Dienstag, 7. August 2012

Südtirol 2012 - Meraner Höhenweg vom Giggelberg nach Vellau

Dolomitenblick vom Giggelberg

"Verweile doch, du bist so schön!" (Johann Wolfgang von Goethe, Faust)
 
Trotz langjähriger Vinschgau-Erfahrungen lernen wir einige großartige Abschnitte des Meraner Höhenweges erstmals in diesem Jahr kennen. Heute wiederholen wir mit Freunden zwei Routen, die wir bereits am 27.07.2012 und 31.07.2012 gegangen sind. Das Wetter spielt ebenfalls mit und schenkt uns einen der schönsten Tage unseres diesjährigen Aufenthaltes in Südtirol. Der Himmel bleibt über den gesamten Tag fast wolkenfrei. Vom 'Giggelberg' blicken wir bis weit in die Dolomiten. 

Da wir über zwei Autos verfügen, können wir die Routen vom 27./31.07.2012 miteinander kombinieren, indem wir ein Fahrzeug in Vellau parken und mit dem anderen Fahrzeug zur Texelbahn fahren. Von der Bergstation am 'Giggelberg' gehen wir in östlicher Richtung bis zu den Muthhöfen, von denen wir auf dem Vellauer Felsenweg nach Vellau absteigen. Die grandiose Tour über dem Vinschgau verbindet ein Feuerwerk von Höhepunkten in dichter Abfolge
Link: Fotoserie         Link: Tourenbericht vom 27.07.2012         Link: Tourenbericht vom 31.07.2012
Link: Sehenswerte fremde Webseite zum Meraner Höhenweg  



Meraner Höhenweg am Giggelberg
Vom 'Giggelberg' gelangen wir auf einem schattigen Waldweg in knapp einer Stunde zur Nassereither Hütte. An einem Kiosk werden Getränke angeboten. Die Hütte ist jedoch geschlossen, was uns egal ist, weil wir noch keinen Pausenbedarf haben. Auf dem profilierten Weg ist bis zur Nassereither Hütte noch keine Höhe gewonnen. Erst nach der Hütte beginnt der Anstieg auf dem überwiegend schattigen Weg.







 



Zielbach, Partschins, Vinschgau
Kurz nach der Nassereither Hütte überqueren wir die Schlucht des Zielbachs, der sich oberhalb der Ortschaft Partschins als größter Wasserfall Südtirols in das Tal stürzt. An einer Kehre schauen wir auf Partschins, den Zielbach und das Gasthaus Birkenwald. Das Vinschgauer Tal liegt etwa 1.000 m unter unserem Standort. 











Motiv am Meraner Höhenweg
Almengelände am Meraner Höhenweg
Auf der moderat ansteigenden Route sind einige Felslabyrinthe problemlos zu durchqueren, ehe wir das offene Almengelände mit mehreren Almen erreichen, die jedoch alle geschlossen sind. 










Blick au den Vinschgau vom Aussichtspunkt 'Hohe Wiege'
'Hohe Wiege' am Meraner Höhenweg
Nach zwei Stunden erreichen wir den Aussichtspunkt 'Hohe Wiege' mit seinem markanten Wetterkreuz. Großartige Ausblicke motivieren zu einer kleinen Pause und einigen Fotos, eher wir unseren Weg fortsetzen.



 







Weg durch ein Geröllfeld am Meraner Höhenweg
Bis zum Schutzhaus Hochgang liegt ab der 'Hohen Wiege' noch eine Stunde abwechselungsreicher Wegzeit vor uns. Ein zu querendes Geröllfeld bereitet in der Regel einige Mühe. Hier ist der Weg durch das Geröllfeld als Straße ausgebaut. Warum das so ist, wer diese Arbeit geleistet und wann dieses Werk enstanden ist, würden wir gerne erfahren.  











Texelberge vom Hochganghaus
Hochganghaus am Meraner Höhenweg, 1.839 m
Nach 3:00 Std. Gehzeit auf dem abwechslungsreifen und attraktiven Meraner Höhenweg treffen wir am Hochganghaus ein, an dem wir in attraktiver Umgebung eine ausgiebige Paue einlegen. Das 'Hirtenmaccheroni' war bei unserem letzten Besuch kein Hit. Heute entscheiden wir uns für Gemüsesuppe mit Wurst und sind mit unserer Wahl sehr zufrieden. 





Hängebrücke über den Töllgraben
Hängebrücke über den Töllgraben
Auf dem Abstiegsweg vom Hochganghaus zur Leiter Alm (1.525 m) sind auf dem Meraner Höhenweg mehrere steinschlaggefährderte Schotterrinnen zu queren. Bis auf den unangenehmen Töllgraben sind diese Passagen bei trockenem Wetter unkritisch. Seit dem Jahr 2011 macht eine 52,5 m lange Hängebrücke die Querung des Töllgrabens zu einem Vergnügen.







Hans-Frieden-Felsenweg
An der Leiter Alm leisten wir uns keinen Aufenthalt, sondern steigen gleich in den Hans-Frieden-Felsenweg ein, der mit leichtem Gefälle in Richtung der Muthöfe leitet. Von diesem großartigen Panoramweg blicken wir fast über die gesamte Wegaufstrecke auf das tief unter uns liegende Vinschgauer Tal. Nach nur 35 Minuten endet der herrliche Weg beim Gasthaus Steinegg.










Gasthaus Steinegg (1.400 m) am Meraner Höhenweg
Schloss Tirol und Brunnenburg, Dorf Tirol
Während wir uns am Gasthaus Steinegg noch einmal mit Kaffee und Kuchen stärken, genießen wir die grandiose Aussicht auf Dorf Tirol und die Bergwelt der Umgebung.
Bis zum Endpunkt unserer Route liegt noch eine Wegstrecke von ca. einer Stunde Gehzeit vor uns.







Vellauer Felsenweg
100 m unter dem Gasthaus Steinegg liegen die Muthhöfe. Hier beginnt das absolute Highlight unserer Route, der Vellauer Felsenweg zwischen den Muthhöfen (1.300 m) und Vellau (908 m), wo wir am Morgen das Auto abgestellt haben. Auf dem Felsband des Weges stellt sich ein 'Brenta-Feeling', das Erinnerungen an die sensationellen Felsenwege in der Brenta weckt, in der wir oft unterwegs waren.











Kurz vor Vellau laden in der Nähe eines Hofes an einem Kiosk Getränke und Kuchen mit bescheidenen Preisen zur Selbstbedienung ein. Das Angebot nehmen wir gerne an und legen den ausgewiesenen Betrag in ein schon recht gut gefülltes Holzkästchen.
15 Minuten später ist der Endpunkt dieser Super-Route erreicht.










Technische Daten der Route:


- Gesamtgehzeit: 5:30 Std.

  • Gehzeit Giggelberg - Nassereit-Hütte: 0:55 Std. 
  • Gehzeit Nassereit-Hütte - Schutzhaus Hochgang: 2:00 Std.
  • Gehzeit Schutzhaus Hochgang – Leiter Alm: 1:00 Std.
  • Gehzeit Leiter Alm - Gasthaus Kreuzegg: 0:35 Std. 
  • Gehzeit Gasthaus Kreuzegg - Vellau: 0:55 Std.     
- Höhendifferenz absolut: 270 m Aufstieg, 830 m Abstieg
- Aufstiegsleistung: ca. 400 m (Schätzung)
- Abstiegsleistung: ca. 960 m (Schätzung)
- Technische Anforderungen: Leicht; an leicht ausgesetzten, gesicherten Abschnitten ist Trittsicherheit erforderlich
- Konditionelle Anforderungen: mittel
- Markierung: gut

·      - Sonstiges: Wegen steinschlaggefährdeter Abschnitte sollte diese Route nur bei trockenem Wetter gegangen werden.


Erlebniswert: 1 (Premiumweg!)

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