Mittwoch, 18. Juli 2012

Südtirol 2012 - Die Jubiläumstour am Ortler bleibt unvollendet

Ortler mit Hintergrat, Nordwand und Payerhütte am Tabarettagrat
Das oft strapazierte Prädikat eines 'Traumweges' ist natürlich vor allem ein Marketing-Prädikat, von dem man halten kann, was man will. Wenn schon so ein Prädikat benutzt wird, messen wir seinen Wert im Vergleich zu dem Weg von Sulden zur Payerhütte. Die Magie dieses Weges fasziniert uns verschleißfrei seit 25 Jahren. In diesem Jahr müssen wir uns über mehr als zwei Wochen in Geduld üben. Um diese nicht ganz einfache und längere Tour genießen zu können, möchten wir eingegangen sein. Das Wetter sollte auch verlässlich sein. In Wolken wollen wir diesen Weg nicht gehen, und Gewitter sind gefährlich. Heute haben wir endlich das erwartete 'Ortlerwetter'.
Link: Fotoserie vom Aufstieg in Richtung Payerhütte 




Dienstag, 17. Juli 2012

Südtirol 2012 - Spitzige Lun (2.324 m) als Übergang von Matsch nach Planeil

Blick auf Matsch und den bewölkten Ortlergipfel
In der vorigen Woche waren wir bereits auf dem Gipfel der Spitzigen Lun. Der schöne Weg und die großartige Ausicht motivieren uns heute zu einer  Erweiterung dieser Wanderung, die wir als Übergang vom Matscher Tal in das Planeital gehen wollen.
Für einen symbolischen Preis von 1,50 € pro Person fahren wir mit dem Bus vom Bahnhof Mals bis Matsch. Zunächst ist unsere Idee, zum Hochjoch aufzusteigen, den Gratweg zur Spitzigen Lun zu gehen und nach Planeil abzusteigen, um von dort den Bus zurück nach Mals zu nehmen. In Matsch ist der Weg auf das Hochjoch mit 4:30 Std. ausgewiesen. Damit ist diese Idee erledigt, zumal auch das Wetter deutlich schlechter ist, als die Prognose versprochen hat. Den Schwenk über das Hochjoch lassen wir aus und gehen auf einem schönen Weg direkt zur Spitzigen Lun.
Link: Fotoserie der Wanderung von Matsch nach Planeil über die Spitzige Lun    
Link: Post und Fotoserie der Wanderung vom 11.07.2012 auf die Spitzige Lun


Montag, 16. Juli 2012

Sütirol 2012 - Wanderung im Schlinigtal

Wasserfall im Schlinigtal
Ab heute hat sich vorerst ein stabiles Bergwetter eingestellt. Allzu hoch wollen wir jedoch nicht aufsteigen. Es hat nämlich weit hinunter geschneit. Auch heute ist es noch verhältnismäßig kühl. Die Frostgrenze liegt bei 3.000 m.
Bei Touren bis zu einer Höhe von 2.500 m zählt das Schlinigtal zu unseren Favoriten. Bereits auf der Fahrt zum Schlinigtal bieten sich großartige Ausblicke auf Burgeis mit der Abtei Marienberg und der Fürstenburg sowie auf den Vinschgau. Im Zielgebiet gehen wir an der Sesvennahütte meistens gleich weiter über die Grenze zur Schweiz bis zur Uina-Schlucht und kehren erst auf dem Rückweg in der Hütte ein. Heute entdecken wir eine neue Variante. Über die nördliche Talflanke führt in Richtung des Watles ein großartiger Hangweg mit wenig Höhendifferenz bis oberhalb von Schlinig. Auf der Strecke bieten sich grandiose Ausblicke auf die Bergwelt. Nach den kühlen und regnerischen Tagen ist die Sicht heute besonders gut. Zum Glück haben wir das Teleobjektiv im Gepäck. Dann geht es jedoch auf einem schmalen Pfad ziemlich steil hinunter zur Ortschaft.
Link: Fotoserie der Wanderung im Schlinigtal



Sonntag, 15. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung am Gschneiererwaal bei Schluderns

Holzkandl am Gschneiererwaal
Der für Nicht-Südtiroler unaussprechliche Name dieses Waals leitet sich aus einem Hofnamen an den Sonnenhängen ab.
Wir gehen diese ab Schluderns und steigen auf dem Edelweißsteig zunächst zum Brgwaal auf, dem wir bis zu seinem Ende in der Saldurschlucht folgen. Dann ist ein weiterer Anstieg auf schattigen Waldwegen zu bewältigen, bis wir an den Sonnenhängen auf den Waal treffen. Dem Waal folgen wir ca. eine Stunde durch die Wälder am Sonnenhang bis zu den Gschneirer Höfen, von denen wir hangabwärts nach Schluderns zurückkehren. Der Weg dieser insgesamt schönen Runde endet bei der Churburg, An die großartigen Eindrücke, die wir auf der Runde am Bergwaal und am Leitenwaal gewonnen haben, reicht der Gschneierer Waalweg jedoch nicht heran.
Link: Fotoserie der Wanderung am Gschneiererwaal



Technische Daten:
  • 3,5 Stunden Gehzeit mit ca. 500 Höhenmetern im Auf- und im Abstieg
  • Anforderungen: leicht 
  • Erlebniswert: 2

Freitag, 13. Juli 2012

Südtirol 2012 - Begeisternde Waalwege bei Schluderns (aktualisiert am 20.07.2012)

Motiv am Leitenwaal
Der Zaalwaal und der Ilswaal bei Kortsch/Schlanders waren über fast 30 Jahre für uns die schönsten Waalwege im Vinschgau. Heute sind wir Waalwege bei Schluderns gegangen, deren Attraktivität wir als sensationell empfinden. Moderne Methoden der Bewässerung sind vermutlich effizienter und verdrängen darum das Erbe dieser alten Bewässerungskultur in Südtirol. Dem Tourismus ist zu verdanken, dass einige Waalwege erhalten sind oder instandgesetzt wurden, so dass dieses alte Kulturgut noch nicht vollständig untergegangen ist. Bewirtschaftung und Wartung von Waalen erfolgte auf Wegen, die auf den Seitendämmen der Waale angelegt wurden. Dem Tourismus bietet dieses Wegenetz eine attraktive Wanderweg-Infrastrukur, die auch wir gerne nutzen, wenn das Wetter für Touren im Hochgebirge ungeeignet ist.
Ausgangspunkt unserer Runde ist die Ortschaft Schluderns, von der wir ca. 200 m zum 'Berkwaal' (Bergwaal) aufsteigen. Am Ende des Waalweges queren wir nicht sogleich den Saldurbach, um auf der anderen Seite zurück zu gegen, sondern wir folgen der Saldurschlucht in das Matscher Tal bis unterhalb der Burguinen der ehemaligen Matscher Vögte. Nach dem eindrucksvollen und zum Teil dramatischen 'Bergwaal' ist der Rückweg am 'Leitenwaal' nicht weniger spannend. Der 'Leitenwaal' endet am 'Ganglegg', einem Plateau ca. 200 m über Schluderns, auf dem dank archäologischer Ausgrabungen frühzeitliche Siedlungsspuren zu besichtigen sind. - Fotoserie

Donnerstag, 12. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung vom Gasthof Hasl über die Göflaner Scharte

Gasthof Hasl an den Nördersbergen oberhalb von Göflan
Selbstverständlich haben wir auch in diesem Jahr wieder die Runde vom 'Hasl' über die Göflanscher Scharte und das Kreuzjöchl im Programm. Zu unseren besten Zeiten sind wir die gesamte Runde ab Kortsch zu Fuß gegangen, eine Tagestour mit 1.700 m Aufstieg- und Abstiegsleistung. Inzwischen sind wir bescheidener und starten unsere Runde am Gasthof Hasl auf einer Höhe von 1.674 m.
Erst nach der Göflaner Alm beginnt der eigentliche Anstieg, der zunächst in Richtung der Marmorbrüche leitet und dann nach links um einen Kamm bis unterhalb der Scharte führt. Unterhalb der Marmorbrüche verläuft ein weißer Wirtschaftsweg. Schotter und Staub des Weges bestehen aus Marmor!
Link: Fot0serie der Wanderung




Dienstag, 10. Juli 2012

Süditirol 2012 - Archäologische Wanderung im Obervinschgau (aktualisiert am 20.07.2012)

Wechselhaftes Wetter können wir im Hochgebirge nicht brauchen. Wir bleiben "in der Nieder", wie Dora, die gute Seele des Kortscher Hofes zu sagen pflegte, und begeben uns in unmittelbarer Umgebung unser Unterkunft auf spannende kulturhistorische Exkursionen.Wir sind weder Archäologen noch Historiker, sondern lediglich kulturinteressierte Laien. Unsere Herangehensweise an kulturgeschichtliche Artefakte ist unmethodisch bzw. von amateurhafter bzw. hemdsärmeliger Neugier getrieben. Wir erwarten keine objektiv relevanten Ergebnisse und sind mit subjektiv erleuchtenden Erkenntnissen zufrieden, die uns immer wieder neu überraschen und begeistern und zu weiteren Recherchen anregen.
Heute besuchen wir zunächst das 'Ganglegg', eine eiszeitliche Gletschermoräne oberhalb von Schluderns. Anschließend kehren wir noch einmal zum 'Tartscher Bühel' zurück, ein Felsbuckel aus Glimmerschiefer zwischen den Ortschaften Schluderns und Mals, in dem Volkssagen verborgene historische Geheimnisse vermuten. Eine kleine Grabungskampagne im Kontext der Untersuchungen auf dem 'Ganglegg' führte zu bemerkenswerten Erkenntnissen.
Link zur Fotoserie unserer archäologischen Wanderung vom 10.07.2012



Montag, 9. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung am Mitterwaal von Glurns nach Taufers

Motiv am Miterwaal
Der Mitterwaal liegt zwischen Glurns im Vinschgau und Taufers im Münstertal. Der Waal führt zwar kein Wasser, er bietet aber einen schönen Wanderweg, der auch bei unsicherer Wetterlage gegangen werden kann.
Aus Richtung Glurns ist die Wegführung zunächst eher unattraktiv, wovon man sich aber nicht abschrecken lassen sollte. Vor uns liegen nämlich noch einige sehr attraktive Wegabschnitte. Der Waalweg endet zwar bei der Ortschaft Rifair, ca. 3 km vor Taufers, wir gehen jedoch weiter bis Taufers, um uns dort noch ein wenig umzuschauen und anschließend mit dem Bus zurück nach Glurns zu fahren.
Für kulturell Interessierte bietet Taufers im Münstertal ein reiches kulturhistorisches Angebot, das sich nicht 'en passent' erschließen lässt, sondern neben dem Interesse auch Zeit und ein wenig Forschergeist abfordert. Taufers ist jedoch kein Solitär. Im Vinschgau finden wir viele kulturhistorisch interessante  Ortschaften, die zu wiederholten Besuchen motivieren. Nach ca. 25 Vinschgau-Reisen über 30 Jahre sind wir noch immer fasziniert vom kulturellen Reichtum dieser Region. Bei jedem Aufenthalt überraschen uns neue Erfahrungen. Die grandiose Natur dieser Landschaft bietet uns dabei die Sicherheit einer konstant hohen Erlebnisqualität, solange auch die subjektiven Faktoren harmonieren, zu denen insbesondere Fitness und Gesundheit zählen. Link: Fotoserie der Wanderung am Mitterwaal ziwschen Glurns und Taufers

Sonntag, 8. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung im Matscher Tal zur Oberetteshütte

Steinmann auf dem Weg zur Oberetteshütte
Die Wanderung im Matscher Tal von den Glieshöfen zur Oberetteshütte zählt zu unseren Standard-Eingehtouren. Ein Höhenunterschied von ca. 900 m erfordert über eine Gehzeit von etwa 2 Stunden nur eine Durchschnittsleistung, die aber durchaus zu einer Höchstleistung werden kann, wenn man gerade erst aus dem Flachland angereist ist und das Potential der eigenen Fitness eher von Erlebnissen der Vergangenheit zehrt. Kurz gesagt, wir haben gelitten und das Wetter war auch bescheiden. Wir sind aber angekommen und konnten heute auch noch Bescheidenheit lerner. Das lässt sich positiv sehen, aber auf dem Niveau dieser Bescheidenheit wollen wir nicht verweilen, weshalb wir an unserer Fitness arbeiten werden. Da wir uns immerhin sechs Wochen in Südtirol aufhalten, lässt sich bald auch der Erfolg unserer Vorsätze und Maßnahmen überprüfen.
Erwähnenswert ist eine Verlegung des Anstiegswegs zur Hütte, was den Anstieg komfortabler, aber auch etwas länger macht. Das Eine ist halt nicht ohne das Andere zu haben. Link: Fotoserie der Wanderung zur Oberetteshütte

 
Technische Daten:
  • Gesamtgehzeit: 4:05 Stunden (Hinweg 2:10 Sd., Rückweg 1:55 St.)
  • Absoluter Höhenunterschied: 863 m
  • Anstieg- und Abstiegsleistung: ca. 900 m (Schätzung)
  • Technische Anforderungen: keine
  • Konditionelle Anforderungen: mittel
Erlebniswert: Gute Eingehtour durch ein attrktives Tal zu einer schönen Hütte!


Samstag, 7. Juli 2012

Südtirol 2012 - Von Sulden durch das Zaytal zur Düsseldorfer Hütte

Düsseldorfer Hütte über dem Zaytal
Für den Aufstieg zur Payerhütte ist das Wetter nicht ausreichend. Wolken würden keine Sicht erlauben und außerdem wäre ein Gewitter am Tabarettagrad äußerst unangenehm. Wir ziehen darum auf der gegenüberliegenden Seite einen Aufstieg zur Düsseldorfer Hütte vor. Mit dem Sessellift zur Kanzel ließe sich der Weg abkürzen, was wir jedoch nicht beabsichtigen. Wie nehmen den gesamten Weg durch das Zaytal zu Fuß.
Der Weg ist uns vertraut, weil wir ihn in der Vergangeheit mehrfach gegangen sind, um den Gipfel der Tschenglser Wand (3.373 m) zu besteigen, ein großartiger Aussichtsberg über dem Vinschgau. Daran ist bei unserer aktuellen Fitness nicht zu denken. Außerdem bekommen lange Abstiege unseren Kniegelenken gar nicht. Daran können auch Teleskopstöcke nur wenig ändern.
Heute freuen wir uns, dass wir wenigstens die Hütte in einem Zug erreichen. Auf der Hütte ist dann eine ausgiebige Pause angesagt. Ja, das Laufen fehlt uns, wie wir täglich in den Bergen schmerzhaft feststellen.
Link: Fotoserie der Wanderung zur Düsseldorfer Hütte

Technische Daten
  • Gehzeit: 2:10 Std. im Aufstieg, 1:30 Std. im Abstieg
  • Höhenunterschied: 870 m
  • Anforderungen: moderat
  • Erlebniswert: 2