Donnerstag, 7. Mai 2020

Rundweg in der Eifel-Toskana bei Blankenheim: Ripsdorf, Brotpfad, Grießheuel, Eifelsteig, Kalvarienberg, Lampertstal

Wanderroute Tafel am Eifelblick auf dem Kalvarienberg Tafel am Wanderparkplatz Ripsdorf

Südlich von Blankenheim macht die Ahreifel als Toskana der Eifel auf sich aufmerksam. Bei sonnigem Wetter, wie wir es heute genießen, erinnern tatsächlich sanft geschwungene Hügel mit Wacholderheide (Zypressen des Nordens) auf Kalkmagerrasen an Toskana-Landschaften. Unsere Wanderung startet in Ripsdorf. Mit seiner Historie, der spätgotischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist und dem historischen Brothaus, ein Fachwerkensemble aus dem 17. Jh. mit  vorgebautem Natursteinbackofen, hebt sich Rispdorf nur unauffällig von zahllosen gesichtlosen Eifeldörfern ab. Abschnitte unseres ca. 11 km langen Rundwegs (ca. 3 Stunden Gehzeit) über 2 markante Höhen der Eifel-Toskana und durch 2 unter Naturschutz stehenden Tälern decken sich mit der Tourenbeschreibung im Kapitel Kalk-Eifel der privaten Webseite Komm mit Wandern sowie mit der Etappe 7 des Eifelsteigs. - Fotoserie


Stromberg, Schaafbachtal
Stromberg, Schaafbachtal
Wanderin am Brotpfad in Ripsdorf
Wanderfee auf dem Brotpfad
Auf dem Brotpfad wurde einst im Ripsdorfer Brothaus gebackenes Brot über 9 km nach Blankenheim transportiert. Vom Ripsdorfer Wanderparkplatz folgen wir dem Brotpfad hinab in das Schaafbachtal, hinter dem sich der Stromberg (559 m) erhebt, auf dem 1979 Reste einer prähistorischen Keltenfliehburg entdeckt, aber bisher nicht weiter untersucht wurden.






Griesheuel, 563 m
Griesheuel (563 m) bei Waldorf
Beim Ort Ahrmühle verzweigt der Wanderweg nach Südwesten und führt oberhalb des Bonnesbachs zu einer Hochebene mit dem Ort Waldorf. Jenseits des Bonnesbachs blicken wir auf den exponierten und mit Säurezeigern bewachsenen Bundsandstein- und Basaltkegel Griesheuel, höchster Punkt unserer Route mit 563 m.








Blick vom Griesheuel zum Kalvarienberg
Blick vom Griesheuel zu den Alendorfer Kalktriften
Vom Gipfel des Griesheuel zeigen sich mit Wacholderheide und Kalkmagerrasen bewachsene Kalktriften, die den Ort Alendorf umrahmen. Die Alendorfer Kalktriften bilden das größte Wacholder-Schutzgebiet in NRW und vermitteln Besuchern der Landschaft eine als Toskana des Nordens empfundene Anmutung.










Kreuzweg zwischen Wacholder auf dem Kalvarienberg
Kreuzweg auf den Kalvarienberg
Eine der drei Kalktriften ist unser nächstes Zwischenziel, der Kalvarienberg Alendorf (523 m), auf den ab der Alten Kirche Alendorf ein Kreuzweg führt, den Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim (1630-1705) im 17. Jh. errichten ließ.











Eifelblick auf dem Kalvarienberg
Eifelblick Kalvarienberg Richtung Amberg und Hohe Acht
Etwa auf halber Strecke zwischen dem Griesheuel und dem Kalvarienberg treffen wir auf die von der Ahrquelle in Blankenheim nach Mirbach führende Eifelsteig-Etappe 07, der wir auf den Kalvarienberg und weiter in das Lampertstal folgen.
Der Aussichtspunkt Kalvarienberg ist als einer von zahlreichen Eifel-Blicken mit Panoramatafel und Rastplatz eingerichtet.









Wanderer am Gipfelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf
Wanderer auf dem Gipfel des Kalvarienbergs
Wanderin auf dem Kalvarienberg bei Alendorf
Rast auf dem Kalvarienberg
Die attraktive Rundsicht des Eifelblicks Kalvarienberg lädt zum Verweilen ein. Seit 2 Stunden sind wir unterwegs und freuen uns auf eine ausgiebige Rast, bei der wir nicht nur die Aussicht genießen, sondern auch unsere mitgeführte Verpflegung verzehren, die uns für die Schlussetappe stärkt.





Lampertstal Wir folgen weiter dem Eifelsteig und steigen vom Kalvarienberg hinab in das Lampertstal, das zusammen mit den Alendorfer Kalktriften und weiteren Teilflächen als Naturschutzgebiet Lampertstal ausgewiesen ist.
Als Highlights des beschaulichen Lampertstals gelten im Frühjahr blühende Orchideen, die wir heute nicht gefunden haben, sowie eine Bachschwinde, die den Lampertsbach in unterirdische Kalkhöhlen abfließen lässt. Je nach Wasserstand nimmt die Bachschwinde jedoch nur eine Teilmenge des Lampertsbachs auf, sodass der Lampertsbach heute nicht vollständig 'abtaucht'.
Im Lampertstal verlassen wir den Eifelsteig und kehren auf einem ansteigenden Verbindungsweg zurück nach Ripsdorf.

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