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| Wanderin dirigiert das Orchester der Sellagruppe |
Eine Hüttentour um die
Seiser Alm führte uns vor 25 Jahren bei einer Umrundung des
Plattkofels durch die Langkofelscharte, an deren Rand wir in der
Langkofelhütte übernachteten. In der Hütte war es feucht, aber nicht besonders fröhlich, sondern eher laut, woran unsere Gruppe erheblichen Anteil hatte. Erinnerungen an landschaftliche Details des zerklüfteten
Langkofelmassivs sind inzwischen stark verblasst. Heute können wir unsere Erinnerungen auffrischen, aber wir gehen nicht um den
Plattkofel, sondern einen Rundweg um den
Langkofel. Die Wanderung ließe sich bei Nutzung mehrerer Liftanlagen komfortabel gestalten, wenn nicht unser Sportgeist protestieren würde. Zu Fuß benötigen wir über 16,3 km 6 Stunden Gehzeit und überwinden bei sonnigem Wetter ca. 1100 Höhenmeter im An- und Abstieg. Soweit alles machbar und frei von Überraschung, wenn uns an der Langkofelscharte nicht ein kleines Abenteuer erwarten würde. Mir dem Wettersturz der vergangenen Tage ist die Temperatur abgestürzt. Den Startort erreichen wir bei 4 Grad und packen sogleich Mütze und Handschuhe aus. An der
Toni-Demetz-Hütte (2.685 m), höchster Punkt der Runde, treffen wir auf Schnee. Die zwar steile, aber nicht besonders schwierige Abstiegsroute durch die Langkofelscharte verlangt heute höchste Vorsicht wegen Vereisung auf einer Strecke über ca. 100-200 Höhenmeter. Die Bedingungen bereiten uns natürlich ein wenig Sorge, aber im Nachhinein verleihen sie einer Superrunde den besonderen Kick.
Diashow der Fotoserie