Mittwoch, 4. Juli 2012

Südtirol 2012 - Drei Juwelen auf einen Streich: Tartscher Bühel, St. Benedikt und Planeiltal

St. Veit (11. Jh) auf dem Tartscher Bühel
Mit dem Aufenthalt im Obervinschgau erschließen wir uns neue Erfahrungen, die uns in der Vergangenheit entgangen sind. Mitunter lagen Ziele auch einfach nur zu weit vom Mittelvinschgau entfernt, um sie zu besuchen. Heute lernen wir gleich drei neue Sehenswürdigkeiten kennen.
Ehe wir eine Wanderung im Planeital unternehmen, bringt uns ein Abstecher auf das 'Tartscher Bühel', das unmittelbar hinter unserer Unterkunft liegt. Auf dem weiteren Weg in das Planeital besuchen wir am Rand der Ortschaft Mals die alte Kirche St. Benedikt, die nur von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr für Besichtungen geöffnet ist. Im Planeital erschließen wir uns schließlich eine neue Wanderroute, die uns als Eingehtour geeignet erscheint und die Mühe des Anstiegs mit der Einkehr auf der Planeier Alm belohnt. Fotoserie: Wanderung im Planeital




Dienstag, 3. Juli 2012

Südtirol 2012 - Grenzüberschreitender 'Stundenweg' von Kloster zu Kloster im Münstertal

Kloster St. Johann in Müstair, Münstertal
Nach dem gestrigen Wettereinbruch im gesamten Alpenraum ist heute das Wetter für das Hochgebirge noch zu unsicher. Wir bleiben in Talnähe und entscheiden uns für neue Erfahrungen. Seit wenigen Jahren ist ein neuer Wanderweg eingerichtet, der als 'Stundenweg' einer alten Kulturstraße durch das Münstertal folgt. Startpunkt ist das Kloster St. Johann in Müstair, dessen Gründung auf das Jahr 770 zurückgeht und als Stiftung Karls des Großen gilt. Seit 1983 ist das Kloster ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Zielort des Wanderweges ist die 370 Jahre später als Spin-off des Klosters Ottobeuren gegründete Benediktiner-Abtei Marienberg oberhalb von Burgeis. Die mächtige Klosteranlage im oberen Vinschgau birgt bedeutende kulturelle Vermächtnisse. Dem Kloster ist in der Gegenwart nicht anzusehen, dass es nicht nur über viele Jahrhunderte ein Zankapfel politischer Mächte war, sondern auch einige Katastrophen überstanden hat. Link: Fotoserie Stundenweg 


Sonntag, 1. Juli 2012

Südtirol 2012 - Wanderung im Langtauferer Tal zur Weißkugelhütte


Rast an der Weißkugelhütte, 2.557 m
Das Wochenende ist in Südtirol extrem heiß. Im Vinschgau erreichen die Temperaturen auf einer Höhe von 1.000 m Werte über 30 Grad. Um der Hitze zu entkommen, hilft nur die Höhe. An unserem ersten Aufenthaltstag in Südtirol wählen wir als Eingehtour eine Wanderung zur Weißkugelhütte, die wir zuletzt vor 20 Jahren besucht haben. 
Den Gipfel der Weißkugel, der mit einer Höhe von 3.739 m zu den höchsten Gipfeln des Alpen-Hauptkamms zählt, haben wir 1990 bestiegen. Den wirklichen Wert der wunderschönen Erlebnisse dieser Tour erkennen wir erst im Nachhinein, nachdem sie in unsere persönliche Traumzeit eingegangen sind und heute nur noch in unseren Erinnerungen lebendig bleiben.
Link: Fotoserie der Wanderung   
Link: Bericht der Gipfeltour im Jahr 1990


Sonntag, 3. Juni 2012

Rheinsteigwanderung von Östrich über Kloster Eberbach und Kiedrich nach Eltville

Kloster Eberbach
Diese großartige Rheinsteigetappe verdient bessere Wetterbedingungen! Leichter Dauerregen am Morgen hält uns nicht vom Start der Etappe ab. Ab Mittag soll der Regen nachlassen und in gelegentliche Schauer übergehen. Damit können wir uns arrangieren. Als erprobte Schottlandreisende sind wir wetterfest und verfügen zudem über hochwertige Regenkleidung, die wir bei Bedarf einsetzen können.
Am Vormittag setzt der leichte Dauerregen mitunter für einige Sekunden aus, um anschließend für mehrere Minuten das Versäumte umso kräftiger nachzuholen. Bis zum Kloster Eberbach bleiben die Bedingungen weitgehend konstant und erlauben mitunter sogar Fotos. Doch dann setzt sich das Wetter über alle Prognosen hinweg und öffnet für Stunden seine Schleusen. Dieser Steigerung ist unsere Regenschutz nicht gewachsen, er wird überflüssig. Nass bis auf die Haut treffen wir in Eltville ein, wo sich gerade der Zug in Bewegung setzt, der uns nach Östrich bringen könnte. Triefend und frierend warten wir eine Stunde auf den nächsten Zug. Die Anschaffung eines Ponchos ist beschlossen. Der sieht zwar ziemlich doof aus, ist aber praktisch.

Samstag, 2. Juni 2012

Rheinsteigwanderung von Östrich nach Rüdesheim

Motiv am Rheinsteig bei Johannisberg
Am Morgen reisen wir in knapp zwei Stunden von Köln nach Östrich im Rheingau, parken unser Auto vor der gebuchten Unterkunft und starten sogleich zu dieser Rheinsteigetappe. Bis Assmannshausen kommen wir jedoch heute nicht. Trotz der insgesamt guten Wegmarkierung verpassen wir nördlich von Johannisberg mangels Wegmarke eine unscheinbare Abzweigung in einen verwucherten Waldweg und verlieren anschließend einige Zeit mit der Suche des Weges. Nach diesem ärgerlichen Zeitverlust lassen wir die Etappe in Rüdesheim enden, um von dort mit dem Zug nach Östrich zurück zu fahren.
Tatsächlich ist es heute trocken geblieben. Sehr trocken sogar, denn wir haben vergessen, Trinkwasser mitzunehmen. Unsere Sonnenschutzmittel befinden sich dagegen unnötigerweise im Rucksack. Der versprochene Sonnenschein stellt sich nämlich erst bei der Rückkehr nach Östrich ein. So können wir am Nachmittag immerhin den Balkon unseres Zimmers nutzen und das Abendessen im Hof des Restaurants 'Grüner Baum' einnehmen.

Dienstag, 29. Mai 2012

Rheinsteigwanderung von Linz nach Rheinbrohl

Wegmarken Rheinsteig und Westerwaldstark
Blick vom Kaiserberg auf Rhein, Linz und Ahrmündung
Mit dieser abwechslungsreichen Etappe dringen wir nach Süden in den 'Naturpark Rhein-Westerwald' ein. Alte Dörfer, Burgen und Basaltsteinbrüche liegen an der historischen Grenze des keltischen und römischen Kulturraumes. Zwischen Bad Hönningen und Rheinbrohl sind Spuren des als 'Limes' bezeichneten ehemaligen Römerwalls sichtbar gemacht. Wesentlich jünger ist der 'Westerwaldsteig', der seit dem Jahr 2008 zwischen Bad Hönningen und Rheinbrohl, je nach Gehrichtung, beginnt oder endet. Der 'Westerwaldsteig' bietet sich als Kandidat für ein Anschlussprojekt an. Heute nehmen wir den 'Westerwaldsteig' nur zur Kenntnis. Wir wären sogar konsequent auf dem Rheinsteig geblieben, wenn wir uns nicht wieder verlaufen sowie unsinnge Schleifen ausgelassen hätten, die vermutlich den Kriterien von 'Premiumwegen' geschuldet sind.
Bei guten konditionellen Voraussetzungen belohnt diese Etappe von ca. 20 km Länge (vielleicht sind es auch etwas mehr) mit vielen großen Genüssen für viele kleine Anstrengungen. Auf dieser Strecke sind wir bei sommerlichem Wetter 4:30 Stunden (netto) unterwegs.


Sonntag, 27. Mai 2012

Rheinsteigwanderung von Bonn-Beuel nach Königswinter

Ausblick vom Kuckstein
Heute holen wir die Start-Etappe nach, gestatten uns aber eine kleine Abweichung. Da wir mit dem Zug auf kürzestem Weg von Königswinter zum Startpunkt zurückkehren möchten, parken wir unser Auto nicht am linksrheinischen Hauptbahnhof Bonn, sondern am Bahnhof Beuel auf der rechten Rheinseite, von dem wir dann auch starten. Das Rheinufer erreichen wir nach etwa 10 Minuten und treffen dort auf den Rheinsteig, dem wir vorerst folgen.








Samstag, 26. Mai 2012

Rheinsteigwanderung von Bad Honnef nach Linz am Rhein

Blick vom Leyberg (Siebengebirge, 359 m) auf das Rheintal
Unser Wanderprojekt am Rheinsteig starten wir auf dem als 2. Etappe ausgewiesenen Abschnitt in Bad Honnef. Das Auto parken wir am Bahnhof von Bad Honnef, weil wir für den Rückweg einen Zug nehmen wollen.
Wie so oft in Deutschland ist auch die Bahnhofsgegend von Bad Honnef ziemlich unattraktiv. Auf dem Weg zum Siebengebirge ändern sich schon bald der Charakter des Ortes und der Landschaft zu ihrem Vorteil. Vor uns liegt eine waldreiche Strecke des Siebengebirges, deren schattige Wege wir zu schätzen wissen. Am Morgen starten wir bei einer angenehmen Temperatur von 18 Grad, die aber bald bis auf fast 30 Grad steigt. Die profilierte Strecke bereitet uns keine Probleme. Nach den noch nicht lange zurückliegenden heißen Tagen im Südwesten der USA sind wir offensichtlich hitzefester als üblich und auch bereits eingegangen.


Freitag, 25. Mai 2012

Wanderprojekt Rheinsteig & Rheinburgenweg

Rheinsteig-Markierung in der Nähe von Ramersdorf
Das Erreichen des Ruhestandes verstehen wir nicht als Aufforderung zum Faulenzen, sondern als Chance, den Anteil selbstbestimmter Zeit deutlich zu erhöhen, um uns intensiver mit bevorzugten Aktivitäten beschäftigen zu können. Zu solchen Aktivitäten zählen ausgedehnte Wanderungen.
Am Mittelrhein sind auf beiden Seiten des Rheins attraktive Fernwanderwege eingerichtet, die uns anziehen. Rechtsreinisch verläuft über 320 km der Rheinsteig, der die Städte Bonn und Wiesbaden miteinander verbindet. Das linksrheinische Gegenstück ist der Rheinburgenweg, der über 196 km zwischen dem Rolandsbogen (auf der Höhe der Rheininsel Nonnenwerth bei Bad Honnef) und Bingen am Mittelrhein verläuft.
Von Köln sind die Wanderrouten bequem zu erreichen und erfordern überwiegend keine Übernachtungen. Erst auf den südlicheren Etappen werden Übernachtungen sinnvoll. Vor Ort sind keine logistischen Probleme zu erwarten, weil die öffentlichen Verkehrssysteme auf beiden Seiten des Rheins gut ausgebaut sind. Wir verfügen über das 'Luxusgut Zeit' und brauchen darum keinen festen Plan, um beide Routen sukessive auf ihrer ganzen Länge zu erwandern. Wetter, Lust und Laune dürfen den Plan vorgeben. Gehrichtung, Reihenfolge, Start- und Zielort entscheiden wir nach Belieben. Wenn es uns gefällt, variieren wir die Streckenführung. Unsere Erlebnisse auf den Fernwanderwegen am Rhein werden wir als Tagebuch dieses Wanderblogs festhalten.
Link: Wanderportal Rheinsteig   Link: Wikipedia-Artikel Rheinsteig 
Link: Wanderportal Rheinburgenweg   Link: Wikipedia-Artikel Rheinburgenweg

Anmerkungen:
  • Irritierend ist ein weiterer Rheinburgenweg auf der rechten Rheinseites zwischen Bad Honnef und Rüdesheim. Es handelt sich dabei um einen Vorläufer des Rheinsteigs, den der Rheinsteig abgelöst hat. 
  • Die Wegführung des linksrheinischen Rheinburgenwegs wurde 2010 überarbeitet und erfordert darum aktuelles Kartenmaterial.

Sonntag, 29. April 2012

USA 2012 - Wanderung am South Rim des Grand Canyon zum Ceder Point

North Rim, Colorado Canyon, Tonto Platform vom Kaibab Trail
Nach der anstrengenden Tour zum Plateau Point bleiben wir heute bescheidener und steigen vom South Rim auf dem Kaibab Trail bis zum 'Ceder Point' ab. Der Name dieses Trails verweist auf das 'Kaibab Plateau', eine 2.100 - 2.400 m hohe Region des 'Colorado Plateaus', die der 'Colorado River' mit seinem Canyon durchschneidet. Der Trail führt zum 'Colorado River' und trifft sich dort mit dem 'Bright Angel Trail'. Der Weg zum 'Colorado River' ist über den Kaibab Trail kürzer als über den 'Bright Angel Trail', er bietet aber unterwegs keine Wasserstellen und ist darum weniger frequentiert. Ende April bleibt die Temperatur in erträglichen Bereichen, weshalb trotz dieses Handicaps einige Wanderer diesen Weg zur Phantomranch wählen. Unter ihnen sind auch drei Deutsche, die wir bereits im Shuttle-Bus beobachten. Sie wirken nicht besonders erfahren und sind auch nicht gerade austrainiert. Obwohl sie sich auf der Busfahrt nur mit ihrem Gepäck beschäftigen, stellt einer von ihnen erst am Trailhead fest, dass er sein Trinkwasser vergessen hat. Dumm gelaufen!
Link: Fotoserie der Wanderung zum Ceder Point am Kaibab Trail