Donnerstag, 12. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung vom Gasthof Hasl über die Göflaner Scharte

Gasthof Hasl an den Nördersbergen oberhalb von Göflan
Selbstverständlich haben wir auch in diesem Jahr wieder die Runde vom 'Hasl' über die Göflanscher Scharte und das Kreuzjöchl im Programm. Zu unseren besten Zeiten sind wir die gesamte Runde ab Kortsch zu Fuß gegangen, eine Tagestour mit 1.700 m Aufstieg- und Abstiegsleistung. Inzwischen sind wir bescheidener und starten unsere Runde am Gasthof Hasl auf einer Höhe von 1.674 m.
Erst nach der Göflaner Alm beginnt der eigentliche Anstieg, der zunächst in Richtung der Marmorbrüche leitet und dann nach links um einen Kamm bis unterhalb der Scharte führt. Unterhalb der Marmorbrüche verläuft ein weißer Wirtschaftsweg. Schotter und Staub des Weges bestehen aus Marmor!
Link: Fot0serie der Wanderung




Dienstag, 10. Juli 2012

Süditirol 2012 - Archäologische Wanderung im Obervinschgau (aktualisiert am 20.07.2012)

Wechselhaftes Wetter können wir im Hochgebirge nicht brauchen. Wir bleiben "in der Nieder", wie Dora, die gute Seele des Kortscher Hofes zu sagen pflegte, und begeben uns in unmittelbarer Umgebung unser Unterkunft auf spannende kulturhistorische Exkursionen.Wir sind weder Archäologen noch Historiker, sondern lediglich kulturinteressierte Laien. Unsere Herangehensweise an kulturgeschichtliche Artefakte ist unmethodisch bzw. von amateurhafter bzw. hemdsärmeliger Neugier getrieben. Wir erwarten keine objektiv relevanten Ergebnisse und sind mit subjektiv erleuchtenden Erkenntnissen zufrieden, die uns immer wieder neu überraschen und begeistern und zu weiteren Recherchen anregen.
Heute besuchen wir zunächst das 'Ganglegg', eine eiszeitliche Gletschermoräne oberhalb von Schluderns. Anschließend kehren wir noch einmal zum 'Tartscher Bühel' zurück, ein Felsbuckel aus Glimmerschiefer zwischen den Ortschaften Schluderns und Mals, in dem Volkssagen verborgene historische Geheimnisse vermuten. Eine kleine Grabungskampagne im Kontext der Untersuchungen auf dem 'Ganglegg' führte zu bemerkenswerten Erkenntnissen.
Link zur Fotoserie unserer archäologischen Wanderung vom 10.07.2012



Montag, 9. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung am Mitterwaal von Glurns nach Taufers

Motiv am Miterwaal
Der Mitterwaal liegt zwischen Glurns im Vinschgau und Taufers im Münstertal. Der Waal führt zwar kein Wasser, er bietet aber einen schönen Wanderweg, der auch bei unsicherer Wetterlage gegangen werden kann.
Aus Richtung Glurns ist die Wegführung zunächst eher unattraktiv, wovon man sich aber nicht abschrecken lassen sollte. Vor uns liegen nämlich noch einige sehr attraktive Wegabschnitte. Der Waalweg endet zwar bei der Ortschaft Rifair, ca. 3 km vor Taufers, wir gehen jedoch weiter bis Taufers, um uns dort noch ein wenig umzuschauen und anschließend mit dem Bus zurück nach Glurns zu fahren.
Für kulturell Interessierte bietet Taufers im Münstertal ein reiches kulturhistorisches Angebot, das sich nicht 'en passent' erschließen lässt, sondern neben dem Interesse auch Zeit und ein wenig Forschergeist abfordert. Taufers ist jedoch kein Solitär. Im Vinschgau finden wir viele kulturhistorisch interessante  Ortschaften, die zu wiederholten Besuchen motivieren. Nach ca. 25 Vinschgau-Reisen über 30 Jahre sind wir noch immer fasziniert vom kulturellen Reichtum dieser Region. Bei jedem Aufenthalt überraschen uns neue Erfahrungen. Die grandiose Natur dieser Landschaft bietet uns dabei die Sicherheit einer konstant hohen Erlebnisqualität, solange auch die subjektiven Faktoren harmonieren, zu denen insbesondere Fitness und Gesundheit zählen. Link: Fotoserie der Wanderung am Mitterwaal ziwschen Glurns und Taufers

Sonntag, 8. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung im Matscher Tal zur Oberetteshütte

Steinmann auf dem Weg zur Oberetteshütte
Die Wanderung im Matscher Tal von den Glieshöfen zur Oberetteshütte zählt zu unseren Standard-Eingehtouren. Ein Höhenunterschied von ca. 900 m erfordert über eine Gehzeit von etwa 2 Stunden nur eine Durchschnittsleistung, die aber durchaus zu einer Höchstleistung werden kann, wenn man gerade erst aus dem Flachland angereist ist und das Potential der eigenen Fitness eher von Erlebnissen der Vergangenheit zehrt. Kurz gesagt, wir haben gelitten und das Wetter war auch bescheiden. Wir sind aber angekommen und konnten heute auch noch Bescheidenheit lerner. Das lässt sich positiv sehen, aber auf dem Niveau dieser Bescheidenheit wollen wir nicht verweilen, weshalb wir an unserer Fitness arbeiten werden. Da wir uns immerhin sechs Wochen in Südtirol aufhalten, lässt sich bald auch der Erfolg unserer Vorsätze und Maßnahmen überprüfen.
Erwähnenswert ist eine Verlegung des Anstiegswegs zur Hütte, was den Anstieg komfortabler, aber auch etwas länger macht. Das Eine ist halt nicht ohne das Andere zu haben. Link: Fotoserie der Wanderung zur Oberetteshütte

 
Technische Daten:
  • Gesamtgehzeit: 4:05 Stunden (Hinweg 2:10 Sd., Rückweg 1:55 St.)
  • Absoluter Höhenunterschied: 863 m
  • Anstieg- und Abstiegsleistung: ca. 900 m (Schätzung)
  • Technische Anforderungen: keine
  • Konditionelle Anforderungen: mittel
Erlebniswert: Gute Eingehtour durch ein attrktives Tal zu einer schönen Hütte!


Samstag, 7. Juli 2012

Südtirol 2012 - Von Sulden durch das Zaytal zur Düsseldorfer Hütte

Düsseldorfer Hütte über dem Zaytal
Für den Aufstieg zur Payerhütte ist das Wetter nicht ausreichend. Wolken würden keine Sicht erlauben und außerdem wäre ein Gewitter am Tabarettagrad äußerst unangenehm. Wir ziehen darum auf der gegenüberliegenden Seite einen Aufstieg zur Düsseldorfer Hütte vor. Mit dem Sessellift zur Kanzel ließe sich der Weg abkürzen, was wir jedoch nicht beabsichtigen. Wie nehmen den gesamten Weg durch das Zaytal zu Fuß.
Der Weg ist uns vertraut, weil wir ihn in der Vergangeheit mehrfach gegangen sind, um den Gipfel der Tschenglser Wand (3.373 m) zu besteigen, ein großartiger Aussichtsberg über dem Vinschgau. Daran ist bei unserer aktuellen Fitness nicht zu denken. Außerdem bekommen lange Abstiege unseren Kniegelenken gar nicht. Daran können auch Teleskopstöcke nur wenig ändern.
Heute freuen wir uns, dass wir wenigstens die Hütte in einem Zug erreichen. Auf der Hütte ist dann eine ausgiebige Pause angesagt. Ja, das Laufen fehlt uns, wie wir täglich in den Bergen schmerzhaft feststellen.
Link: Fotoserie der Wanderung zur Düsseldorfer Hütte

Technische Daten
  • Gehzeit: 2:10 Std. im Aufstieg, 1:30 Std. im Abstieg
  • Höhenunterschied: 870 m
  • Anforderungen: moderat
  • Erlebniswert: 2

Mittwoch, 4. Juli 2012

Südtirol 2012 - Drei Juwelen auf einen Streich: Tartscher Bühel, St. Benedikt und Planeiltal

St. Veit (11. Jh) auf dem Tartscher Bühel
Mit dem Aufenthalt im Obervinschgau erschließen wir uns neue Erfahrungen, die uns in der Vergangenheit entgangen sind. Mitunter lagen Ziele auch einfach nur zu weit vom Mittelvinschgau entfernt, um sie zu besuchen. Heute lernen wir gleich drei neue Sehenswürdigkeiten kennen.
Ehe wir eine Wanderung im Planeital unternehmen, bringt uns ein Abstecher auf das 'Tartscher Bühel', das unmittelbar hinter unserer Unterkunft liegt. Auf dem weiteren Weg in das Planeital besuchen wir am Rand der Ortschaft Mals die alte Kirche St. Benedikt, die nur von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr für Besichtungen geöffnet ist. Im Planeital erschließen wir uns schließlich eine neue Wanderroute, die uns als Eingehtour geeignet erscheint und die Mühe des Anstiegs mit der Einkehr auf der Planeier Alm belohnt. Fotoserie: Wanderung im Planeital




Dienstag, 3. Juli 2012

Südtirol 2012 - Grenzüberschreitender 'Stundenweg' von Kloster zu Kloster im Münstertal

Kloster St. Johann in Müstair, Münstertal
Nach dem gestrigen Wettereinbruch im gesamten Alpenraum ist heute das Wetter für das Hochgebirge noch zu unsicher. Wir bleiben in Talnähe und entscheiden uns für neue Erfahrungen. Seit wenigen Jahren ist ein neuer Wanderweg eingerichtet, der als 'Stundenweg' einer alten Kulturstraße durch das Münstertal folgt. Startpunkt ist das Kloster St. Johann in Müstair, dessen Gründung auf das Jahr 770 zurückgeht und als Stiftung Karls des Großen gilt. Seit 1983 ist das Kloster ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Zielort des Wanderweges ist die 370 Jahre später als Spin-off des Klosters Ottobeuren gegründete Benediktiner-Abtei Marienberg oberhalb von Burgeis. Die mächtige Klosteranlage im oberen Vinschgau birgt bedeutende kulturelle Vermächtnisse. Dem Kloster ist in der Gegenwart nicht anzusehen, dass es nicht nur über viele Jahrhunderte ein Zankapfel politischer Mächte war, sondern auch einige Katastrophen überstanden hat. Link: Fotoserie Stundenweg 


Sonntag, 1. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung im Langtauferer Tal zur Weißkugelhütte


Rast an der Weißkugelhütte, 2.557 m
Das Wochenende ist in Südtirol extrem heiß. Im Vinschgau erreichen die Temperaturen auf einer Höhe von 1.000 m Werte über 30 Grad. Um der Hitze zu entkommen, hilft nur die Höhe. An unserem ersten Aufenthaltstag in Südtirol wählen wir als Eingehtour eine Wanderung zur Weißkugelhütte, die wir zuletzt vor 20 Jahren besucht haben. 
Den Gipfel der Weißkugel, der mit einer Höhe von 3.739 m zu den höchsten Gipfeln des Alpen-Hauptkamms zählt, haben wir 1990 bestiegen. Den wirklichen Wert der wunderschönen Erlebnisse dieser Tour erkennen wir erst im Nachhinein, nachdem sie in unsere persönliche Traumzeit eingegangen sind und heute nur noch in unseren Erinnerungen lebendig bleiben.
Link: Fotoserie der Wanderung   
Link: Bericht der Gipfeltour im Jahr 1990


Sonntag, 3. Juni 2012

Rheinsteigwanderung von Östrich über Kloster Eberbach und Kiedrich nach Eltville

Kloster Eberbach
Diese großartige Rheinsteigetappe verdient bessere Wetterbedingungen! Leichter Dauerregen am Morgen hält uns nicht vom Start der Etappe ab. Ab Mittag soll der Regen nachlassen und in gelegentliche Schauer übergehen. Damit können wir uns arrangieren. Als erprobte Schottlandreisende sind wir wetterfest und verfügen zudem über hochwertige Regenkleidung, die wir bei Bedarf einsetzen können.
Am Vormittag setzt der leichte Dauerregen mitunter für einige Sekunden aus, um anschließend für mehrere Minuten das Versäumte umso kräftiger nachzuholen. Bis zum Kloster Eberbach bleiben die Bedingungen weitgehend konstant und erlauben mitunter sogar Fotos. Doch dann setzt sich das Wetter über alle Prognosen hinweg und öffnet für Stunden seine Schleusen. Dieser Steigerung ist unsere Regenschutz nicht gewachsen, er wird überflüssig. Nass bis auf die Haut treffen wir in Eltville ein, wo sich gerade der Zug in Bewegung setzt, der uns nach Östrich bringen könnte. Triefend und frierend warten wir eine Stunde auf den nächsten Zug. Die Anschaffung eines Ponchos ist beschlossen. Der sieht zwar ziemlich doof aus, ist aber praktisch.

Samstag, 2. Juni 2012

Rheinsteigwanderung von Östrich nach Rüdesheim

Motiv am Rheinsteig bei Johannisberg
Am Morgen reisen wir in knapp zwei Stunden von Köln nach Östrich im Rheingau, parken unser Auto vor der gebuchten Unterkunft und starten sogleich zu dieser Rheinsteigetappe. Bis Assmannshausen kommen wir jedoch heute nicht. Trotz der insgesamt guten Wegmarkierung verpassen wir nördlich von Johannisberg mangels Wegmarke eine unscheinbare Abzweigung in einen verwucherten Waldweg und verlieren anschließend einige Zeit mit der Suche des Weges. Nach diesem ärgerlichen Zeitverlust lassen wir die Etappe in Rüdesheim enden, um von dort mit dem Zug nach Östrich zurück zu fahren.
Tatsächlich ist es heute trocken geblieben. Sehr trocken sogar, denn wir haben vergessen, Trinkwasser mitzunehmen. Unsere Sonnenschutzmittel befinden sich dagegen unnötigerweise im Rucksack. Der versprochene Sonnenschein stellt sich nämlich erst bei der Rückkehr nach Östrich ein. So können wir am Nachmittag immerhin den Balkon unseres Zimmers nutzen und das Abendessen im Hof des Restaurants 'Grüner Baum' einnehmen.