Mittwoch, 24. April 2013

Im Wanderparadies Westerwald baumeln Seele und Beine auf Nebenwegen des Rheinsteig

Route unserer Wanderung
Blick in das Wiedtal von der Elisabethhöhe bei Melsbach
Den Westerwald kennen wir fast nur von der Durchreise. Die von Köln aus in ca. einstündiger Autofahrt erreichbare Landschaft ist als Wandergebiet für uns 'Terra incognita'. Diesen Zustand möchten wir in Anbetracht des guten Wetters heute ändern. Um einen möglichst breiten Eindruck zu gewinnen, planen wir einen ca. 24 km langen Rundkurs mit ca. 700 m Höhenunterschied (jeweils im Aufstieg und im Absteig), der gleich mehrere 'Premiumwege' nutzt: 'Rheinsteig', 'Klosterweg' und 'Wiedweg'.
Nach 6 Stunden Gehzeit (6,5 Stunden Gesamtzeit) sind wir zwar rechtschaffend müde, vor allem aber hoch zufrieden über die Entdeckung dieses attraktiven Wanderreviers vor unserer Haustür, das wir zukünftig regelmäßig besuchen werden. Diashow der Fotoserie



Almblick in das Wiedtal vom Rheinsteig bei Melsbach
Wir starten vom Parkplatz bei der 'Elisabethhöhe', von der wir in das Wiedtal blicken, durch das wir am Nachmittag zum Startpunkt zurückkehren werden. Unser Weg führt am Wasserfall des Laubachs vorbei, der heute nur müde plätschert. Der 'Almblick' bietet noch einmal einen Ausblick auf das Wiedtal, ehe der Weg in Richtung Rengsdorf ansteigt. 









Info-Tafel zum Klosterweg
Kurz vor Rengsdorf treffen wir auf den im Jahr 2009 eröffneten 'Klosterweg', ein 'Premiumweg', der über 17 km den 'Rheinsteig' bei Rengsdorf mit dem 'Westerwald-Steig' in Waldbreitbach verbindet.
Bis Waldbreitbach wollen wir jedoch heute nicht gehen, sondern ca. 4 km vor Waldbreitbach auf den 'Wiedweg' abzweigen und durch das Wiedtal zurückkehren.  









Klosterweg durch das Laubachtal
Der Laubach schlängelt sich mit niedrigem Wasserstand scheinbar gemütlich im Grund des gleichnamigen Tals, in dem außer uns weit und breit keine Menschenseele unterwegs ist. Wenn Wanderer laut Auskunft des Flyers auf dem 'Klosterweg' 'Natur pur' genießen und die 'Seele baumeln' lassen, dürften die Autoren an das Laubachtal gedacht haben.









Rast auf einer 'Baumelbank' am Klosterweg
Plakette einer 'Baumelbank'
Damit die Seele leichter in den Zustand des Baumelns gelangt, sind sog. 'Baumelbänke' aufgestellt. Die Sitzfläche ist etas erhöht, so dass kleinere Menschen ihre Füße nicht auf dem Boden abstellen können und die Füße in der Luft baumeln. An einer solchen 'Baumelbank' legen wir nach 2 Stunden eine erste kleine Pause ein.



Hochfläche zwischen Ehlscheid und Kurtscheid
Nachdem wir den properen Luftkurort Ehlscheid gestreift haben, gelangen wir auf eine Hochfläche, die weite Blicke in die Landschaft erlaubt. Auf dieser weiten Hochfläche befindet sich der ebenso propere Ort Kurtscheid. Mit einer Höhe von 400 m handelt es sich um die höchstgelegene Ortschaft im Kreis Neuwied.










Ruine Neuerburg
Zwischen Kurtscheid und Niederbreitenbach führt der 'Klosterweg' an der Ruine 'Neuerburg' vorbei, die seit dem 17. Jahrhundert verfällt und nur von außen besichtigt werden kann. Von der um das Jahr 1160 errichteten Burg ist nur noch der Bergfried erhalten.










Mutter Rosa Gedenkstätte im Fockenbachtal am Klosterweg
Auf dem 'Klosterweg' steigen wir von 400 m Höhe bis auf etwas über 100 m Höhe in das lanschaftlich reizvolle Fockenbachtal ab.
Im Talgrund befindet sich eine als 'Mutter Rosa Gedenkstätte' bezeichnete Kapelle. Jugendliche des katholischen Jugendverbandes haben 2004 die Kapelle errichtet, die der Ordensgründerin der 'Waldbreitbacher Franziskanerinnen', 'Rosa Flesch', gewidmet ist.








Fockenbach im Fockenbachtal
Nach Überquerung des Fockenbachs steigt der 'Klosterweg' erneut zu einer Hochfläche an, auf der das Gehöft 'Ackerhof' liegt.












Wiedweg im Anstieg zum Clausberg
Wenig später treffen wir auf den 'Wiedweg'. Wir verlassen nun den 'Klosterweg' und folgen dem 'Wiedweg' in südwestlicher Richtung.

 










Blick vom Clausberg auf Niederbreitbach im Wiedtal
Der Weg steigt bis auf die Höhe des Clausbergs an, von dem sich Ausblicke in alle Richtungen bieten. Wir sind inzwischen ewas mehr als 4 Stunden unterwegs und nutzen einen der Aussichtspunkte für eine Pause. Da die Zeit bereits weiter fortgeschritten ist als vorgesehen, fällt unsere zweite Pause auch nur kurz aus.










Motiv an der Wied
Der Rückweg an der Wied ist ein weniger attraktiver Abschnitt unserer Route. Um die Straße der L255 im Tal zu vermeiden, schlängelt sich der 'Wiedweg' mit vielen Windungen, Auf- und Abstiegen durch den östlichen Talhang, ohne dass sich dem Weg positive Emotionen abgewinnen ließen. Hier gerät die Seele nicht mehr ins Baumeln.









Laubachsmühle im Wiedtal
Nach einer uns endlos erscheinenden Strecke durch das Wiedtal erreichen wir endlich die 'Laubachsmühle'. Für eine Einkehr reicht die Zeit um 16:00 Uhr leider nicht mehr. Um 18:00 Uhr erwartet uns nämlich unser Stammtisch in Köln. Der letzte Anstieg bringt uns in 15 Minuten zurück zur Elisabethhöhe, hinter der wir das Auto geparkt haben. Müde, verschwitzt, durstig und zufrieden treten wir die Rückfahrt nach Köln an.   

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