Samstag, 21. April 2018
Rangerführung Wilder Wald am Meer im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Am Vortag des Darß-Marathons nehmen wir bereits zum 4. Mal im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an der kostenlosen Rangerführung Wilder Wald am Meer teil und lassen uns in einer 10-köpfigen Gruppe zum 3. Mal von Rangerin Angelika durch den Darßwald und entlang eines Abschnittes des Weststrands führen. Trotz Wiederholung wird die Führung nie langweilig, weil Kräfte der Natur die dynamische Landschaft immer wieder neu und anders modellieren. In diesem Jahr verusachte ein Wintereinbruch über Ostern zusätzlich jede Menge Bruchholz. In wenigen Stunden fielen 30-40 cm nasser Schnee. Dem Gewicht hielten viele Bäume nicht stand.
Ca. 1 m Küste verliert der Westrand des Darß durchschnittlich pro Jahr durch Wind und Meer, die den Sand der Westküste forttragen und im Nordosten der Halbinsel am Darßer Ort ablagern. Wenn sich Bedingungen nicht grundsätzlich ändern, wird der Darß in einigen Jahrzehnten die Insel Hiddensee einfangen.
Nach 3,5 Stunden abwechslungsreicher, informativer Führung endet unser Vormittags-Programm für einen Imbiss am Gut Darß.
- Fotoserie - Laufbericht Darß-Marathon
Freitag, 20. April 2018
Boddenfahrt mit Wanderung auf der Halbmarathon-Route des Darß-Marathons
In Born a. Darß beginnt unsere Wanderung auf der Halbmarathon-Route des Darß-Marathons. Eine sich auf dem Wirtschaftsweg nach Prerow sonnende Ringelnatter flüchtet vor uns, obwohl sie nichts zu befürchten hätte. Am Hafen Prerow treffen wir unsere Freunde, um bei sommerlichem Wetter gemeinsam eine 2-stündige Bootstour im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zu unternehmen (14 € pP). Auf dem Prerow-Strom durchqueren wir vogelreiche Brackwasser-Marschen und setzen die Fahrt durch den Bodestedter Bodden bis zum Wendepunkt an der Meinigenbrücke fort. Nach Rückkehr zum Hafen schwingen sich die Freunde auf ihr Fahrrad, während wir unsere Wanderung zu Fuß durch Prerow und den Darßwald über Wieck fortsetzen, um am Nationalparkzentrum Darßer Arche die Startunterlagen für den Halbmarathon am kommenden Sonntag abzuholen. Nach der 4,5-stündigen Wanderung über 25 km wissen wir, dass die 3-Stundengrenze beim Walking-Halbmarathon eine hohe Hürde sein wird. - Fotoserie - Laufbericht Walking-Halbmarathon
Dienstag, 17. April 2018
Darß-Wanderung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: Nordstrand, Darßer Ort, Weststrand, Darßwald
Sonniges Wetter motiviert zu einer Darß-Wanderung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Von Born a. Darß nehmen wir den Bus der Linie 210 nach Prerow (Einzelfahrt 2,70 €). Ab Prerow gehen wir entlang des Nordstrands in Richtung Darßer Ort (1:00 Std.), den wir auf Bohlen-Wegen bis zum Weststrand durchqueren (0:45 Std.). Nach 1:30 Std. Wanderung am Weststrand erreichen wir den Müller-Graben, ab dem wir durch den Darßwald via Müllerweg, k-Gestell, Bibersteig in 1:45 Std. nach Born a. Darß zurückkehren (ca. 23 km, 5:00 Std. Gesamtgehzeit). - Fotoserie
Dienstag, 10. April 2018
Archäologische Wanderung um das Haddebyer Noor bei Haithabu und Rundgang in Unewatt
Die Temperatur ist aufgrund eines Wettersturzes auf 5 Grad gefallen. Heute ist Museumstag, denken wir uns und müssen bald umdenken. Unser Ziel ist das Wikingermuseum Haithabu, das einen bedeutenden mittelalterlichen Handelsplatz des Ostseeraums dokumentiert.(1) Oh Schreck, das Museum ist wegen laufender Sanierungsarbeiten geschlossen und öffnet erst wieder ab dem 8. Mai. Besichtigen könnten wir im Außenbereich einige rekonstruierte Wikingerhäuser, aber 5 € Eintritt wollen wir nicht zahlen. Den Besuch beschränken wir auf eine archäologische Wanderung 6,5 km um das Haddebyer Noor, an dem Museum und Wikingerdorf liegen.(2) Der Wanderweg trifft auf eine Wallanlage der Wikingerzeit, die der Siedlung als Teil des Danewerks Schutz bot. Das Danewerk sicherte über einen Zeitraum von ca. 800 Jahren mit 30 km Ausdehnung die Südgrenze des alten dänischen
Reichs.(3) Wälle sind in der Gegenwart abgeschlifffen, aber sie sind noch deutlich zu erkennen. Bei der Noor-Brücke über die Furt zwischen Haddebyer Noor und Selker Noor ist eine Nachbildung des großen Sigtryggsteins aufgestellt, einer von vier Runensteinen, die bei Haithabu gefunden wurden und die das Museum Haithabu bewahrt.(4) - Fotoserie WanderungMontag, 9. April 2018
Auftakt der Wandersaison 2018: Fördesteig auf der Halbinsel Holnis
Rechtzeitig zum Auftakt unserer Wandersaison trifft das lang vermisste Frühlingswetter ein. Unsere Wanderung auf der Halbinsel Angeln nutzt den Fördesteig entlang der Flensburger Förde ab/bis Glücksburg und umrundet die Halbinsel Holnis, nordöstlicher Ausläufer von Angeln. Wir starten auf einem Abschnitt des Dolmenpfads (PDF), ein archäologisch-5 Stunden Wanderzeit - Fotoserie
Sonntag, 5. November 2017
Herbstwanderung im Siebengebirge
Freunde laden zu einer herbstlichen Geburtstagswanderung im ehemals vulkanischen Siebengebirge ein. Die Namensherkunft dieses Mittelgebirges mit mehr als 50 Bergen und Anhöhen ist ungeklärt. Unsere Wanderung über die 3 höchsten Berge der Region startet bei leichtem Regen im beschaulichen Rhöndorf, nördlichster Weinort am Rhein unterhalb des Drachenfels. Konrad Adenauer, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, hatte in Rhöndorf seinen Wohnsitz und setzte trickreich die benachbarte Provinzstadt Bonn als Regierungssitz durch.Ein schmaler Steig führt uns zum in der Höhe verlaufenden Rheinsteig, von dem ein Pfad zur Löwenburg abzweigt, unser erster Gipfel, 455 m. An der mittelalterlichen Löwenburg-Ruine treffen wir auf 3 junge Männer, die ebenfalls dem Wetter trotzen. Auf unserem Rundweg überqueren wir anschließend den Lohrberg, 432 m, ehe wir ca. 2:45 Std. nach dem Aufbruch den Gipfel des Großen Ölbergs erreichen, höchster Berg des Siebengebirges mit 460 m. Im Gasthaus auf dem Ölberg haben unsere Freunde zum Lunch reserviert. Trotz der Wetterlage ist das Gasthaus komplett ausgebucht, weil neben der bei schönem Wetter exzellenten Aussicht eine wetterunabhängig exzellente Küche den Aufstieg belohnt. Ein 2-stündiger Lunch verlangt Bewegung. Wir steigen nicht direkt nach Rhöndorf ab, sondern wählen eine Schleife über Aussichtspunkte am Drachenfels, von denen wir auf Rheintal, Siebengebirge und Eifel schauen. In Rhöndorf schließt sich nach 4 Wanderstunden der Kreis. Ehe wir die Rückfahrt antreten, erwartet uns ein weiteres Highlight, das fast schon legendäre Traditions-Café Profittlich. Danke! - Fotogalerie
Samstag, 23. September 2017
Ockerberg Bruyères im Naturpark Luberon, Wanderung mit Hindernissen und Umwegen
Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in der Provence unternehmen wir eine kürzere Wanderung in der Nähe unserer Unterkunft. Die Runde um den Ockerberg Bruyères scheint eine gute Idee zu sein, aber die Routenbeschreibung macht deutlich, dass die Orientierung dank verwirrender Markierungen nicht ganz einfach ist. Eine detaillierte Wanderkarte fehlt, was aber nur wenig stört, weil die Qualität von Wanderkarten nicht befriedigt. Die Routenbeschreibung auf dem Smartphone und einige Notizen müssen reichen. Die Anfahrt zum Weiler Les Viaux (zwischen Rustrel und Villars) und der Einstieg in die Route bereiten keine Probleme. Erste von insgesamt 11 Ockerbrüchen wiegen uns in Sicherheit, aber zu früh gefreut. Auf etwa halber Strecke übernehmen chaotische Markierungen die Regie. Die ohnehin diffuse Routenbeschreibung ist nicht mehr nachvollziehbar. Außerdem treffen wir im Waldgebiet mehrmals auf aktiv jagende Jäger und möchten keine Opfer von Irrtümern werden. Schließlich sind wir froh, eine asphaltierte Straße zu erreichen. Dank GPS des Smartphones ist jetzt die Orientierung möglich. In einem weiten Bogen wandern wir auf Wirtschaftswegen und Straßen zurück zum Parkplatz. (2:15 Std. Gehzeit) - Fotogalerie
Freitag, 22. September 2017
Wanderung von Sivergues durch das Vallon de l'Aiguebrun zur Festungsruine Fort de Buoux im Grand Luberon

Unsere Wanderung beginnt tief im Grand Luberon im winzigen Weiler Sivergues, in dem die einzige apshaltierte Zufahrtsstraße D114 endet. Fragen nach Ursprung und Alter des Ortes münden in Legenden und Spekulationen. Bekannt ist, dass sich im 16. Jahrhundert von der Inquisition verfolgte Waldenser im Ort ansiedelten. Im Weiler mit nur 40 Einwohnern treffen wir auf einen großen Wanderparkplatz mit etlichen schattigen Picknickplätzen und einer sauberen Toilette. Darüber hinaus besteht keine öffentliche Infrastruktur. Wir sind heute die einzigen Besucher. Perfekt!Unser Wanderweg führt zwischen Felswänden des Luberon durch ein Tal entlang des Baches Aigue Brun. Nach 1:15 Std. erreichen wir die auf einem Felsplateau liegende Festungsruine Fort de Buoux, die lange Zeit als uneinnehmbar galt. Der Ort ist seit prähistorischer Zeit besiedelt. Nachweisen lassen sich ein keltoligurisches Oppidum, ein römisches Castrum und eine mittelalterliche Burg des 13. Jahrhunderts. Um Hugenotten diesen Fluchtort zu nehmen, ließ Ludwig XIV. die Burg um das Jahr 1660 schleifen. Nach ausgiebiger Besichtigung (5 € pP) wandern wir auf dem gleichen Weg zurück, weil wir einer diffusen Routenbeschreibung nicht trauen und Wanderkarte wie auch Markierungen nicht besonders hilfreich sind. (3:30 Std. Gesamtzeit inkl. Besichtigung)
Fotogalieren: Sivergues - Wanderweg - Fort de Buoux
Donnerstag, 21. September 2017
Wanderung durch die Gorges de Véroncle bei Gordes

Wer einigermaßen beweglich, trittsicher, schwindelfrei ist und vor kleinen Abenteuern nicht scheut, kommt bei der Schluchtenwanderung durch die Gorges de Véroncle auf seine Kosten (Routenschreibung). Bereits der Abstieg in die Schlucht stimmt auf noch vor uns liegende Hürden ein, von denen es etliche gibt. Nachdem wir die erste von zwei verfallenen Wassermühlen in der Schlucht passiert haben, sind Strudeltöpfe zu überwinden und Wände mit oft leichter Kletterei auf- und abzusteigen. Stahlseile, Ketten, Leitern und Metalltritte sichern einige schwierige Passagen. Auf nicht risikofreien weiteren Passagen vermissen wir Sicherungen. Sporadische Markierungen (gelber Balken) erfordern Aufmerksamkeit. In dichterer Folge und weniger verblasst wären sie auf der teilweise weglosen Route hilfreicher.Nach zwei abenteuerlichen Stunden verlassen wir die Schlucht und gehen am aussichtsreichen westlichen Rand in Richtung Gordes. Das uralte Dorf ist fraglos sehenswert. Geballter Schickimicki-Tourismus macht es uns unsympathisch. (3:50 Std. Gesamtgehzeit)
Fotogalerien: Gorges de Véroncle - Gordes
Mittwoch, 20. September 2017
Wanderung im Zedernwald des Petit Luberon
Auf dem Weg zu einer Wanderung im Petit Luberon passieren wir zwischen den Orten Roussillon und Bonnieux den Pont Julien, der seit mehr als 2000 Jahren die Überquerung des Calavons ermöglicht. Die römische Steinbogenbrücke ersetzte im Jahr 3 v. Chr. eine hölzerne Vorgängerbrücke, um die Via Domitia zwischen Narbonne (Colonia Narbo Martius) und Turin (Augusta Taurinorum) wetterfest zu machen.
Zwischen Bonnieux und Lourmarin zweigt eine Stichstraße mit mehreren attraktiven Aussichtspunkten zu einem Zedern-Wald ab, den Napoleon III. 1861 auf dem Petit Luberon pflanzen ließ. Unweit der Stichstraße werden wir auf den 'Tour Philippe' aufmerksam. Das merkwürdige Gebäude ist ein unvollendeter Traum des Künstlers Philippe Audibert (19. Jh.). Der Künstler verstarb während der Bauphase. Im Gebiet des Zedern-Waldes sind 3 kürzere Wanderwege eingerichtet, von denen die beiden längeren Trails zu einem Plateau führen, das einen weiten Ausblick auf das Durance-Tal und darüber hinaus bietet.
Nach der Wanderung streifen wir durch Lourmarin. Der historische Ortskern ist sehenswert, aber stark touristisch geprägt. Mehr Ruhe vermittelt der Friedhof des Ortes, auf dem wir das Grab des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus (1913-1960) besuchen.
Fotogalerien: Wanderung im Zedernwald - Pont Julien - Lourmarin
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