Samstag, 30. Juli 2016

Überschreitung der Göflaner Scharte - Panoramatour im Mittelvinschgau

Vinschgau-Panorama an der Göflaner Scharte

Aufstieg zur Göflaner Scharte, 2400 m Nicht ohne Grund sind wir nur wenige Bergtouren im Vinschgau häufiger gegangen und haben sie öfter fotografiert und gepostet als die Panoramawanderung vom Gasthof Hasl am Nördersberg (1550 m) über die Göflaner Scharte (2396 m) an der Weißwand und das Kreuzjöchl im Martelltal (ältere Posts: 31.08.2011, 12.07.2012, 05.09.2013, 22.08.2015). Die ca. 5-stündige Wanderung bietet alles, was eine Bergtour zumindest für uns attraktiv macht, aber andere eher abzuschrecken scheint (auch heute treffen wir nur wenige Wanderer): Abwechslungsreiches Gelände (Almen, Wälder, schroffes Hochgebirge) mit interessanten geologischen Formationen und einem Marmorbruch, weite Aussichten über Vinschgau, Martelltal und deren Berge, einen großartigen Gratweg auf dem 'Breitbichl' (bis 2450 m, 2 ausgesetzte Stellen sind mit Drahtseilen gesichert), 960 m Höhenunterschied ohne Seilbahnen und Massenbetrieb, Bewirtung an der Göflaner Alm und am Gasthof Hasl. Die Wirtin vom Gasthof Hasl erkennt uns auch in diesem Jahr spontan und rundet "gerne" die Rechnung unseres Konsums großzügig mit der Begründung ab: "Weil Sie jedes Jahr kommen." Einen Wettersturz leitet am Abend ein Gewitter ein, wie wir es im Vinschgau noch nicht erlebt haben (Südtirol News). Eine Stunde läuten alle Kirchenglocken im Tal. Auf Berghöfen wird vermutlich Beistand per Rosenkranz erbetet. - Fotoserie der Wanderung

Freitag, 29. Juli 2016

Wanderung zur Klosteralm im Schnalstal

Blick von der Klosteralm in Richtung Pfossental Nach der anstrengenden gestrigen Tour zur Similaunhütte (Post vom 28.07.2016) halten wir den Ball heute flach und unternehmen eine Almenwanderung. Im Vinschger Bauernladen sind wir durch einen Flyer auf die Klosteralm im Schnalstal aufmerksam geworden, Ziel unserer Wanderung. Die Wanderung beginnen wir nicht in Karthaus, sondern ersparen uns 200 Höhenmeter, die wir mit dem Auto auf dem Höfeweg zum Parkplatz an der Absperrung fahren. Zunächst folgen wir dem zur Alm führenden Forstweg, bis wir nach 35 Minuten auf den in Karthaus beginnenden Wanderweg Nr. 23 treffen. Auf dem steilen Ansteig geraten wir trotz des schattigen Lärchenwalds ordentlich ins Schwitzen, aber nach weiteren 45 Minuten (1:20 Std. Aufstieg) ist bereits die Klosteralm erreicht. Das Bewirtungsangebot und eine weite Aussicht belohnen alle Mühe. Steile Wege gehen wir ungern bergab und bleiben darum für den Rückweg auf der Forstraße (1:15 Std. Absteig). - Fotoserie der Wanderung

Donnerstag, 28. Juli 2016

Wanderung von Vernagt (1695 m) zur Similaunhütte (3019 m) im Naturpark Texelgruppe

Similaunhütte, Niederjochferner, Marzellspitze, Similaun, Kleiner Similaun Der Vinschgau gilt mit ca. 500 mm Niederschlagsmenge als das niederschlagsärmste Tal des Alpenraums, was uns u.a. seit Jahrzehnten dazu motiviert, in den Vinschgau zu reisen und nicht etwa in die bayerischen oder österreichischen Alpen. Seit einigen Jahren verstärkt sich unser Eindruck, dass Niederschläge gerade dann fallen, wenn wir uns im Tal aufhalten, wie auch heute. Wir wollen nicht länger auf ungewisses stabileres Wetter warten und wandern heute eine größere Tour im Naturpark Texelgruppe von Vernagt im Schnalstal zur Similaunhütte auf dem Niederjoch im Schnalskamm der Ötztaler Alpen. Regen ist erst für den Nachmittag angekündigt (was lediglich für das Vinschgauer Haupttal zutrifft), aber Prognosen interessieren das Wetter wenig. Bereits mittags setzt am Schnalskamm leichter Regen ein, der unseren Rückweg begleitet. Vor dem Rückweg liegt natürlich der Hinweg. Gefühlt kostet dieser deutlich mehr Anstrengung als in der Vergangenheit. Der letzte Besuch liegt allerdings schon einige Tage zurück (Post vom 6.08.2002), und gefühlte Erinnerungen sind bekanntlich wenig zuverlässig. Am Ende des Tages sind wir jedoch zufrieden, mehr als 1300 Höhenmeter in 3:10 Std. bewältigt zu haben (Rückweg 2:20 Std.). Dass unsere Kniegelenke derartige Belastung besser als in Vorjahren verkaften, ist kein Zufall, sondern unserem Gymnastikprogramm zu verdanken. - Fotoserie der Wanderung

Montag, 25. Juli 2016

Wanderung von Martell Dorf zum Gasthof Stallwies am Waldberg

Rast am Stallwieshof Die labile Wetterlage eignet sich nicht für Untenehmungen im Hochgebirge. Wir bleiben nicht untätig und wandern im Martelltal von Martell Dorf (1300 m) zum Gasthof Stallwies (1953 m) am Marteller Waldberg. Da der Gasthof mit dem Auto erreicht werden kann, ziehen die aussichtsreiche Lage und eine gute Küche regelmäßig viele Besucher an. Wir möchten uns jedoch die Einkehr verdienen und wandern auf steil ansteigenden Wegen auf Weg Nr. 11 durch Wiesen und auf Weg Nr. 15 durch Lärchen- und Zirbelwälder zum Almengelände 'Saugwies' (1835 m). Abgelagertes Bruchholz versperrt wie schon im Vorjahr an 'Saugwies' den Weg und erzwingt einen Bypass durch einen Gebirgsbach. Ab 'Saugwies' führen steile Rampen im Wechsel mit flachen Abschnitten zum 'Wiesboden' (2060 m), an dem wir nach 2 Std. kurz verschnaufen, ehe wir auf komfortablem Forstweg 25 Minuten zum Gasthof Stallwies 'spazieren'. Während 2:25 Std. Hinweg sind uns 2 weitere Wanderer begegnet. Auch am Gasthof ist es heute erfreulich ruhig, sodass für unsere ausgiebige Rast freie Platzwahl gilt. Der Rückweg bietet auf Weg 8/11 in 1:35 Std. eine unschwierige Panoramawanderung mit attraktiven Ausblicken. - Fotoserie der Wanderung

Sonntag, 24. Juli 2016

Wanderung auf dem Meraner Höhenweg im Pfossental

Texelgruppe, Meraner Höhenweg Bei unsicherer Wetterlage wandern wir einen Abschnitt des Meraner Höhenwegs von Vorderkaser (1694 m) im Pfossental in Richtung Stettiner Hütte am Eisöchl, ein Übergang zwischen Pfelderer Tal am Ötztaler Hauptkamm und Pfossental in der Texelgruppe. Die Stettiner Hütte wurde im Februar 2014 von einer Lawine zerstört. Eine neue Hütte ist für Sommer 2018 angekündigt. In der Zwischenzeit betreiben die Hüttenwirte in den Sommermonaten eine Jausenstation am Pass.
Den Eishof in 2076 m Höhe erreichen wir nach leichter Wanderung in 1:20 Std. und fühlen uns noch fit genug, um weitere 800 Höhenmeter in gut 2 Stunden zum Eisöchl aufzusteigen. Entgegen der Vorhersage droht die Wetterküche bereits am Vormittag mit Regen und Gewitter. Auf etwa halber Strecke zwischen Eishof und Eisöchl entschließen wir uns nach 2:20 Std. Anstieg zur Umkehr. Den 2-stündigen Rückweg unterbechen wir am Eishof für eine verdiente Rast. - Fotoserie der Wanderung

Mittwoch, 20. Juli 2016

Rundwanderung im hinteren Schnalstal durch das Langgrubtal zur Lazaun-Hochebene

Panorama Schnalskamm, Steinschlagspitze, Saldurkamm Die interessante Route der heutigen Wanderung führt im hinteren Schnalstal in eine Landschaft, deren Attakrativität wir im Vorjahr bei Regen nur ahnen konnten (Post vom 14.08.2015). Heute kehren wir bei schönem Wetter zurück und finden unsere Ahnung bestätigt. Vom Wieshof im Schnalstal (10 Gehminuten vor Kurzras gelegen) gehen wir im einsamen Langgrubtal bis zur Abzweigung auf die Lazaun-Hochebene dem Saldurkamm entgegen. Im ca. 2450 m hoch gelegenen Kessel der Hochebene treffen wir unter der Schwemser Spitze (Oberettesspitze) auf ein alpines Moor mit einem kleinen Bergsee, dessen besonderes Biotop wir mangels Kompetenz genießen, aber nicht einordnen können.
Nach 2:00 Std. Gehzeit erreichen wir am östlichen Rand der Hochebene die Lazaunhütte, zu der ein Sessellift führt. Die Anlage sorgt für Kundschaft und motiviert heute eine Senoriengruppe 'Ossis' zum Ausflug. Während wir die schwer überhörbare Konversation der Gruppe als sympathisch empfinden, ist die 'musikalische Beschallung' der Terrasse aus mehreren Lautsprechern schwer erträglich. Das Verhältnis von Preis und Qualität verprobter Angebote passt sich diesem Niveau an. Während wir die Hütte auf unserer 'Black List' vermerken, motiviert die Tour zu Wiederholungen. Anstatt des unattrakiven Abstiegs auf Weg Nr. 11 (1:00 Std.) werden wir jedoch auf dem attraktiveren, längeren Aufstiegsweg durch das Langgrubtal zum Wieshof zurückkehren. - Fotoserie der Wanderung

Freitag, 15. Juli 2016

Das Beste zuletzt: Panoramawanderung Seiser Alm, Schlern, Schlernhöhenweg, Tierser Alpl, Rosszähne, Seiser Alm

Schlerngruppe Nordpanorama

Die Rundwanderung von der Seiser Alm über den Schlernhöhenweg ist unser persönliches Touren-Highlight im Gebiet der westlichen Dolomiten. Technisch ist die Tour nicht schwierig (T2 gemäß SAC-Wanderskala), aber die 22 km lange Route stellt mit einem Höhenunterschied von ca. 1400 m Anstieg und 1300 m Abstieg konditionelle Anforderungen, denen wir uns erst gegen Ende unseres 3-wöchigen Aufenthaltes gewachsen fühlen. Den schwereren Teil der Strecke mit ca. 1000 m Anstieg legen wir am Morgen mit noch frischen Kräften zurück und wandern vom Parkplatz des Spitzbühl-Sessellifts zum Schlerngipfel, auf dessen Plateau das Schlernhaus zur Rast einlädt.(1) Der nachfolgende Höhenweg auf dem Schlernplateau ist eine reine Genußwanderung mit ständigem Blick auf Rosengarten und Latemar.(2) Die zunächst absteigende und zuletzt wieder ansteigende südliche Umrundung der Roterdspitze erfordert Konzentration auf einem ausgesetzten Pfad. Das private Schutzhaus Tierser Alpl auf dem Tierser-Alpl-Joch zwischen Schlern und Rosengarten erreichen wir nach fast 5-stündiger Wanderung. Gestärkt bereitet der kurze Anstieg zum Aussichtsbalkon der Rosszahnscharte wenig Mühe und belohnt mit großer Aussicht. Nach 6:40 Std. Wanderglück (8 Std. inkl. Pausen) betrachten wir schwere Beine als Auszeichnung. - Fotoserie der Wanderung

Montag, 11. Juli 2016

Wanderung im Naturpark Schlern-Rosengarten von Weißlahnbad durch das Tschamintal zur Grasleitenhütte

Grasleitenhütte im Grasleitental unter Valbonkogel und KesselkogelMotiv am Rechten Leger im Tschamintal In unserer Favoritenliste belegt die großartige Route durch das Tschamintal zur Grasleitenhütte in der Rosengartengruppe einen vorderen Rang. Die Wanderung im Naturpark Schlern-Rosengarten der westlichen Dolomiten haben wir vor 3 Jahren unternommen.(1) Heute kehren wir zurück und nehmen uns vor, bei günstigen Wetterbedingungen und guter Tagesform eine 'Lustschleife' anzufügen, bei der wir durch das Bärenloch zur Tierser Alpl Hütte aufsteigen und von dort über den Molignonpass durch das Grasleitental absteigen. 2-3 zusätzliche Stunden anspruchsvoller Wanderung mit zusätzlich 450 Höhenmetern wären der Preis.(2) Wetterentwicklung und Tagesform lassen uns bald Abstand von dieser Idee gewinnen. - Fotogalerie der Wanderung


Samstag, 9. Juli 2016

Panoramawanderung vom Col Rodella zum Mahlknechtjoch und durch das Val Duron nach Campitello

Langkofelgruppe Start- und Zielort der 22 km langen Rundwanderung ist Campitello di Fassa im Fassatal.(1) Wendepunkt ist das Mahlknechtjoch, ein Übergang zwischen Durontal und Seiser Alm, von dem auch Ziele am Schlern oder im Rosengarten erreicht werden können. Je nach Gehrichtung wählen wir die Seilbahn zum Col Rodella als Aufstieg- oder Abstieghilfe.(2) In diesem Jahr beginnen wir die Wanderung am Col Rodella, so dass wir nur ca. 400 m Anstieg, aber immerhin ca. 1350 m Abstieg bewältigen.(3)
An der Bergstation der Seilbahn breitet sich ein atemberaubendes Dolomitenpanorama aus, dem sich niemand entziehen kann. Bis zum Mahlknechtjoch gestaltet sich der Wanderweg zwischen Langkofelgruppe und Rosengarten als Höhenweg, der auf einem Abschnitt des Friedrich-August-Wegs(4) verläuft. Ab dem Mahlknechtjoch geht die Route in eine Talwanderung über. In Richtung Campitello di Fassa verengt sich das Tal zu einer steil abfallenden Schlucht. Ein Seilgeländer bietet Bremshilfe. Gegen Ende der Wanderung knirschen die Kniegelenke. Den Preis zahlen wir billigend für das großartige Panaroma während der gesamten Runde.(5)
Als Einkehroptionen bieten sich auf der Wanderung (neben weiteren Optionen) die inzwischen vergrößerte Plattkofelhütte auf dem Friedrich-Augst-Weg sowie das Rifugio Micheluzzi im Durontal an.(6) - Fotogalerie der Wanderung

Freitag, 8. Juli 2016

Walther-von-der-Vogelweide-Rundweg in Lajen

Vogelweiderhof in Lajen Bei heute labiler Wetterlage unternehmen wir am Eingang des Grödnertals in Lajen eine leichte Wanderung. Lajen betrachtet sich als Geburtsort des mittelalterlichen Lyrikers Walther von der Vogelweide und konkurriert mit einigen weiteren Orten um diesen Anspruch. Zu Indizien der Lajener Theorie zählen überregional bekannte Vogelweiden, bei denen es sich nicht um Bäume, sondern um Fangplätze für Vögel handelt. Ein als Walther-von-der-Vogelweide-Rundweg markierter 7,4 km langer Wanderweg führt von Lajen über die Fraktionen Ried und Albion am Vogelweiderhof vorbei, der als mögliches Geburtshaus gilt. Der profilierte Weg verläuft überwiegend durch schattigen Wald. Auf Lichtungen und Wiesen können wir vermeintlich heute noch vorhandene ehemalige Vogelweiden nicht identifizieren. Der Rundweg ist gut markiert, aber gegen Ende der Runde schickt uns eine missverständlich angebrachte Markierung in die Irre, so dass wir die Runde auf mindestens 8 km verlängern. (2,5 Std. Gehzeit) - Fotogalerie der Wanderung

Mittwoch, 6. Juli 2016

Panoramawanderung für Genießer über die Seiser Alm zum Schutzhaus Tierser Alpl

Schlernpanorama aus Richtung Seiser Alm

Wer bei schönem Wetter und guter Fernsicht eine Panoramawanderung über die Seiser Alm zum Tierser Alpl unternimmt (ein Sattel zwischen Schlern und Rosengarten) genießt großes Wanderglück. Heute haben wir schönes Wetter und starten um 8:00 Uhr in Seis am Schlern, um mit dem Auto auf die Seiser Alm bis zum Parkplatz des Spitzbühl-Sessellifts in 1725m Höhe fahren.(1) In Richtung Tierser Alpl führen zahlreiche Wege über die Seiser Alm, die sich zuletzt zu 2 Optionen verdichten. Die Route auf Wirtschaftswegen über die Mahlknechthütte ist vergleichsweise einfacher, aber auch länger und aufgrund etlicher Gegenanstiege und einiger steiler Rampen per Saldo mühsamer. Sie entschädigt jedoch mit großartigem Dolomitenpanaroma und im Frühsommer mit einem Meer blühender Alpenrosen. Alpin spektakulärer ist die Route über die Rosszähne, mit denen der Schlern am Tierser Alpl ausläuft. Wir entscheiden uns für einen Rundweg mit Aufstieg via Mahlknechthütte und Abstieg via Rosszähne.(2)
Blühende Wiesen, ein faszinierendes  Dolomitenpanorama und die Gipfelparade von Alpenhauptkamm und Ortlergruppe lassen den Fotoapparat nur selten ruhen. Nach 3-stündigem Anstieg lädt am Tierser-Alpl-Joch das großartige private Schutzhaus Tierser Alpl zu einer ausgiebigen Rast in 2440m Höhe ein.(3) Ausblicke am Joch sowie Küche und Service der Hütte bieten Genuß auch für gehobene Ansprüche. Wer hier Platz genommen hat, wird ihn so schnell nicht wieder verlassen. Auf dem Rückweg erreichen wir nach kurzem Anstieg die 2499m hohe Rosszahnscharte. Auf diesem Aussichtsbalkon erreicht der Genuß des Tages seinen Höhepunkt. Der Abstieg in Serpentinen zur Seiser Alm ist problemlos. Nach 2:10 Std. Wanderung (5:10 Std. Gesamtgehzeit) erreichen wir den Ausgangspunkt und planen bereits eine Rückkehr in den nächsten Tagen auf einer anderen Route. - Fotogalerie der Wanderung

Dienstag, 5. Juli 2016

Wanderung von der Villanderer Alm auf das Rittner Horn, 2260 m

Rittner-Horn-Haus auf dem Rittner Horn, 2260 m Die Wolkengrenze liegt am Vormittag bei ca. 2000 m. Für den Nachmittag ist Regen mit Gewitter angekündigt. Die Bedingungen diktieren eine kürzere Tour in mittlerer Höhe. Wir entscheiden uns für eine Wanderung zum Rittner Horn ab der Villanderer Alm (Wegbeschreibung Sentres), von der wir vor einigen Tagen auf den Villanderer Berg gewandert sind (Post vom 28.06.2016). Nach 1:50 Std. moderatem Anstieg ab der Gasser Hütte über den Gasteiger Sattel erreichen wir den Gipfel, auf dem die Wettersituation eine viel gerühmte Aussicht verbirgt. Rundgang und Rast auf dem heute nur schwach besuchtem Gipfelplateau müssen sein, ehe wir den Rückweg antreten. Für den Abstieg zum Parkplatz an der Gasser Hütte wählen wir eine Variante via Wege Nr. 14/15. Vermisste und stark verblasste Markierungen verunsichern uns teilweise, aber nach 1:30 Std Abstieg erreichen wir den Ausgangspunkt ohne Umwege. (3:20 Std. Gesamtgehzeit). Fotogalerie Wanderung auf das Rittner Horn

Montag, 4. Juli 2016

Wanderung von Ums über Völser Weiher und Hofer Alpl

Hofer Alpl Seit Tagen und noch am Morgen des heutigen Tages verkünden Wetterportale für heute stabiles, sonniges Wetter. Wir nehmen uns eine längere Wanderung von Weißlahnbad durch das Tschamintal in Richtung Rosengarten vor und müssen auf der Anfahrt im Tierser Tal erkennen, dass wir einmal mehr auf metereologische Glaskugeldeutungen hereingefallen sind. Eine dicke Wolkendecke reicht hinab bis Weißlahnbad. Auf eine Nebelwanderung verspüren wir keine Lust und ärgern uns über vermeintliche metereologischen 'Informationen', die sich in der Realität als 'Bullshit' erweisen. Bei stabiler Wetterlage brauchen wir keine Wetterprognosen. Bei labiler Wetterlage versagen sie. Wir disponieren spontan um und unternehmen unterhalb der Wolkengrenze eine kurze Wanderung von Ums (eine Fraktion von Völs am Schlern) über den Völser Weiher und den Berghof Hofer Alpl, den der Restaurantführer Gault-Millau in seiner Ausgabe 2016 als eine von sechs alpinen Gourmethütten deklariert. Unsere Bestellungen sind für einen Test der Küchenqualität eher ungeeignet, gehen aber völlig in Ordnung. Einen Besuch sind die gastliche Hütte und der großartige Ausblick nach Westen allemal wert. (3 Stunden Gehzeit)
Fotogalerie der Wanderung - Gault Millau: Gourmetführer testet erstmals AlmhütteGourmetführer Gault Millau in den Alpen