Mai 2018

Wanderung am Canal du Midi von Béziers nach Capestang

Canal du MidiNeu gepflanzte Bäume am Canal du MidiBaumstümpfe gefällter Platanen am Canal du Midi

Eine mehrtägige beschauliche Wasserwanderung per Hausboot auf Platenenalleen des Canal du Midi zählte vor mehr als 40 Jahren zu unseren Sehnsuchtzielen. Die Tour über 240 km zwischen Toulouse und Sète haben wir nicht realisiert. Uns fehlte das nötige Kleingeld. Jetzt könnten wir uns diese Tour erlauben, aber die meisten von damals noch ca. 42.000 Platanen sind wegen Pilzbefall gefällt worden. Der verbleibende Rest folgt. Bis neu angepflanzte Bäume das bekannte Bild wiederherstellen, wird mehr Zeit vergehen als uns zur Verfügung steht. Wir haben ohnehin das Interesse verloren, weil wir inzwischen wissen, dass uns (a) das Camper-Gen fehlt und wir uns (b) nicht nur bewegen lassen wollen, sondern eigene Bewegung bevorzugen. Trotzdem freuen wir uns auf die Wanderung entlang des Canal du Midi auf historischen Treidelpfaden. Da Schatten spendende Baumalleen überwiegend ausfallen, ist die heute bewölkte Wetterlage für uns günstig, für gute Fotos jedoch ungünstig. Als Wanderstrecke wählen wir einen ca. 20 km langen Abschnitt zwischen Béziers und Capestang. - Fotoserie

Dienstag, 22. Mai 2018

Wanderung mit Hindernissen in Castelnau-de-Guers, Département Hérault

Trailhead in Castelnau-de-GuersCastelnau-de-Guers 5 km vom Standort Pézenas im Département Hérault entfernt unternehmen wir eine im Nachbarort Castelnau-de-Guers startende Wanderung, die sich in der Tat als lohnenswert erweist. Die 10 km lange Runde finden wir im Tourismus-Portal Hérault, aber wer das Portal mit der Sprachauswahl 'deutsch' aufruft, kommt nicht weit. Detailinformationen sind nicht übersetzt und nur in französischer Sprache inkl. einiger Link-Fehler zu erhalten: Randonnée Castelnau-de-Guers. Die Wanderung ist 'einfach' beschrieben. Auf eine Wanderkarte möchten wir trotzdem nicht verzichten. Mit diesem Thema beginnt eine Kette von Tageshürden. - Fotoserie

 

Samstag, 19. Mai 2018

Wanderglück auf der Tour von Roussillon (Vaucluse) zur Pont Julien und zurück auf dem GR 911 (Sentier de la Pierre)

Motiv bei Roussillon Die Abschlusswanderung unseres Aufenthaltes in der Provence startet an unserer Unterkunft in Nachbarschaft der Ôkhra, conservatoire des ocres et de la couleur, beim Ort Roussillon (Vaucluse). Den ca. 10 km langen Rundweg gehen wir mit Hilfe einer Wanderkarte als 'chemin avec surprises' ohne Kenntnis von Streckendetails und lassen uns von Eindrücken überraschen. Nach 3-stündiger Wanderung kehren wir entzückt zurück und stellen fest: Das Beste zuletzt! - Fotoserie Wanderung