Samstag, 13. Juni 2015

Stammtisch-Wandertag 'Tour de Ruhr'

Den diesjährigen Stammtisch-Wandertag gestalten wir als Haldenwanderung im Ruhrgebiet. Treffpunkt ist die Zeche Ewald, ein Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur. Auf der Halde Hoheward begrüßt uns leichter Regen. Das  Horizontalobservatorium ist eingezäunt und nur von außen zu betrachten, weil kurz nach Eröffnung im Jahr 2008 bereits am 6. Januar 2009 die Anlage aufgrund von  Materialschäden auf unbestimmte Zeit gesperrt wurde. Ein Ende des Zustands ist nicht abzusehen, weil juristische Rangeleien um Verantwortlichkeiten andauern. Die große Horizontalsonnenuhr dürfen wir immerhin begehen, aber zunehmender Regen und bescheidene Aussicht treiben uns bald weiter. Leichter Regen hält uns nicht von einem Abstecher zur Halde Hoppenbruch ab. Auf dem Haldenplateau bleibt ein Skulpturengarten unter dem Windrad noch unsichtbarer als die Aussicht auf die Umgebung. Nach zweistündiger Wanderung rasten wir in einem aktuell ungenutzten Festzelt auf dem Gelände der Zeche Ewald, ehe wir zur Halde Haniel aufbrechen. Diashow der Fotoserie(*)

Montag, 25. Mai 2015

Regenwanderung im Elbsandsteingebirge auf dem Weg vom Kohlbornstein zum Großen Zschirnstein

Schutzhütte auf dem Gipfel des Großen Zschirnsteins
Bei stabiler Wetterlage benötigen wir keine Wetterprognose für unsere Aktivitäten. Stabil ist deutsches Wetter nur selten, weshalb wir uns von Wetterportalen halbwegs verlässliche Vorhersagen wünschen. Vergangene Wochen zeigen einmal mehr, wie wenig Wünschen hilft. Bei wechselhaftem Wetter lagen Prognosen aller Portale mehr oder weniger daneben. Gestern war ein Regentag angekündigt. Tatsächlich genossen wir ab mittags einen wunderschönen Sommertag.(1) Für heute sind sich die Portale nicht einig, ob Regen erst in der Nacht oder am frühen Abend eintrifft. Bis mittags soll es jedenfalls sonnig bleiben. Mit naivem Optimismus planen wir für den letzten Tag unseres diesjährigen Aufenthaltes in der Sächsischen Schweiz eine Wanderung über mehrere Steine. In Anbetracht der Realität erweisen sich erneut alle Wetterportale als zweifelhafter 'Gimmick'. Bald nach dem Start erinnern wir uns an eine Weisheit des preußischen Militärstrategen Clausewitz: "Jeder Plan verliert seine Gültigkeit, wenn die Theorie zur Praxis reifen soll." (Kurz und knapp: Praxis macht jeden Plan zunichte.) Wir planen um und erleben trotz ungünstiger Bedingungen eine schöne Wanderung, an die wir uns lange erinnern werden. Erinnern werden wir uns ebenso an diverse Wetterportale, deren kostenlose Angebote nur scheinbar seriöse Informationen enthalten und in der Realität mit schwer erträglichem Werbemüll belästigen. Diashow der Fotoserie

Samstag, 23. Mai 2015

Schluchtenwanderung im Elbsandsteingebirge

Uttewalder Grund
Während in den vergangenen Tagen unsere Wanderziele vor allem in der Höhe lagen, unternehmen wir heute eine Wanderung in die Tiefe. Zwischen Tafelbergen und bizarren Felsriffen weist der Nationalpark Sächsische Schweiz zahlreiche, in die Landschaft tief eingeschnittene canyonartige Felsschluchten mit einem kühlen, feuchten Klima und entsprechender Vegetation auf. Unsere Route verbindet etliche solcher Schluchten (in der Sächsischen Schweiz als 'Grund' bezeichnet) zu einem Rundweg.  Bei einer Schluchtenwanderung an Spazierwege zu denken, wäre ein Irrtum. Steigen müssen wir auch heute, denn wo es hinunter geht, müssen wir anschließend wieder hinauf. Auf unserer 4,5-stündigen Wanderung (Gehzeit ohne Pausen) durchqueren wir mindestens 10 namentlich identifizierte Schluchten. Die zu bewältigende Höhendifferenz steht einer 'Steinewanderung' (über Tafelberge) kaum nach. Unsere Wanderung startet jedoch mit einem 'Stein'.(1) Diashow der Fotoserie

Freitag, 22. Mai 2015

Rosinenwanderung im Elbsandsteingebirge: Hänztschelstieg, Carolafelsen, Wilde Hölle, Kuhstall, Neuer Wildenstein

Carolafelsen: Dom, Schrammsteine, Falkenstein, Lilienstein
Vor einer Woche haben wir am langen Bückenwochenende über Himmelfahrt eine Wanderung in den zerklüfteten Affensteinen(1) unternommen, mussten aber teilweise wegen des großen Andrangs Abstriche der 'B-Note' vornehmen.(2) Einige 'Rosinen' sind vor unserer Abreise einen erneuten Besuch an einem Wochentag wert, wenn das Wetter mitspielt. Außerdem möchten wir die im Vorjahr entdeckte Häntzschelstiege nicht versäumen.(3) Heute passt alles! Bei perfektem Wetter erleben wir auf einer 4,5-stündige Wanderung (5:15 Std. Gesamtzeit) die faszinierenden Affensteine nahezu exklusiv und genießen Wanderglück in seltener Intensität.
Über das Pfingstwochenende wird es in den nächten 3 Tagen in den Affensteinen mit der Ruhe vorbei sein. Erfreulicherweise sind in der Sächsischen Schweiz genug attraktive Ausweichmöglichkeiten ohne Massenandrang zu finden.
Diashow der Fotoserie



Donnerstag, 21. Mai 2015

Bastei-Rauenstein-Wanderung im Elbsandsteingebirge: Nulla dies sine linea

Marktplatz in Stadt Wehlen
Ein Plinius d. Ä. (23-79 n. Chr.) zugeschriebener Aphorismus fällt uns auf dem Giebel eines Hauses am Marktplatz von Stadt Wehlen auf. Der geschichtsträchtige kleine Ort an der Oberelbe gefällt uns ebenso wie das Motto "Kein Tag ohne Linie". Die Story hinter dem Motto auf der Hauswand bleibt verborgen. Sie ist auch nicht wichtig, um täglich Linien zu ziehen und diese zu perfektionieren.
Die Wanderroute auf der rechten Elbseite über die Bastei und zurück auf der linken Elbseite über den Rauenstein gehen wir trotz Massentourismus an der Bastei immer wieder gerne (3:30 Std. Gesamtgehzeit). 10 Minuten Gedränge lassen sich ertragen, weil grandiose Aussichten entschädigen und die Runde jenseits der Bastei noch attraktiver wird. Der Gratweg über den Rauenstein zählt zu unseren Favoriten in der Sächsischen Schweiz. Diashow der Fotoserie



Dienstag, 19. Mai 2015

Steine-Wanderung im Elbsandsteingebirge: Papststein, Gohrisch, Pfaffenstein

Anstieg zum Papststein
Papstdorf-Gohrisch umgeben in fußläufiger Entfernung zahlreiche 'Steine' (Tafelberge) der Sächsischen Schweiz. Unsere Wanderung über 3 der attraktivsten 'Steine' beginnt bei unserer Unterkunft Alter Gutshof Papstdorf am fast vor der Haustür aufsteigenden Papststein. Der Westabstieg führt zum unmittelbar benachbarten Gohrisch , dessen Gipfelrouten wir besonders lieben. Papststein und Gohrisch bildeten ursprünglich mit dem Kleinhennersdorfer Stein eine zusammenhängende Sandsteintafel, die zu drei Restmassiven erodierte. Ein wenig abseits liegt der Pfaffenstein. Das ausgedehnte, zerklüftete Gipfelplateu war beretis vor 3000 Jahren besiedelt. Das Plateau erreichen wir nach dreistündiger Wanderung. Während unserer Rast im Gasthaus Fels Pfaffenstein setzt Regen ein. Ohne Rundgang auf dem hoch interessanten Gipfel steigen wir durch das Nadelöhr ab. Wie gewohnt, ist auch heute die Orientierung im Wegenetz um den Pfaffenstein nicht problemfrei. Leicht durchnässt und verfroren erreichen wir nach 4,5 Stunden Gesamtgehzeit den Alten Gutshof Papstdorf.
Diashow der Fotoserie

Samstag, 16. Mai 2015

Trübe Sicht am Lilienstein, 415 m

Blick von Königstein zum Lilienstein
Eine lange Highlight-Tour durch die Affensteine am Vortag(1) lässt uns heute eine ruhigere Gangart wählen. Von unserer Ferienwohnung in Königstein(2) blicken wir zum Lilienstein. Die isolierte Lage des Tafelbergs in einer Elbschleife bietet faszinierende Panorama-Ausblicke über die Sächsische Schweiz. Unsere kurze Tour auf den Lilienstein (2:10 Stunden Gehzeit) kombinieren wir mit einem Kulturausflug nach Pirna.(3) Diashow der Fotoserie








Freitag, 15. Mai 2015

Highlight-Wanderung im Elbsandsteingebirge: Heilige Stiege, Frienstein, Idagrotte, Kuhstall, Wilde Hölle, Carolafelsen

Ausblick vom Carolafelsen in den Affensteinen
Nach der großartigen Route über die Schrammsteine vom 13.05.2015 sind heute die benachbarten Affensteine unser Ziel.(1) Im Vorjahr hat uns die Tour ab Schmilka über die Heilige Stiege zur Idagrotte am Frienstein begeistert (Post vom 27.06.2014). Highlights drängen zur Wiederholung, aber in Anbetracht des sonnigen Wetters werden wir die Runde heute zu einer fast sechstündigen Wanderroute ausdehnen und mit weiteren Highlights der Affensteine verbinden. An einem langen Wochende und bei diesem Wetter sind viele Wanderer unterwegs, weshalb wir früh aufbrechen und bereits kurz nach 8:00 Uhr in Schmilka starten.(2,3) Am Morgen beträgt die Lufttemperatur gerade 6 Grad. Bis zum Mittag wird es warm, während der Andrang vorerst überschaubar bleibt, aber dann tauchen allmählich Wanderkarawanen auf. Geradezu euphorisch beenden wir nach 5:45 Stunden Wanderung (6,5 Stunden Gesamtzeit) eine magische Runde und betrachten schwere Beine nach vielen An- und Abstiegen als sportliche Auszeichnung. Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 13. Mai 2015

Alle Jahre wieder: Wanderglück auf dem Weg über die Schrammsteine zum Großen Winterberg

Schrammsteine, Elbtal, Kaiserkrone, Zirkelstein
Im Zentrum des Elbsandsteingebirges zählt das wild-zerklüftete Felslabyrinth der Schrammsteine nicht nur für uns zur bevorzugten Wanderregionen der Sächsischen Schweiz. Die Magie dieser Landschaft zieht uns bei jedem Aufenthalt in der Region an, jedoch nur an Wochentagen außerhalb von Ferien. An Wochenenden, Feiertagen und in der Ferienzeit kann der Andrang lästig sein. Je nach Wetter, Anspruch und Fitness erlaubt ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen und klettersteigähnlichen 'Stiegen' eine große Vielfalt individueller Routen. Unsere Lieblingsroute beginnt im Zahnsgrund bei der Schrammsteinbaude und folgt der 'Wandermarke blauer Balken' über den Kamm der Schrammsteine bis zum Großen Winterberg nahe der Grenze zu  Tschechien. Inkl. Rückweg handelt es sich um eine Tagestour, die stabiles Wetter erfordert. Gestern war für die zweite Tageshälfte Unwetter mit Gewitter und Hagel angekündigt, so dass wir eine Kurzwanderung vorgezogen haben. Trotz drohender Wolkenfront blieb das Gewitter aus und der Regen setzte erst in der Nacht ein. Am Morgen ist die Störung abgezogen. Wir können starten. Diashow der Fotoserie

Freitag, 8. Mai 2015

Rennsteigwanderung ab Heuberghaus über Jagdberg, Trockenberg und Grenzwiese zum Großen Inselsberg, 916 m

Blick von der Grenzwiese zum Großen Inselsberg
Am Tag vor der 35 km Nordic Walking Tour im Rahmen des Rennsteiglaufs (Post vom 9.Mai 2015) unternehmen wir heute eine kurze Rennsteigwanderung vom Berggasthof Heuberghaus (688 m) bei Friedrichsroda zum Großen Inselsberg. Mit 916,5 m Höhe ist der Große Inselsberg nicht die höchste, aber die dominanteste Erhebung des Thüringer Waldes. Von 688 m Höhe am Heuberghaus führen kackige An- und Abstiege über 'Großer Jagdberg' (806 m) und 'Trockenberg' (807 m) zur Grenzwiese (723 m), auch als 'Kleiner Inselsberg' bezeichnet, an der die Grenze zwischen den Herzogtümern Sachsen-Coburg-Gotha und Kurhessen verlief. Der Schlussanstieg auf das Plateau des Großen Inselsberg (916,5 m) stellt keine alpinen Herausforderungen, er geht aber über einen  Spaziergang deutlich hinaus. Die viel gerühmte Aussicht vom Gipfelplateau bleibt wetterbedingt heute bescheiden (5,5 km einfache Strecke, 1:15 Std. Gehzeit). Diashow der Fotoserie