Mittwoch, 29. August 2018

Überraschungen im Obervinschgau nicht nur auf dem Panoramaweg Schöneben - Haideralm (Update 4.09.2018)

Wandergruppe am Panoramaweg Schöneben-Haideralm

Naturverbundene Einstellungen und unweltverträgliches, die Natur schützendes nachhaltiges Verhalten scheinen im Obervinschgau stärker ausgeprägt zu sein als in anderen Teilen des Landes. Immer mehr Betriebe stellen auf biologische Methoden um. Offenbar nehmen das Bewusstsein für Nachteile des Pestizideinsatzes und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Denkweisen im Obervinschgau zu.(1) Ein weiteres Beispiel für Umdenken liefert das Dorf Matsch, eine Fraktion der Gemeinde Mals in einem Seitental des Vinschgaus. Seit 2017 ist Matsch das erste Südtiroler Bergsteigerdorf.(2)
Heile Welt im Obervinschgau? Keineswegs! Vielleicht ein wenig mehr als in anderen Regionen, aber nur dort, wo massive wirtschaftliche Interessen nicht blockieren, lernen wir heute einmal mehr auf dem Panoramaweg (Tourenbeschreibung) zwischen Bergstationen der Skigebiete Schöneben und Haideralm oberhalb des Reschensees.(3) - Fotoserie - ca. 11 km, 4 Stunden Gehzeit, 500 Höhenmeter

Dienstag, 28. August 2018

Flow-Erlebnisse auf dem Planeiler Höhenweg 1 & 2

Punibach im hinteren PlaneiltalPlaneil im Planeiltal, Burgeis, Kloster Marienberg Wir wandern gerne im Planeiltal, ein vom Tourismus relativ unberührtes Seitental im oberen Vinschgau. Benannt ist das Tal nach dem Dorf Planeil(1), in dem der Planeiler Höhenweg als Rundweg mit 3 Teilabschnitten beginnt und endet.(2) Den Abschnitt 1 sind wir bereits mehrmals gegangen, zuletzt noch vor 8 Tagen in Verbindung mit dem Wieges-Rundweg (Post vom 20.08.2018). Die Wanderung hat uns so gut gefallen, dass wir heute tiefer in das Planeiltal vordringen und den Höhenweg 2 anfügen. Am Nachmittag sind wir nach etwas mehr als 5-stündiger Wanderung (ca. 16 km, 900 Höhenmeter) begeistert wie selten und nehmen uns vor, im nächsten Jahr die komplette Runde zu gehen. - Fotoserie

Montag, 27. August 2018

Von Melag zur Weißkugelhütte im Langtauferertal via Gletscherlehrpfad und Höhenweg

Schneemann an der Weißkugelhütte Weißkugelhütte (2.544 m) im Langtauferertal Weißkugelhütte (2.544 m) im Langtauferertal

Die Wanderung im Langtauferertal von Melag (1.920 m) zur Weißkugelhütte (2.544 m) ist wahrlich kein Geheimtipp, was nicht nur der große Parkplatz in Melag zeigt, sondern auch eine forsche Parkgebühr von 8 €/Tag, die neuerdings aufgerufen wird und möglicherweise zur Nutzung des Linienbusses ab Graun am Reschensee motivieren soll. Wir vermeiden Besucherprozessionen auf dem Normalweg Nr. 2 und wandern ab der Melager Alm auf dem großartigen Gletscherlehrpfad durch Moränenlandschaft in das hintere Langtauferertal bis zur urigen Weißkugelhütte (2:35 Std.), an der das eindrucksvolle Gletscherpanorama die Besucher anzieht. Die marode Hütte wird nach langjähriger Diskussion 2021 an einem anderen Standort neu erbaut, berichtet der Vinschgerwind 21.11.2017. Auf dem Rückweg zweigen wir schon bald vom Normalweg ab und wandern in 1:55 Std. auf dem Höhenweg Nr. 3 am aussichtsreichen Nordhang entlang zurück nach Melag. - Fotoserie - 12,2 km, 4:30 Std. Gesamtgehzeit, ca. 750 Höhenmeter, Schwierigkeit mittel (T2)

Donnerstag, 23. August 2018

Wanderglück mit Einkehrglück auf einsamen Wegen zwischen Prad und Tschengls

TschenglsObervinschgau aus Richtung Lottersteig Ein sich näherndes Tiefdruckgebiet motiviert zu einer Wanderung in der Umgebung unseres langjährigen Stammquartiers, dem Falatschhof bei Glurns im oberen Vinschgau. Nach der Tour auf den Tellakopf am Vortag (Post vom 23.08.2018) möchten wir heute 'gemütlich' zwischen Prad und Tschengls wandern. Traditionell missrät diese Absicht, wie auch heute. Dank vermeintlicher Ortskenntnisse verzichten wir auf Detailinformationen. Preis der Dummheit sind Umwege und unnötige Anstrengungen, auf einer Route mit ca. 900 Höhenmetern auf ca. 16 km Strecke mit fast 5 Stunden Gehzeit. Nach der Tour sind zwar die Beine schwer, aber Eindrücke und Erlebnisse dieser schönen Runde wiegen deutlich mehr. - Fotoserie

Montag, 20. August 2018

Planeiler Höhenweg 1, Wieges-Rundweg, Planeiler Alm

Planeil im PlaneiltalPlaneil im Planeiltal Das nach dem Dorf Planeil benannte Planeiltal ist ein wunderschönes Nebental des oberen Vinschgaus, aber touristisch wenig erschlossen. Flurbezeichnungen verweisen auf rätoromanische Kultur. Ortsunkundige Wanderer, die beim urigen Dorf Planeil starten, nutzen vor allem markierte Routen zum Malser Hausberg Spitzige Lun (2.324 m) oder zur Planeiler Alm (2.203 m). Diese Ziele sind fraglos attraktiv, aber da wir die Routen schon oft gegangen sind und mehrfach darüber berichtet haben(1), halten wir Ausschau nach Alternativen und werden fündig. Engagierte Mitglieder der AVS-Sektion Mals reaktivieren und restaurieren im Planeiltal teilweise uralte Steige und erschließen sie mit Markierungen und Wegweisern ortsunkundigen Wanderern.(2) Wir wollen die  Kombination von Planeiler Höhenweg 1 mit Wieges-Rundweg gehen.(3) Nach Planeil brechen wir früh auf, weil Parkplätze vor dem Dorf Mangelware sind. Auf der Wanderung überraschen uns neue Entwicklungen sowie eine hoch attraktive, aber wenig beachtete Runde über den Steinmandl, auf der wir heute alleine unterwegs sind. - Fotoserie

Samstag, 18. August 2018

Wanderung vom Egghof bei Taufers über das Tellajoch in das Schlingtal - Etappe 8 auf dem Rundweg 360° Obervinschgau

Tellajoch, Piz Chavalatsch am Falaschkamm, Ortler
Tellajoch, Piz Chavalatsch am Falaschkamm, Ortler
Logo des Wanderwegs 360° Obervinschgau
Logo des Wanderwegs 360° Obervinschgau
Urlaubsgestaltung ist nicht frei von Moden, aber sie unterliegt keiner Norm. Südtirol  eignet sich für ein breites Spektrum an Aktivitäten, die von Sportarten wie Bergsteigen und -wandern, Klettern, Radfahren, Paragliding, Schneeschuhwandern, Skitour-Wandern etc. bis zum Konsum vorkonfektionierter touristischer Dienstleistungen und Angebote wie Wellness, Museen und Ausstellungen, Natur- und Kulturführungen, Shopping oder einfach nur Sehen und Gesehenwerden etc. reichen. Der Obervinschgau zieht mit einem großen Wanderwegenetz, leicht erreichbaren bis hoch anspruchsvollen Gipfeln, Radwegen und MTB-Trails eher Aktivurlauber an. Im Hintergrund wirken rührige Tourismusvereine, deren Arbeit die Region für Menschen zugänglich macht, die nicht in Berglandschaften aufgewachsen sind, ihren Urlaub aber gerne aktiv in Bergregionen gestalten.
Seit Juni 2018 bietet der Rundweg 360° Obervinschgau neue Anreize für Wandertouren. Der Rundweg verbindet mit eigenem Logo überwiegend bereits bestehende und eher einfache Wanderwege zu einem 110 km langen Kurs mit mehr als 5000 Höhenmetern. Empfohlene 9 Etappen können selbstverständlich auch einzeln und mit individuellem Zuschnitt gegangen werden können. Applaus verdient die Erreichbarkeit aller Start- und Zielorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Etappe VIII führt auf teilweise neu eingerichteten Wanderwegen von Taufers im Münstertal über das Tellajoch nach Schlinig im Schlinigtal und gilt als 'Königsetappe' des Rundwegs. Da wir alle anderen Abschnitte der Route kennen, lernen wir heute den Kern der Etappe VIII inkl. eigener Varianten kennen. - Fotoserie
 

Donnerstag, 16. August 2018

Pedertal und Lyfialm in Hintermartell (Vinschgau, Südtirol)

Pedertal, Madritschjoch, Hintere Schöntaufspitze (3.325 m), Pederspitze (3.295 m), Plattenspitze (3.425)
Pedertal, Madritschjoch, Hintere Schöntaufspitze (3.325 m), Pederspitze (3.295 m), Plattenspitze (3.425)
Seit mehr als 30 Jahren wandern wir nahezu in jedem Sommer im Vinschgau und entdecken immer wieder lohnende neue Wanderziele. Unser heutiges Wanderziel verdanken wir einer Empfehlung von Gästen, die gemeinsam mit uns am Marinushof in Kastelbell-Tschars an einer Weinverkostung teilgenommen haben. Das vom Vinschgau nach Süden abzweigende Martelltal kennen wir ebenso wie die Lyfialm, aber den unscheinbaren Weg in das Pedertal nehmen wir heute zum ersten Mal wahr und sicher nicht zum letzten Mal. - Fotoserie

Donnerstag, 2. August 2018

Brenta-Dolomiten refreshed & Rückblick auf historische Brenta-Klettersteigtouren (Update: 19.10.2018)

Brenta-Panorama am Rifugio Brentei

Klettersteigtouren in den Brenta-Dolomiten(1) zählten in den Jahren 1991 - 2002 zu regelmäßigen Höhepunkten unserer Reisen in den Alpenraum. Diese Passion konnten wir aus vielfältigen Gründen nicht fortsetzen, aber unserer Agenda sieht seit mehreren Jahren eine Auffrischung von Eindrücken im Rahmen einer Wanderung vor. In Vorjahren fehlendes stabiles Wetter stellt sich in diesem Jahr ein. Um genügend Zeit vor Ort zu haben, starten wir mit Freunden um 6:00 Uhr morgens in Kastelbell. - Fotoserie 02.08.2018