Nachdem wir die Tour vor 10 Tagen aufgrund von Gewittern abgebrochen bzw. zu einer Marmorweg-Wanderung umfunktioniert haben (Fotogalerie 21.07.2017), starten wir heute bei besseren Wetterbedingungen und treffen trotzdem zwischen Göflaner Alm und Kreuzjöchl keine weiteren Wanderer. Die Runde gehen wir traditionell gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Göflaner Alm und Marmorbruch. Nach 2 Std. verzweigt unser Weg zwischen Alm und Marmorbruch zum 'Schartl'. Vor uns liegt bald unter der Weißwand ein unschwierig zu querendes ausgedehntes Geröllfeld. Gepolter aus Richtung Weißwand lässt uns aufschrecken. Eine vermutlich von Wanderern ausgelöste Steinlawine bewegt sich in unsere Richtung. Wir suchen Schutz in einer Mulde und machen uns klein. Glücklicherweise kommen die Steinbrocken oberhalb der Route zur Ruhe. Mit erhöhtem Adrenalinspiegel setzen wir den Weg fort und erreichen nach 3:10 Std. die Göflaner Scharte. Highlight dieser Runde ist die aussichtsreiche, ca. einstündige Wanderung auf dem 'Breitbichl'-Gratweg zum Kreuzjöchl. Der monotone Abstieg durch Wald zurück zum Ausgangspunkt fordert eine weitere Stunde. (13,5 km, 5:10 Std.. Gehzeit, 950 Höhenmeter) - Fotogalerie
Montag, 31. Juli 2017
Rundwanderung am Vinschger Nördersberg vom Gasthof Hasl über die Göflaner Scharte
Nachdem wir die Tour vor 10 Tagen aufgrund von Gewittern abgebrochen bzw. zu einer Marmorweg-Wanderung umfunktioniert haben (Fotogalerie 21.07.2017), starten wir heute bei besseren Wetterbedingungen und treffen trotzdem zwischen Göflaner Alm und Kreuzjöchl keine weiteren Wanderer. Die Runde gehen wir traditionell gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Göflaner Alm und Marmorbruch. Nach 2 Std. verzweigt unser Weg zwischen Alm und Marmorbruch zum 'Schartl'. Vor uns liegt bald unter der Weißwand ein unschwierig zu querendes ausgedehntes Geröllfeld. Gepolter aus Richtung Weißwand lässt uns aufschrecken. Eine vermutlich von Wanderern ausgelöste Steinlawine bewegt sich in unsere Richtung. Wir suchen Schutz in einer Mulde und machen uns klein. Glücklicherweise kommen die Steinbrocken oberhalb der Route zur Ruhe. Mit erhöhtem Adrenalinspiegel setzen wir den Weg fort und erreichen nach 3:10 Std. die Göflaner Scharte. Highlight dieser Runde ist die aussichtsreiche, ca. einstündige Wanderung auf dem 'Breitbichl'-Gratweg zum Kreuzjöchl. Der monotone Abstieg durch Wald zurück zum Ausgangspunkt fordert eine weitere Stunde. (13,5 km, 5:10 Std.. Gehzeit, 950 Höhenmeter) - Fotogalerie
Sonntag, 30. Juli 2017
Vinschger Höhenweg von St. Martin nach Juval
Eine labile Wetterlage verhüllt Gipfel des Vinschgaus mit einer tiefen, dichten Wolkenschicht und macht Touren in höheren Lagen uninteressant. Wanderungen am Vinschgauer Sonnenberg sind im Hochsommer bei Sonnenschein kein Vergnügen, aber unter den aktuellen Bedingungen bietet der Sonnenberg zahlreiche interessante Optionen. Wir entscheiden uns für einen Abschnitt des Vinschger Höhenwegs. Mit der Vinschger Bahn fahren wir von Kastelbell nach Latsch , um von dort mit der Seilbahn St. Martin unseren Startort zu erreichen, St. Martin im Kofel.(1) Vom Bergdorf in 1.740 m Höhe und gehen wir überwiegend absteigend in Richtung Juval und machen unser Tagesziel von der Wetterentwicklung abhängig.(2) Das Wetter entwickelt sich positiv, so dass wir diese ebenso schöne wie interessante Route 5:30 Std. Gehzeit auskosten können und dabei mehr als 1.400 m absteigen und ca. 300 m ansteigen. - FotogalerieDonnerstag, 27. Juli 2017
Schnalstalwanderung zur Penauder Alm bei Karthaus
Bei bewölktem Wetter und frischer Temperatur wandern wir auf einem Abschnitt des archäologischen Wanderwegs A5 vom Waldparkplatz (1.540 m) bei Karthaus im Schnalstal zur Penauder Alm (2.323 m) im Penaudtal (Wanderroute). Der kontinuierlich ansteigende Wirtschaftsweg entlang des Penaudbachs verläuft zunächst durch ein enges, bewaldetes Tal, das sich jedoch noch ca. einer Stunde öffnet und über 2 Geländestufen in den Bergkessel eines Almengeländes führt, an dessem westlichen Ende wir gerade rechtzeitig vor einem Regenschauer die bewirtschaftete Penauder Alm erreichen (1:50 Std., 790 Höhenmeter). Nach ausgiebiger Rast unternehmen wir auf dem Rückweg einen kurzen Abstecher zu einem magischen Wetterkreuz. Eine Stele in der Umgebung des Wetterkreuzes informiert über archäologische Funde, die annehmen lassen, dass Jäger und Sammler bereits vor ca. 10.000 Jahren (im Mesolithikum) das Tal aufsuchten. (Rückweg 1:35 Std., 3:25 Std. Gesamtgehzeit)- Fotogalerie
Sonntag, 23. Juli 2017
Wanderung auf Waalwegen am Vinschger Sonnenberg von Kortsch nach Allitz
Unsere gestrige Wanderung am Vinschger Sonnenberg entlang Waalwegen von Kastelbell nach Kortsch (Fotogalerie 22.07.2017) setzen wir heute bis Allitz fort. Die Wanderroute verläuft zunächst auf Weg 6a am Zaalwaal. Der Apfel-Monokultur im Vinschgau ging über Jahrhunderte eine Getreide-Monokultur voraus. Zwei der ehemals zahlreichen Kornmühlen sind am Zaalwaal erhalten.Am Kortscher Sportplatz erklärt ein Hinweis die auffällige Ausbreitung braun verfärbter Kiefern am Sonnenberg und zeigt einmal mehr den Fluch von Monokulturen. Aktuell sind im Vinschgau Kiefern vom Pinien-Prozessionsspinner befallen. Die Raupen werden zwar mit biologischen Mitteln bekämpft, aber die Maßnahmen sind keine Problemlösung. Mittel- bis langfristig ist eine Umwandlung in Mischwälder geplant.
Wir wechseln auf Weg 15a, wandern bis Allitz durch eine unbewässerte Steppen-Vegetation des Sonnenbergs und erreichen nach 1:20 Std. Wanderzeit das Allitzer Gasthaus Sonneck. Herbert Thaneis regionale Küche des unscheinbaren Dorfgasthauses genießt zu Recht weit überregionale Beachtung.
Auf dem Rückweg von Allitz nach Kortsch (1:00 Std.) erfrischen uns Beregnungsanlagen endloser Apfel-Monokulturen. Vermeintlich marktkonform-kluge Wirtschaft, die massive Einsätze von Düngemitteln und Pestiziden nicht scheut, mutierte das ehemalige 'Tiroler Armenhaus' in der Gegenwart zu einer Oase des Wohlstands. Wie lange und zu welchem Preis? (2:20 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie
Dienstag, 18. Juli 2017
Schnalstalwanderung zur Klosteralm bei Karthaus - Besichtigung Karthaus
Für größere Höhen ist das Wetter heute weniger geeignet. Wir bleiben trotzdem nicht untätig und unternehmen eine Wanderung im Schnalstal von Karthaus zur Klosteralm (2.154 m). Da wir vom Waldparkplatz in 1.540 m Höhe starten, sind lediglich 600 m bis zur Alm anzusteigen. Wer es bequemer liebt, bleibt auf dem Wirtschaftsweg und erreicht die Alm in 1:45 Std.. Wer die sportlichere Variante bevorzugt, wählt den direkteren, deutlich steileren Weg Nr. 23 (1:20 Std.). 25 Minuten Zeitersparnis kosten viel Schweiß. Bei einer ausgiebigen Rast an der Klosteralm sammeln wir neue Kräfte für den Rückweg (1:05 Std. auf dem Wirtschaftsweg). (2:25 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie
Das Dorf Karthaus ist eine Besichtigung wert, zumal am vergangenen Wochenende die Jubiläumsausstellung zu 30 Jahren Kunst in der Kartause mit dem Titel 'Kultur ist eine Ordensregel' eröffnet wurde (15.07.-20.08.2017). Karthaus geht auf das im 14. Jahrhundert gegründete Kartäuserkloster Allerengelberg zurück (PDF-Flyer Silentium). Das Kloster wurde zwar im Rahmen Josephinischer Reformen
1782 aufgelöst, aber Spuren der ehemaligen Klosteranlage und eine gelungene Ortsgestaltung verleihen dem Dorf eine besondere Magie. Die aktuelle Ausstellung beschränkt sich nicht auf Räumlichkeiten des ehemaligen Kreuzgangs. Objekte von insgesamt 8 Südtiroler Künstlern sind über das gesamte Dorf verteilt. - Fotogalerie
Montag, 17. Juli 2017
Schnalstalwanderung über das Tascheljöchl, 2.772 m
Das 2.772 m hohe Tascheljöchl ist ein Übergang eines archaischen Weges zwischen dem Vinschgau bei Schlanders und dem Schnalstal bei Kurzras. Der lange Weg durch das wunderschöne, einsame Schlandrauntal ist uns mittlerweile vor allem wegen ca. 2.000 m Höhendifferenz zu beschwerlich. Bei perfekten Wetter- und Sichtbedingungen begnügen wir uns mit 800 m Anstieg und 1.000 m Abstieg auf einer Rundwanderung über das Joch. Wir starten am Wieshof bei Kurzras im Schnalstal. Weg Nr. 4 führt zunächst durch schattigen Kiefernwald zum Lagauntal, eine urzeitliche Siedlungsfläche, die wir nach 50 Minuten erreichen. Ab hier windet sich der hervorragend ausgebaute Weg deutlich steiler bis zum Tascheljöchl (2:20 Std. ab Wieshof). Eine grandiose Aussicht rechtfertigt alle Anstrengungen. Nach ausgiebiger Rast an den Ruinen der verfallenen Alten Heilbronner Hütte steigen wir zur Bergl Alm (2.214 m) ab, die in dieser Saison zwar eine Baustelle ist, aber trotzdem eine eingeschränkte Bewirtung anbietet (1:05 Std, ab Tascheljöchl). Nach weiteren 35 Minuten Abstieg erreichen wir das Hotel Gerstgras, von dem wir mit dem Linienbus zum Ausgangspunkt zurückkehren. (4 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie
Sonntag, 16. Juli 2017
Schnalstalwanderung über den Lafetzberg
Den Rundweg im mittleren Schnalstal über den 2.285 m hohen Lafetzberg (auch 'Mastaunpichl' oder
'Bichele', mundartlich für 'Hügel') zwischen Mastauntal und Lafetztal haben wir im Vorjahr entdeckt (Post vom 2.08.2016). Heute gehen wir die Runde vom Parkplatz am archeoParc in Unsere Frau (1.500 m) in der Gegenrichtung über das Mastauntal und die Mastaunalm auf den Lafetzberg. Bei der Alm (35 Minuten) verlassen wir den Almenweg und steigen auf dem gut ausgebauten Weg Nr. 19 steil im Kiefernwald auf. Nach 1:40 Std. erreichen wir an der Baumgrenze den mit einem Gipfelkreuz versehenen 'Lafetzberg', ein Aussichtspunkt mit großartigem Ausblick auf das Schnalstal und Dreitausender des Schnalskamms. Eine Bank lädt zum Rasten und Verweilen ein. Da wir früh zu diesem beliebten Platz aufgestiegen sind, gehört er uns exklusiv. Der Abstieg über die Lafetzalm (45 Minuten ab Lafetzberg) ist ein wenig länger als der Anstieg, aber zwischen flacheren Passagen nicht weniger steil. (1:45 Std. Abstieg, 3:25 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie
Dienstag, 11. Juli 2017
Schlernwanderung ab Ums auf dem Knüppelweg zur Sesselschwaige
Unser Ziel ist heute nicht der Schlerngipfel (den haben wir bereits vor einigen Tagen besucht: Post vom 7.07.2017), sondern die Sesselschwaige an der Waldgrenze unterhalb des Schlernplateaus (Routenbeschreibung). Die Wanderung startet in 930 m Höhe am Parkplatz des Dörfchens Ums zwischen Völs und Prösels. Aus Richtung Ums blicken wir zum Eisacktal und darüber hinaus. Unser Weg führt jedoch mit mehr als 1000 m Höhendifferenz in die Gegenrichtung, in der Morgendunst und Wolken den Blick auf Schlern und Hammerwand vernebeln. Am Vormittag steigt die Wolkengrenze jedoch höher und das Wetter bleibt bis zum Abend friedlich. - Fotogalerie
Sonntag, 9. Juli 2017
Sonntags-Ausflug mit Ritten-Spaziergang von Klobenstein nach Maria Saal

Das Wetter ist heute labil und die Beine sind nach einer Schlerntour noch schwer (Post vom 7.07.2017). Wir halten den Ball flach und unternehmen auf den Spuren berühmter Sommerfrischler wie Bronisław Malinowski, Sigmund Freud und Franz Kafka einen Ausflug auf den Ritten, den wir mit einer kurzen Wanderung verbinden. Dank Mobilcard nutzen wir den Bus nach Bozen, die Rittner Seilbahn nach Oberbozen und die Rittner Bahn nach Klobenstein ohne weitere Kosten und sparen glatt 20 € pP. Die Wanderung von Klobenstein nach Maria Saal via Fennpromenade und Erdpyramiden im Finsterbachgraben erweist sich eher als ein Spaziergang ohne besondere Anstrengungen. Nach 1:15 Std. erreichen wir die Wallfahrtskirche Maria Saal bei Mittelberg. Auch ohne größere Anstrengungen schmeckt uns der Kuchen im Gasthaus Maria Saal, ehe wir ab dem Gasthaus den Bus zurück nach Bozen nehmen. - Fotogalerie
Mittwoch, 5. Juli 2017
Kulturtour zum Kloster Säben im Eisacktal bei Klausen
Wer durch das enge Eisacktal fährt und in der Höhe von Klausen seinen Kopf in Richtung oberer Nordhang verrenkt, blickt zu Gebäuden des Klosters Säben. Wir haben schon oft und aus verschiedenen Richtungen zum Kloster Säben geblickt, zuletzt während unserer Kulturwanderung auf dem Keschtnweg von Barbian nach Klausen. Aus der Nähe konnten wir das Kloster auch auf dieser Wanderung nicht betrachten, weil die Wanderroute durch den Graben des Tinnebachs nach Klausen führt. Allerdings gilt das Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Klostergebäude ohnehin als keine
herausragende kulturhistorische Sehenswürdigkeit und kann nur
von außen besichtigt werden. Im Kloster lebende kontemplative
Benediktinerinnen möchten in ihrer strengen Klausur ungestört bleiben, aber das Klostergelände und 3 Kirchen stehen Besuchern offen. Nach einer Halbtages-Wanderung auf dem Geotrail Pufels betreten wir am Nachmittag den 'heiligen' Säbener Berg. - Fotogalerie
Abonnieren
Posts (Atom)





